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Schachtabdeckungs-Korrektur

Epoxid-Harz macht Schluss mit Buckelpiste

Resinnovation, Bauchemie, Kanal- und Verbautechnik

Harzauftrag: Per Spritzbeutel lässt "FlexyPox" sich zielgenau auftragen.

Willingen (ABZ). – Der Wintersportort Willingen (Upland) liegt im Herzen des Sauerlandes und ist im Winter als Skigebiet – u. a. als Austragungsort des Weltcups im Skispringen – sowie im Sommer als Ferienort für Wanderer und Radfahrer bekannt. Neben Pisten, Wander- und Radwegen sind auch die Straßen beansprucht: Die Waldecker Straße zieht sich z. B. durch den Ort sowie unter einem Viadukt hindurch, trägt den Personenverkehr durch Anwohner, Touristen oder Motorradfahrer und stellt eine wichtige Achse für den Schwerverkehr dar. Die Umstände haben in den vergangenen Jahren auf die in die Hauptverkehrsachse eingelassenen, schwimmenden Schachtabdeckungen eingewirkt. Diese haben sich in den Asphalt eingesenkt und sind zur Holperfalle geworden. Vier dieser Abdeckungen hat die Strabag GmbH Bad Hersfeld durch Unterstützung der Resinnovation GmbH mit Sitz in Rülzheim wieder auf Straßenniveau angehoben.

Das blaue Zwei-Komponenten-Epoxidharz "FlexyPox" schafft einerseits eine dichte Verklebung der schwimmenden Schachtabdeckungen mit dem sie umgebenden Asphalt und erlaubt andererseits durch seine hohe Viskosität, die Abdeckung bei der Sanierung wieder auf Straßenniveau zu bringen. Die besondere Eigenschaft des blauen Harzes ist Herstellerangaben zufolge, dass es nach der Aushärtung dauerhaft flexibel bleibt. Diese Stärke soll "FlexyPox" nach der Sanierung tagtäglich ausspielen, wenn der Verkehr wieder über die Schachtabdeckungen rollt. Dadurch können punktuelle Belastungen abgefangen werden, die durch einzelne Fahrzeuge auf die Schachtabdeckungen einwirken. Das Epoxidharz lasse sich bis zu 50 % stauchen und kehre wieder in seine Ausgangsposition zurück. Da es zudem bis zu 20 % dehnbar ist, könne es selbst Querbelastungen abfangen, ohne zu reißen. Auch andere Bewegungen der verklebten Materialien untereinander – etwa unterschiedliches Verhalten bei Temperaturschwankungen – sollen kein Problem darstellen. In der Praxis lief die Sanierung so ab: Mit einem Schachtrahmenhebegerät lösten Strabag-Mitarbeiter aus Bad Hersfeld die Schachtabdeckungen. Per Winkelschleifer reinigten sie die eingelassenen Rahmen der Abdeckungen von Rost und losen Teilen und rauten zugleich die Oberfläche an, um eine optimale Klebefläche für das Harz zu erhalten. Auch der umgebende Asphalt wurde vorbereitet, lose und brüchige Teile entfernt. Zum Abschluss entfetteten sie alle Oberflächen mit dem Reinigungsmittel "ResiClean", um sie von etwaigen Fett- oder Ölfilmen zu befreien, die trennend wirken und die Haftung hätten beeinträchtigen können.

Das Harz für die neue Verklebung zu mischen, war dank der Verpackung in Schlauchbeuteln und der speziell dafür konzipierten Pastenmischanlage möglich: Denn mit Harz und Härter im Verhältnis 1:1 befüllt mischt diese Anlage das Harz per Druckluft durch einen Zwangsmischer sauber und luftfrei. Direkt in Einwegtüten abgefüllt, die aufgeschnitten als Spritzbeutel dienen, konnten die Strabag-Mitarbeiter das fertig gemischte "FlexyPox" in der gewünschten Schichtstärke auf die Klebeflächen auftragen. Danach legten sie den Rahmen der Schachtabdeckung auf das Harz und brachten diesen mit einem Gummihammer auf Straßenniveau. Während des Abbindevorgangs konnten sie an der nächsten Abdeckung weiterarbeiten. Durch die rasche Aushärtung des dauerflexiblen Harzes stand die Straße nach der Sanierung von vier schwimmenden Schachtabdeckungen nach einem Vormittag wieder für den Verkehr zur Verfügung. Vom Harz können sich Interessierte auch auf dem IRO in Oldenburg vom 8. bis 10. Februar 2017 am Stand: 1. OG-M-15 überzeugen.

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Dieser Artikel erschien in der Ausgabe Allgemeine Bauzeitung 51-52/2016.

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