Schall dauerhaft eindämmen

Großer Bedarf an Akustiklösungen zur Lärmreduktion festgestellt

Lärmschutzmaßnahmen unterm Dach sorgen für mehr Wohlbefinden und dämmen gleichzeitig das Haus. Foto: FMI Fachverband Mineralwolleindustrie

Berlin (ABZ). – Lärm ist ein lästiges Dauerthema. Der Verkehr ist zu laut, am Arbeitsplatz ist es zu laut, die Nachbarn, Kinder und Flugzeuge – alles ist zu laut. Dieses Jahr beschäftigte sich das erste Mal die acoustex, die Fachmesse für Noise-Control und Sound-Design in Dortmund, mit diesem Thema. Am 10. und 11. Oktober 2018 hatten sich Architekten, Planer, Ingenieure und weitere Fachbesucher mit Ausstellern aus Forschung, Entwicklung und Herstellung über Akustiklösungen zur Geräuschreduktion und Sounddesign ausgetauscht. Bereits 2016 hat das Bundesumweltamt in einer Studie festgestellt, dass sich 76 % der Bürger durch Verkehrs- und 59 % durch Nachbarschaftslärm gestört fühlen. Der Bedarf an lärmreduzierenden Maßnahmen, insbesondere im Gebäudebereich, ist also groß. "Eine gute und vor allem langfristige Lösung für einen verbesserten Lärmschutz – egal ob im Büro, zu Hause oder sogar im Flugzeug – bietet eine fachgerechte Dämmung mit Mineralwolle", sagt der Geschäftsführer des Fachverbands Mineralwolleindustrie e. V. (FMI), Dr. Thomas Tenzler.

Die Studie zeigt weiter: Etwa die Hälfte der Bevölkerung ist tagsüber einem Lärmpegel von mindestens 55 dB(A) ausgesetzt, rd. 2,5 Mio. Menschen sogar 65 dB(A). Dabei sieht die Lärmwirkungsforschung bereits eine Dauerbelastung von 60 bis 65 dB(A) als gesundheitlich beeinträchtigend an. "Eine Dämmung aus Glaswolle oder Steinwolle, kurz Mineralwolle, kann krankmachenden Schall deutlich reduzieren und damit die Gesundheit schützen", ergänzt der FMI-Geschäftsführer.

Neben dem Lärm von draußen durch Verkehr, Baustellen und mehr ist ein hoher Geräuschpegel in öffentlichen Gebäuden und insbesondere den eigenen vier Wänden ein großer Störfaktor. Hier unterscheiden Experten zwischen drei Arten: Luftschall, Raumschall und Trittschall. Die Schallwellen breiten sich aus und werden dann an Wänden, Decke und Boden reflektiert. Zum anderen wird der Schall in die angrenzenden Räume übertragen. Reduziert wird der Lärm, indem den Schallwellen die Energie entzogen wird.

Während Lärm von draußen hauptsächlich als Luftschall in die Wohnung dringt, wird der Krach aus der eigenen oder den Nachbarwohnungen sowohl als Trittschall wie auch als Luftschall übertragen. Doch wie laut darf es in Gebäuden eigentlich sein? Mitte März dieses Jahres entschied der Bundesgerichtshof: Bei Sanierungen gilt der Lärmschutz des jeweiligen Baujahres. Bei umfangreichen Sanierungsmaßnahmen kann auch der Neubaustandard greifen. Das entsprechende Regelwerk ist die Schallschutznorm DIN 4109. Sie gibt die aktuell zulässigen Werte für Luft-, Tritt- und Raumschall vor. Die Deutsche Gesellschaft für Akustik hat auf Basis dieser Vorschriften einen Schallschutzausweis erstellt, der konkrete Kriterien mit Dezibel-Angaben erläutert und subjektives Lärmempfinden beschreibt. Darauf aufbauend entstanden sechs Schallschutzklassen, ähnlich wie bei einem Energieausweis.

Vor allem durch Fremdeinflüsse verursachter Lärm ist kaum vermeidbar. Jedoch lässt sich der Geräuschpegel mit den richtigen Maßnahmen minimieren. Zumindest mit einer fachgerechten Dämmung wie etwa aus Mineralwolle – etwa von Außenfassade, Dach, Wand und Boden oder unter der Decke –, die eine erhebliche Entlastung bieten und das Wohlbefinden spürbar verbessern kann.

Dünne Schicht mit großer Wirkung: Eine Dämmung aus Mineralwolle kann eine sehr effektive Lärmschutzmaßnahme darstellen. Als breitbandiger Schall-Absorber dämmt sie Herstellerinformationen zufolge viele Frequenzen und überträgt nahezu keinen Schall. Durch den Dämmstoff verlieren die Schallwellen viel Energie und werden in Wärme umgewandelt, und das – mit den richtigen Schalldämmprodukten – schon beginnend ab Dicken von nur 2 cm.

Eine Mineralwolldämmung hat zudem eine Reihe weiterer positiver Nebeneffekte: Sie bietet einen hohen Wärmeschutz und ermöglicht damit zu jeder Jahreszeit eine optimale Raumtemperatur. Außerdem leistet dieser nichtbrennbare Baustoff mit der Einstufung in die höchste Euroklasse A1 nach DIN EN 13501-1 einen wichtigen Beitrag zum vorbeugenden Brandschutz.

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