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Schnell und kostensparend

Historische Fahrbahn in Rekordzeit saniert

Bauchemie, Modernisierung und Sanierung, Straßenbau und Verkehrswesen, Brückenbau

Die Neutorbrücke in Ulm ist eine 112 m lange Straßenbrücke zur Querung von Eisenbahngleisen. Sie wurde mit zwei Pylonen und einer eisernen Fachwerkkonstruktion erbaut.

ULM (ABZ). - Sie ist über 100 Jahre alt, 112 m lang mit zwei auf Stampfbeton-Pfeilern stehenden Pylonen und überspannt die Gleise der Eisenbahnstrecken nach Stuttgart und Aalen: die Neutorbrücke in Ulm. Erbaut wurde sie zwischen 1906 und 1907 noch im Auftrag der Königlich Württembergischen Staats-Eisenbahnen mit einer eisernen und genieteten Fachwerkkonstruktion und verbindet heute das Stadtzentrum mit dem Kienlesberg und dem Michelsberg. Neben dem Pkw-Stadtverkehr führen vier Buslinien durch die Neutorstraße, so dass durchschnittlich alle 2,5 min ein Bus die viel befahrene Straßenbrücke überquert. Im vergangenen Jahr standen eine dringende Sanierung der Abdichtung sowie die Erneuerung des Fahrbahnbelags an. Gleichzeitig ließ die Stadt Ulm auch Kanalsanierungen, neue Kanalverlegungen sowie den Neubau von Ver- und Entsorgungsanschlüssen durch die Stadtwerke Ulm/Neu-Ulm durchführen. Damit ließ sich eine vollständige Sperrung der Brücke für 13 Tage nicht vermeiden.

Um die großräumige und kostspielige Umleitung so kurz wie möglich zu halten, sollten die Abdichtungsarbeiten und die Fahrbahnerneuerung in einer kurzen Zeitspanne realisiert werden.

Üblicherweise hätten allein diese Arbeiten eine Gesamtsperrung von rund drei Wochen erfordert. Der Stuttgarter Abdichtungsspezialist Sika Deutschland stellte für dieses Sanierungsprojekt seine neue Sika HANV Rapid-Lösung beim Tiefbauamt der Stadt vor. Sie reduziert den reinen Abdichtungsvorgang auf nur drei Tage und beansprucht somit nur ein Fünftel der üblichen Zeitspanne für diese Arbeiten. Die Stadt Ulm entschied sich für dieses schnelle System und die Ausführung der Arbeiten durch die Leonhard Weiss GmbH Bauunternehmung.

Bauchemie, Modernisierung und Sanierung, Straßenbau und Verkehrswesen, Brückenbau

Nach Abschluss der Vorbereitungsmaßnahmen konnte das Asphalttraggerüst aufgetragen werden.

HANV steht für Hohlraumreiches Asphalttraggerüst mit nachträglicher Verfüllung und basiert auf dem 2K-Reaktionsharz Sika Ergodur-600 und dem modifizierten Heißschmelzklebergranulat Sikalastic-827 HT. Voraussetzung ist eine sorgfältige Untergrundvorbereitung. In den ersten Tagen der Sperrung fräste man zunächst den Asphalt der alten Fahrbahndecke komplett ab, es folgten eine Feinfräsung sowie das Kugelstrahlen der darunter liegenden Betonoberfläche. Damit war die Betonfahrbahntafel bereit für das offenporige Asphalttraggerüst.

Dieses wurde in etwa 2 cm Dicke mit dem niedrigviskosen 2-komponentigen Epoxidharz Sika Ergodur-600 bis zur Sättigung geflutet. Dann streute man sofort das Schmelzklebergranulat Sikalastic-827 HT als Haftvermittler zu den nachfolgenden Asphaltschichten ein. Die schubfeste und formstabile HANV-Abdichtung der gesamten Fahrbahnfläche war so innerhalb eines Tages in einem Arbeitsgang fertiggestellt – am Folgetag konnten bereits die beiden Asphaltschichten eingebaut werden. Der heiße Asphalt der nachfolgenden Schicht aktiviert den Schmelzkleber, wodurch eine starke Verbindung der Asphaltschichten untereinander hergestellt wird. Deutschlandweit ist die Neutorbrücke das zwölfte Bauwerk, das mit diesem neuen Abdichtungssystem von Sika dauerhaft abgedichtet wurde.

Die Verfüllung der Hohlräume des Asphalttraggerüsts mit dem Sika HANV Rapid-System sorgt neben der sicheren Haftvermittlung zum nachfolgenden Gussasphalt oder Walzasphalt insbesondere für eine zuverlässige Abdichtung gegen eindringende Tausalze. Zudem eignet es sich durch die kurzen Sperrzeiten ideal für die schnelle Instandsetzung stark frequentierter Innenstadtpassagen. Außerdem reduziert der Einsatz dieses Abdichtungssystems wettersensible Arbeitsschritte auf der Baustelle, die Stau- und Unfallgefahren im Stadtverkehr sowie die Kosten für mehrwöchige Umleitungen.

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