Sany

Hochlöffel-Raupenbagger belädt Schiffe mit Holzhackschnitzeln

Die Holzkontor Preussen GmbH ist der größte Holzrecyclingbetrieb in Berlin. Die Gebrauchtholzaufbereitungsanlage auf der Sophienwerder-Halbinsel ist mit einer Kapazität von 315.000 t pro Jahr eine der leistungsstärksten bundesweit.
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Hoch hinaus: Die ausfahrbare Kabine des Raupenbaggers ermöglicht dem Maschinenführer einen besseren Überblick an unübersichtlichen Einsatzorten. Fotos: cathrinbach.de

Berlin (ABZ). – Unter anderem wird von hier ein EON-Heizkraftwerk mit Holzhackschnitzeln beliefert. Für die schnelle, effiziente Verladung ist seit Mitte des Jahres ein umgebauter Sany-SY500H-Raupenbagger zuständig.

Sowohl die Aufbereitungsanlage, als auch das EON-Heizkraftwerk sind direkt an einen schiffbaren Wasserweg angebunden. Das erlaubt den Transport von großen Holzmengen mit Schubleichtern im Pendelverkehr. So war die Aufgabe für die neue Maschine auch relativ klar umrissen: Eine möglichst große Menge Hackschnitzel soll schnell auf das bereitstehende Schiff verladen und mit der Leichtgutschaufel verdichtet werden.

Die bisher eingesetzten Radlader waren für eine Verladung auf ein Schiff nicht optimal geeignet. Deswegen suchte man beim Holzkontor Preussen eine Möglichkeit, um die großen Mengen an Material sicher und effizient zu verladen.

Gefunden wurde die Lösung schließlich im großen Sany-Bagger-Portfolio. Auf Basis des 50-Tonnen-Baggers Sany SY500H wurde gemeinsam mit dem Sany Partner BSS heavy machinery GmbH ein Konzept entwickelt, das auf alle Anforderungen und Wünsche der Anwender eine überzeugende technische Antwort hatte. BSS-Geschäftsführer Dirk Schönbohm: "Wir haben uns komplett in die Situation vor Ort hineingedacht. So hatten wir schnell eine Idee, wie die Maschine aussehen muss und welche Änderungen gegenüber der Standardmaschine erforderlich waren. Dass wir dem Kunden trotz aller Umbauten letztlich einen erheblichen wirtschaftlichen Vorteil gegenüber anderen Herstellerkonzepten bieten konnten, zeigt die Stärke der Maschinen von Sany und der Flexibilität von uns als Handelsvertreter."

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Gespannte Erwartung auf den ersten Einsatz (v. l.): Jochen Lang (BSS heavy machinery GmbH), Ronald Ziegler (Sany Europe GmbH), Boris Kutz (BSS heavy machinery GmbH), Heiko Schurwin (Holzkontor Preußen GmbH) und Dirk Schönbohm (BSS heavy machinery GmbH).

Die ersten Maßnahmen galten dem Schutz der Arbeitsumgebung. So wurden beispielsweise die Bodenplatten umgeschweißt und angefast, um Schäden am Hallenboden zu vermeiden. Auch nach oben war eine Absicherung notwendig – da der Bagger in einer Hallenkonstruktion arbeitet, die eine maximale Höhe von 6 m vorgibt, wurde eine hydraulische Höhenbegrenzung installiert. Zur Wasserseite hin gibt es zudem etliche Stützen, welche die Arbeit des Baggers von den Abständen behindern. Darüber hinaus wurde eine 2,4 m hochfahrbare Kabine ergänzt. Sie bietet dem Maschinenführer Sicherheit und stets beste Sicht auf den Arbeitsbereich, das Anbaugerät und den aktuellen Beladezustand. So muss vor allem das Beladen der Schiffe über die Ladekante hinaus nicht "blind" erfolgen.

Für einen verbesserten Schutz der stark beanspruchten mechanischen Bauteile wurde eine Zentralschmieranlage eingebaut. Das macht ein manuelles Abschmieren überflüssig, spart somit jeden Tag eine Menge Wartungsaufwand und verlängern die Lebensdauer durch präzise automatische Dosierung.

Zwei der wichtigsten Anforderungen bei der Beladung von Schiffen mit Schüttgut sind die hohe umzusetzende Menge und die große Breite der zu beladenden Fläche. Die Holzschnitzel müssen zudem nicht nur schnell und gleichmäßig verteilt, sondern auch noch über die gesamte Ladefläche verdichtet werden. Dazu wurde der SY500H auf Hochlöffelbetrieb umgerüstet und eine Leichtgutschaufel mit einer Kapazität von 17,5 cm³ angebaut. Für die erforderliche Reichweite von 12 m wurden Ausleger und Stiel verlängert. Um die Stabilität bei dieser Reichweite und Traglast zu gewährleisten, erfolgte zudem eine Erhöhung des Heckgewichtes. Daraus resultierte auch eine Erhöhung des Maschinengewichtes auf insgesamt rund 60 t.

Bereits bei der Übergabe und den ersten Tests konnte die Maschine überzeugen und die an sie gestellten Erwartungen erfüllen. Ein Werkstatt-Team von BSS war die ganze Zeit anwesend, beantwortete noch offene Fragen und begleitete die Eingewöhnung des Bedienpersonals. Dieses war, ebenso wie Geschäftsführung und Betriebsleitung vom Holzkontor Preussen, begeistert von der phänomenalen Kraft des Baggers, von seiner Standfestigkeit und der Reichweite des Auslegers bis tief in das Hafenbecken.

Sany stellt aus auf der NordBau am Stand Freigelände Nord-N142 (Hamburger Straße).

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