Schnell und hochwertig

Vorreiter für weitere Modulbauten in Speyer

Vor Ort werden täglich bis zu zehn Raumelemente mit einem entsprechend ausgelegten Kran an ihren vorbestimmten Platz gehievt und miteinander verschweißt.

Speyer (ABZ). – "Fliegende" Module, die per Kran aufeinandergestapelt und in Windeseile miteinander zu hochwertigen Gebäuden verbunden werden: Für die gewo Wohnen GmbH, die derzeit für den Caritasverband der Diözese Speyer ein modernes Büro- und Verwaltungsgebäude in Modulbauweise realisiert, ist dies ein vertrautes Bild. Mehrere Kindergärten hat der Immobilien-Dienstleister mit Alho bereits realisiert – und sehr gute Erfahrungen gemacht, wie Alfred Böhmer, Geschäftsführer gewo Wohnen GmbH, beim Ortstermin auf der Baustelle in Speyer betont. Als dreigeschossiges Bürogebäude ist es das bislang größte Modulbau-Projekt, das in der Domstadt entsteht. "Die Erfahrungen, die wir hier mit dieser doch recht umfangreichen Baumaßnahme miteinander machen, sind sehr wertvoll für Speyer", ist auch der Aufsichtsratsvorsitzende, Oberbürgermeister Hansjörg Eger, überzeugt.

Modulbau-Baustellen sind keine gewöhnlichen Baustellen. Davon konnten sich kürzlich Vertreter der Fach- sowie Regionalpresse vor Ort in Speyer überzeugen: Mit der Modulmontage des südlichen Gebäudeflügels wird der zweite Bauabschnitt der Baumaßnahme "Büro- und Verwaltungsgebäude für die Caritas" in der Nikolaus-von-Weis-Straße eingeläutet. Verblüffend leise und erstaunlich sauber sei die Baustelle – so die Journalisten und Gäste – die staunend miterleben, wie schnell sich die Ansicht des Gebäudes während ihrer Anwesenheit verändert. In der Tat ist das Wissen um die immer beliebter werdende Modulbauweise und ihre zahlreichen Vorteile eine Sache – sie selbst hautnah bei einem Baustellen-Termin mitzuerleben, eine andere. Das beginnt bereits beim beeindruckenden Anblick der jeweils rund 12 t schweren Module, die mittels Tieflader nachts und unter Begleitung ihren Weg von der "Raumfabrik" in Friesenhagen im nördlichen Rheinland-Pfalz auf die Baustelle finden. Vor Ort werden täglich bis zu zehn Raumelemente mit einem entsprechend ausgelegten Kran an ihren vorbestimmten Platz gehievt und miteinander verschweißt. Anschließend erfolgen die abschließenden Arbeiten wie der modulübergreifende Innenausbau, die haustechnischen Installationen sowie das Anbringen von Wärmedämmverbundsystem und Putzfassade, sowie Dach inklusive Photovoltaikanlage.

Die Montage des ersten Bauabschnitts fand Anfang August statt. Die Übergabe an die Nutzer ist bereits für Dezember 2016 geplant. So entsteht in nur fünf Monaten aus den präzise im Werk vorgefertigten 99 Einzelmodulen ein modernes, dreigeschossiges Büro- und Verwaltungsgebäude, das auf drei Etagen lichtdurchflutete Büros und Aufenthaltsflächen für 140 Angestellte des Caritasverbandes der Diözese Speyer bietet. Ein ehrgeiziger Zeitplan, an dessen Einhaltung angesichts der gut organisierten, logistisch ausgeklügelten, prosperierenden Baustelle keiner der Anwesenden zweifelt.

Allerdings erfordert die Modulbauweise von allen am Projekt Beteiligten eine gewisse Disziplin, wie Projektleiter Marcus Hoffmann betont: "Wichtige Entscheidungen müssen kurzfristig und frühzeitig getroffen werden, denn eine baubegleitende Planung ist beim Modulbau nur begrenzt möglich. Dadurch werden aber auch Mehrkosten vermieden, die beim konventionellen Bauen inzwischen fast zwangsläufig anfallen. Die Umsetzung erfolgt parallel. Das heißt: Während die Fundamente konventionell vor Ort erstellt werden, produzieren wir die einzelnen Raummodule in unseren Werkhallen witterungsunabhängig und unter ständigen Qualitätskontrollen."

Das barrierefreie Gebäude mit Besprechungsräumen und Kantine besteht aus zwei separaten Riegeln, die mit jeweils eigenen Etagenküchen und Sanitärbereichen versehen sind. Der großzügige, mit einer hochwertigen Pfosten-Riegel-Fassade verglaste Eingangsbereich verbindet die beiden Bauteile zentral in der Mitte und sorgt bei Nutzern und Besuchern für Übersichtlichkeit und gute Orientierung. Betreiber und Stadt versprechen sich von dem modernen Gebäude in Alho Modulbauweise vor allem auch Vorteile in puncto Wirtschaftlichkeit und Effizienz. Heizen und Kühlen wird über eine hocheffiziente Wärmepumpe erfolgen, die Stromerzeugung über eine Photovoltaik-Anlage. Nachhaltiger Ressourceneinsatz, intelligente Gebäudetechnik und hohe Flexibilität sowie die Möglichkeit zur späteren Umnutzung führen dazu, dass das Gebäude über den gesamten Lebenszyklus betrachtet circa 12 % günstiger zu realisieren ist als ein vergleichbares, konventionell errichtetes Gebäude.

Mit der freitragenden Stahlskelettstruktur und den nichttragenden Wänden sind Gebäudekomplexe in Modulbauweise sehr flexibel an sich wandelnde Anforderungen anpassbar.

"Mit der freitragenden Stahlskelettstruktur und den nichttragenden Wänden sind Gebäudekomplexe in Modulbauweise sehr flexibel an sich wandelnde Anforderungen anpassbar", erläutert Alho-Geschäftsführer Jörg Löber den anwesenden Journalisten. "Innenwände können versetzt oder geöffnet werden, das Aufstocken - sofern statisch vorgesehen – und Anbauen ist jederzeit möglich. Die ursprüngliche Investition ist daher unabhängig von der mittel- und langfristigen Entwicklung eines Unternehmens gesichert."

Die Alho Systembau GmbH stellt als Generalunternehmer nicht nur die benötigten Module her, sondern sorgt auch bis zur Schlüsselübergabe für einen zeitlich, logistisch und kostentechnisch mustergültig geplanten Bauablauf. "Alho Modulgebäude sind baukonstruktiv und bauphysikalisch ausgereift und energietechnisch optimiert. Sie erfüllen alle bauordnungsrechtlichen Anforderungen sowie DIN-Vorgaben hinsichtlich Brandschutz, Schallschutz und Wärmeschutz. Alho Modulare Gebäude sind konventionell errichteten Bauten absolut gleichgestellt. Das gilt sowohl für Qualität und Werthaltigkeit als auch für die architektonischen Gestaltungsmöglichkeiten", so Bernd Stricker, Leiter der Alho-Niederlassung Rhein-Main.

Das sind für den zufriedenen Bauherrn Gründe genug, bei all seinen Bauvorhaben die Modulbauweise stets als Option mit einzuschließen oder sogar als erste Wahl voranzustellen. Oberbürgermeister Eger freut sich, dass der Caritasverband zeitnah in ein ausreichend großes, funktionales und nachhaltiges Gebäude umziehen und damit seine für die Stadt so wichtige gemeinnützige Arbeit in vollem Umfang am neuen Standort fortsetzen kann.

Angesichts der in ganz Deutschland diskutierten Wohnungsknappheit, die auch vor der attraktiven und lebenswerten Stadt am Rhein nicht Halt macht, stehen derzeit auch Überlegungen an, städtischen Wohnungsbau in Modulbauweise zu errichten. Somit könnte der dreigeschossige Verwaltungsbau Vorreiter für weitere große Modulbau-Projekte in Speyer sein. Alho ist bestens darauf vorbereitet: Gemeinsam mit auf Geschosswohnungsbau spezialisierten Architekten hat das Unternehmen Grundrisse für unterschiedlichste Wohnungstypen entwickelt – von derMicro-Wohnung bis hin zur 4-Zimmer-Familienwohnung. Überall sind zukunftsfähige und effiziente Wohn-Konzepte gefragt. Alho-Modulbauweise kann ihren Beitrag zur Umsetzung leisten und dabei ihre Vorteile gezielt einsetzen: kurze Bauzeit, dauerhafte Flexibilität und die Möglichkeit, nachhaltig, attraktiv und kostengünstig zu bauen.

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