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Scheer Tower

Deckenschalung stellte Herausforderung dar

Ischebeck, Schalungstechnik, HSB, Hochbau, Hochhäuser

Die Ischebeck-Systemdeckenschalung im eingeschalten Zustand.

SAARBRÜCKEN (ABZ). - Beim Bau des Scheer Tower auf dem Gelände des Campus der Universität Saarbrücken handelt es sich nicht um einen sportlichen Wettbewerb, sondern um die schlichte Notwendigkeit, bereits nach einem Jahr Bauzeit eine Punktlandung zu meistern. Denn für Dezember letzten Jahres war der Einzug geplant, heißt es in einer Mitteilung der HSB Schalungstechnik. Der Tower ist ein Projekt des Forschers und Unternehmers Prof. Scheer. Hier wird Raum für 250 hoch qualifizierte Arbeitsplätze geschaffen. Bauherr ist Prof. Scheer und eine von ihm gegründete Stiftung. Mieter des Scheer Tower werden die 6 Technologie-orientierten Unternehmen der Scheer Group sein. Baupartner ist eine Arbeitsgemeinschaft aus OBG Hochbau und Wolff Hoch- und Ingenieurbau, beides etablierte Saarländische Firmen. Sie wussten bereits bei der Auftragsvergabe des Leuchtturmprojektes um die zwingenden zeitlichen Beschränkungen, die ihnen z. B. für den Rohbau nur 11 Tage Bauzeit pro Geschoss lassen.

Gemeinsam suchte man nach Stellschrauben, um durch intelligentes Bauen zügig voranzukommen und gleichzeitig den hohen Qualitätsanforderungen gerecht zu werden. Eine solche Stellschraube stellt das Schalen der Betonwände und -decken dar. Mit dem Partner HSB Schalungstechnik, suchte und fand man schnell innovative technische Möglichkeiten, um den Anforderungen des Bau-Objektes selbst und der örtlichen Gegebenheiten gerecht zu werden. HSB Schalungstechnik ist eine Sparte der ebenfalls im Saarland beheimateten HSB Handels- und Servicegesellschaft für Baumaschinen. Das Unternehmen ist nach eigenen Angaben seit vielen Jahren gefragter Partner der Bauindustrie im Hoch-, Tief-, Ingenieur- und Industriebau in der Saar-Lor-Lux Region und Teilen von Rheinland Pfalz.

Für die Fundamente des Scheer Tower entschied man sich für die Paschal-Raster-Schalung. Die ausgewogene Elementsortierung sowie die Tatsache, dass sie handversetzbar sind, reduzierte bereits zu Beginn des Bauvorhabens den Aufwand. Für die Wandschalung setzte man auf die Paschal-Logo.3-Schalung, denn durch Elementhöhen von bis zu 3,40 m wird großflächiges und damit zeiteffizientes Schalen möglich. Zudem überzeugte wiederum die Elementsortierung, die zentimetergenaues Schalen ohne bauseitige Restmaßausgleiche ermöglicht. Auch konnte man mit der Paschal-Schalung problemlos den Vorgaben des Architekten gerecht werden, die Sichtbetonflächen des Baus mit einer Brettstruktur besonders attraktiv zu gestalten. Hierzu wurden die Stahlrahmenelemente mit sägerauen Brettern belegt.

Besondere Anforderungen an schnelle und effiziente Umsetzung ergaben sich bei der Deckenschalung des Gebäudes, das aus einem Untergeschoss und 9 oberirdischen Etagen bestehen wird. Da die örtlichen Gegebenheiten am Rande des Uni-Campus mit seinem aktiven Lehrbetrieb und der zusätzlichen Infrastruktur des Zentrums räumlich sehr begrenzt waren, konnte für den gesamten Bau nur ein Kran eingesetzt werden. Der steht aufgrund der anderen Gewerke jedoch nicht für die Deckenschalung zur Verfügung. Sie muss unabhängig von der Wandschalung erfolgen können. Außerdem war von vorneherein klar, dass das Gebäude nur zeitgerecht fertig gestellt werden kann, wenn das Baugerüst dauerhaft errichtet wird, um dann kontinuierlich mit dem Bau zu wachsen. Damit schieden gängige Schalungstische, die von einem Kran aus der jeweiligen errichteten Etage herausgehoben werden müssen, aus. Vor dem Hintergrund dieser Besonderheiten fiel die Entscheidung auf die Ischebeck-Systemdeckenschalung Titan HV aus Aluminium.

Ein Fallkopfsystem an den Stützen ermöglicht das Ausschalen bereits nach 2 bis 3 Tagen. Nur eine Notunterstützung bleibt bestehen. Da das Schalsystem auf flexibel einsetzbaren Aluminiumelementen unterschiedlicher Größe basiert, kann das restliche Material von Hand ausgebaut, abtransportiert und im nächsten Geschoss eingesetzt werden.

Bereits im April letzten Jahres konnte man die Arbeiten auf der Decke des 4. Obergeschosses beobachten während gleichzeitig der Innenausbau des 1. Obergeschosses begonnen hatte. Dort waren schon die Fensterrahmen installiert, um kurz darauf mit der Verglasung zu beginnen. Fast hektische Betriebsamkeit herrschte auf dem (aktuellen) Dach, unterschiedliche Gewerke arbeiteten zeitgleich Hand in Hand.

Dieser Artikel erschien in der Ausgabe Allgemeine Bauzeitung 02-2013.

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