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Scherfest und wasserdurchlässig

Offenporige Wegedecke entwickelt

Für die Wege im Botanischen Garten von Almaty griff die Kommune auf deutsches Know-how zurück.

Almaty/Kasachstan (ABZ). – Der Botanische Garten von Almaty in Kasachstan wird zurzeit nach modernsten ökologischen Standards restauriert. Wert legen die kasachischen Auftraggeber dabei insbesondere auf eine Entsiegelung der Wege, die durch den Park führen.

Um diesen Anspruch zu erfüllen, ohne das gesamte Material aus Deutschland anzuliefern, entwickelten die Firmen HanseGrand Klimabaustoffe (Niedersachsen) und HanzaVia CA (Kasachstan) gemeinsam eine eigene, offenporige Wegedecke, die sowohl scherfest als auch wasserdurchlässig ist. Statt versiegelt zu werden, können die Wege "atmen". Das versickerte Regenwasser wird teilweise gespeichert und verdunstet dann später wieder.

Der öffentliche Teil des Gartens dient zur Erholung für Bewohner und Gäste, der abgetrennte Bereich für Wissenschaftler, die dort forschen. Für die Wege in beiden Bereichen griff die Kommune auf deutsches Know-how zurück: Es wurde eine Lösung entwickelt, bei der die Rohstoffe aus dem kasachischen Steinbruch der Bektas Group, einer Tochtergesellschaft der HeidelbergCement AG, stammen. Diese wurden mit einer deutschen Vormischung aus Laborentwicklungen der Firma HanseGrand Klimabaustoffe zu ökologisch sinnvollen Baustoffen zusammengefügt.

So bestehen die Wegedecken nun aus deutschem HanseGrand-Premix, das mit lokalen, kasachischen Gesteinsmaterialien vermischt wurde. Auf diese Weise wurde die deutsche Qualität der Wegedecken sichergestellt und gleichzeitig der komplette Transport der Gesteine von Deutschland nach Kasachstan vermieden. Da der Steinbruch in der Region Almaty liegt, waren die Lieferwege kurz und die Lieferkosten entsprechend gering.

Die Gesteinsmischung besteht aus reinen Naturmaterialien wie Edelsplitten und speziellen Natursanden. Sie besitzt eine hohe Tritt- und Scherfestigkeit und ist kornstabil, witterungsbeständig und leicht verarbeitbar. Beim Einbau der Wegedecken war der Wunsch der Bauherren, streng darauf zu achten, dass die Arbeiter vor Ort das deutsche Know-how umsetzten. So war Alexander Seebold als Repräsentant von HanseGrand Klimabaustoffe vor Ort und hat sowohl die Vorbereitungsphase, in der eine Probefläche eingebaut wurde, als auch den Einbau der Wegedecken fachlich betreut.

"Dieses Projekt soll ein Vorbild sein.", erklärte Kunstmäzen Bulat Utemuratov, dessen Stiftung den Wiederaufbau mit Unterstützung des Instituts für Botanik und Phytointroduktion initiiert hatte, den Baufirmen bei einer Begehung, bei der er die Wegedecken eingehend untersuchte. Die Qualität der Arbeit und die Dauerhaftigkeit der Ergebnisse würden im Vordergrund stehen.

"Unsere Auftraggeber überzeugten sich bei der Begehung von der hohen Qualität der Wegedecken und waren regelrecht begeistert. So ist der Botanische Garten von Almaty für uns ein wichtiges Vorzeigeprojekt, denn es öffnet uns in Kasachstan einen komplett neuen Markt", erläutert Seebold die Bedeutung des deutsch-kasachischen Gemeinschaftprojekts für die Zukunft.

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