Anzeige

Schalung direkt am Bahngleis

Schnelle und unkomplizierte Abwicklung gefragt

Die Einheiten von Wandschalungselement und "SecuritBasic" ermöglichten sicheres Arbeiten neben der Bahnstrecke.

Grenoble/Frankreich (ABZ). – Beim Brückenbau gilt es meist eine Voraussetzung zu erfüllen: Der laufende Verkehr soll nicht beeinträchtigt werden. Es muss also schnell und unkompliziert gehen – so war es auch beim Bau der Widerlager einer Brücke über Bahngleise in Frankreich.

Im Ballungsraum Grenoble herrscht reger Verkehr. Um die Mobilität und Wirtschaftsentwicklung nördlich der Stadt voranzutreiben, wurde eine 1,7 km lange Querspange zwischen Le Versoud und Villard-Bonnot beauftragt. Diese neue Straße führt über eine Eisenbahnlinie. Das Bauunternehmen Baudin Chateauneuf hatte Meva damit beauftragt, die Schalungssysteme für die Brücken-Widerlager zu stellen. Eingesetzt wurden 550 m² Wandschalungselemente Mammut 350 und das Sicherheitssystem "SecuritBasic".

Um den laufenden Bahnverkehr möglichst wenig zu beeinträchtigen, musste Baudin jeden Brückenpfeiler auf einen Betoniervorgang aufbringen – das bedeutete einen Guss von 350 m³ Frischbeton in zehn Stunden. Gleichzeitig galt es die Oberseiten der Pfeiler einzubeziehen. In rund 10 m Höhe musste eine Auskragung von 79 cm gegossen werden. Um große Holzausgleiche zu vermeiden, schlug Meva die Verwendung von STB-Eckrahmen vor, die eine Schalung entsprechend der Pfeilergeometrie ermöglichten. Die Schalungen befanden sich unmittelbar an der Eisenbahnstrecke, sodass die Baudin-Experten bezüglich der Stabilität auch den Fahrtwind der vorbeirauschenden Züge berücksichtigen mussten.

Auf der Baustelle spielte die Wandschalung Mammut 350 mit Schalflächen bis 8,75 m² pro Element (350 x 250 cm) voll aus. Mit der Befüllgeschwindigkeit des Frischbetons für eine Druckaufnahme von 70 kN/m² kommt das bis 100 kN/m² fähige System spielend zurecht. Für Arbeitssicherheit in der Höhe sorgte das modulare Sicherheitssystem "SecuritBasic" mit rutschfestem Aluminium-Riffelblechbelag und Leiteraufstiegen. Die kompletten Einheiten von Sicherheitssystem und Wandschalungselementen wurden sicher und einfach am Boden montiert und per Kran umgesetzt.

Im Sommer 2019 wurde die Brücke nach problemloser Umsetzung der Schalarbeiten fertig gestellt. Ende 2020 wird auch der letzte Bauabschnitt dieser wichtigen Querspange für den Verkehr freigegeben. Dann steht der besseren Verkehrsanbindung und dem Ausbau von zwei neu erschlossenen interkommunalen Gewerbegebieten nichts mehr im Weg.

François Rigaldies, Leitender Bauingenieur von Baudin, ist zufrieden: "Das Meva-Team konnte uns eine Lösung ohne zusätzliches Fundament oder schwere Abstützung für den Ausleger des Brückenkopfs anbieten. Dieses Argument war ausschlaggebend für unsere Wahl des Schalungssystems. So wurde jeder Pfeiler in einem einzigen Arbeitsgang gegossen, also 350 m³ Beton in zehn Stunden."

Dieser Artikel erschien in der Ausgabe Allgemeine Bauzeitung 16/2020.

Ausgewählte Unternehmen

Die Anbieterprofile sind ein Angebot von llvz.de
Anzeige

Weitere Artikel