Schnelleinsatzkran

Reiner Zwei-Strang-Betrieb gilt als Novum

Liebherr Krane und Seilmaschinen
Der auf Knopfdruck schaltbare Feinpositionier-Modus bewirkt die Reduzierung der Seilgeschwindigkeit auf 25 Prozent. Foto: Liebherr

BIBERACH (ABZ). - Mit dem 81 K stellt Liebherr zur bauma (unter anderem in Halle A4, Stand 111 und auf dem Freigelände F8, Stand 803) nach eigenen Angaben einen neuen Schnelleinsatzkran mit höchstem Leistungsstandard und neuem Design vor. Der neue 81 K setzt in seiner Klasse technologisch neue Maßstäbe und bietet viele technische und optische Finessen, heißt es.

Flexibilität und schnelle Verfügbarkeit bei den unterschiedlichsten Einsatzanforderungen kennzeichneten bereits das Vorgängermodell 71 K – mit mehr als 1000 verkauften Einheiten der meist nachgefragte Kran in diesem Segment. Basierend auf diesem erfolgreichen Konzept verkörpert der neue Liebherr-Schnelleinsatzkran 81 K eine Vielzahl optimierter und weiterentwickelter Funktionen. Der 81 K weist eine im Vergleich zu seinem Vorgänger deutlich verbesserte Traglastkurve mit über 25 Prozent mehr Traglast an der Spitze auf. Sein ausgereifter Einsatznutzen spiegelt sich sowohl in der leichten Bedien- und Montierbarkeit als auch in der großen Anpassungsfähigkeit wider.

Als Novum bietet der 81 K erstmals in seiner Kranklasse den reinen Zwei-Strang-Betrieb. Damit wird ein neuer Leistungsstandard in diesem Kransegement definiert. Da alle anfallenden Lasten im Zwei-Strang-Betrieb gefahren werden, entfällt Umscheren. Der 81 K kann mit der maximal möglichen Geschwindigkeit betrieben werden, die maximal mögliche Last heben oder auch hohe Leerhakengeschwindigkeiten erzielen. Die Transportmaße des neuen 81 K weichen kaum vom Vorgängermodell 71 K ab. Damit ist auch dieses Gerät im Transportzustand kompakt und wendig. Für die Beförderung des Schnelleinsatzkranes können Liebherr-Transportachsen eingesetzt werden. Wie bei allen anderen Modellen der Baureihe gilt dabei die allgemeine Betriebserlaubnis (ABE).

Der 81 K lässt sich in engste Baustellen rangieren und kann aufgrund der konstruktiven Auslegung des Oberwagens nahe an Gebäuden montiert werden. Der Drehradius wurde optimiert und beträgt 2,75 m. Die 2,4 m langen, kletterbaren Turmstücke können quer auf dem Lkw liegend transportiert werden.

Die Montage des Schnelleinsatzkrans 81K erfolgt ausgesprochen sicher und einfach, heißt es von Unternehmensseite. Mit einem durchlaufenden Montageseil wird der Turm aufgerichtet und teleskopiert. Unterstützt wird das Montagehandling durch die halbautomatische Verriegelung zwischen Turm und Drehbühne mittels Quick-Connection sowie durch die Ausleger-Abspannstangen. Auch die Trennung von Hub- und Montagewinde erleichtert die Kranmontage. Mit der halbautomatischen Ballastiereinrichtung in Verbindung mit der Anschlagzentrierung kann der 81 K effizient ballastiert werden. Da jeweils zwei Ballastplatten über Verschraubungen koppelbar sind, werden lediglich acht Hübe benötigt, um den Ballast zu setzen und den Kran damit einsatzbereit zu machen. Das Skalieren des Krans wird durch das neue Grafikdisplay vereinfacht und kann so schneller durchgeführt werden. Im Kranbetrieb werden alle Statusinformationen übersichtlich mit Piktogrammen auf dem Display dargestellt.

Mit elf variablen Hakenhöhen ist der 81K sehr anpassungsfähig. Als Einsatzvarianten ohne das Einklettern weiterer Turmstücke stehen neben der serienmäßigen Grundhakenhöhe von 26,0 m, vier weitere Zwischenhakenhöhen sowie die 30-Grad-Ausleger-Steilstellung und eine 45-Grad-Ausleger-Ausweichstellung zur Verfügung. Durch Einklettern von weiteren Turmstücken können sechs zusätzliche Hakenhöhen bis über 40 m mit horizontalem Ausleger realisiert werden. Auch dies ist einzigartig in dieser Kranklasse. Die Turmstücke sind voll kompatibel zum Vorgängermodell, deshalb können 71 K-Turmstücke ohne Einschränkung verwendet werden. Mit Antriebs- und Steuerungstechnologien die bisher nur bei Obendreher-Modellen eingesetzt wurden definiert der 81 K einen neuen Standard für Untendreherkrane. Zum sicheren Lastenumschlag tragen die stufenlosen Antriebe aus dem eigenen Kompetenzzentrum für Antriebstechnologie bei.

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