Anzeige

Schiefergruben Magog

Roboter bearbeiten vollautomatisch das Material

Fassade, Baustoffe, Dachbaustoffe

Die auf ein vorgegebenes Maß zugeschnittenen Schieferquader werden vom Roboter aufgenommen, festgeklemmt und automatisch auf die gewünschte Plattendicke gespalten. Dabei werden geringe Dickentoleranzen eingehalten.

BAD FREDEBURG (ABZ). - Schiefer: Mit seiner fast unbegrenzten Witterungsbeständigkeit ist Schiefer für die Außenanwendung – auf dem Dach und an der Fassade – bestens geeignet. Nachdem das Naturgestein bergmännisch abgebaut ist, lässt es sich zu dünnen Platten verarbeiten. Diese Spaltfähigkeit beruht auf der tektonischen Faltung von Sedimentgestein, ein Vorgang, der sich über Millionen von Jahren vollzogen hat.

Gewinnung und Produktion vollziehen sich in mehreren Arbeitsgängen, die maschinell und in Handarbeit ausgeführt werden. So werden zum Abbau in den Grubenfeldern unter Tage sowie zum Transport schwere Maschinen wie Steinsägen, hydraulisch betriebene Meißel und riesige Schaufellader eingesetzt. Die weitere Bearbeitung bis zum fertigen Dachschiefer erfolgt dann in Werkhallen über Tage. Hier werden die tonnenschweren Blöcke in Quader geschnitten, die in ihrer Größe auf die spätere Verwendung abgestimmt sind. Das Spalten und Zurichten zu Dachschiefern für unterschiedliche Deckbilder und in verschiedene Größen erfolgte bislang von Hand. Doch mehr und mehr werden diese Arbeitsgänge von computergesteuerten Maschinen ausgeführt.

So haben die Schiefergruben Magog in Bad Fredeburg in mehrere Roboter und Automaten investiert, die das Naturgestein bis zu seiner endgültigen Ausführung vollautomatisch bearbeiten. Dazu werden die Quader vom Roboter vermessen und auf die vorprogrammierte Plattendicke gespalten. Entsprechend der Norm für Dachschiefer liegt diese zwischen 4 und 6 mm. Danach werden die einzelnen Schiefersteine – ebenfalls vollautomatisch – auf das gewünschte Format zugerichtet. Die dabei entstehenden Bruchkanten lassen sich von denen einer handwerklichen Bearbeitung nicht unterscheiden. Sie tragen entscheidend zum Bild der Schieferdeckung bei und differenzieren dieses gegenüber industriell gefertigter zementgebundener Platten. Als Unikat prägen sie das Bild der Schieferdeckung. Im letzten vollautomatisierten Arbeitsgang werden die zugerichteten Schiefer zur Verlegung für unterschiedliche Überdeckungen in Abhängigkeit der Dachneigung gemäß den "Fachregeln für Schieferarbeiten" (ZVDH) mit der notwendigen Lochung versehen. Bevor die fertigen Schiefersteine in Gebinden auf Paletten transportgerecht verpackt werden, durchlaufen sie noch eine optische und akustische Endkontrolle, um mögliche Beschädigungen wie Haarrisse zu erkennen.

Die computergesteuerte Bearbeitung von Dachschiefer erfolgt bei Magog für alle gängigen Formate. Durch sie lässt sich eine schnelle und rationelle Bearbeitung erzielen. In Kleinmengen benötigte Abmessungen, z. B. Kehlsteine, oder größere Formate in großen Dicken wie für Fußböden oder Treppenstufen, werden weiterhin von Hand zugerichtet.

Ausgewählte Unternehmen

Die Anbieterprofile sind ein Angebot von llvz.de
Anzeige

Weitere Artikel