Schutzrohrsystem

Rehau will neue Maßstäbe für die Erdverkabelung setzen

Rehau (ABZ). – Ob für den Transport der Energie aus Offshore-Windparks im Norden oder zur Übertragung und Verteilung am Land, in einer Vielzahl von Anwendungsfällen werden Hoch- und Höchstspannungsnetze benötigt. Diese können entweder als Freileitung oder unterirdisch durch Erdkabel erfolgen. Wird eine Stromtrasse teilweise oder über die gesamte Länge mit Erdkabeln realisiert, werden diese in der Regel in Schutzrohren verlegt, um einen schnelleren Baufortschritt (nur begrenzte offene Grabenhaltung), einen zusätzlichen Schutz der Kabel und deren Austauschbarkeit ohne Erdarbeiten zu gewährleisten.
Rehau Rohr- und Leitungsbau
Stahlkonstruktion Piloterdkabeltrasse Raesfeld (Übertragungsnetzbetreiber Amprion). Foto: Amprion Erdkabel-Pilotbaustelle Raesfeld

Dabei benötigen die teuren und sensiblen Höchstspannungskabel besonderen Schutz. Das Schutzrohr-System Rauguard HV von Rehau wurde speziell für die hohen Anforderungen bei der Hoch- und Höchstspannungserdverkabelung (Temperaturentwicklung, Kabelgewicht, Einzugslängen) entwickelt und setzt damit laut Rehau neue Maßstäbe für Schutzrohre in der Erdverkabelung. Durch das mechanisch und thermisch hoch belastbare PP-HM Material erhält man sehr robuste, langlebige und sichere Rohrsysteme. Da die benötigte Ringsteifigkeit bereits mit geringeren Wandstärken erreicht wird, verbessert sich die Wärmeableitung an den umgebenden Boden.

Die Verlegung der Rauguard-HV-Rohre kann sowohl im offenen Graben als auch grabenlos, wie zum Beispiel im HDD-Spülbohrverfahren erfolgen. Bei der offenen Grabenverlegung sorgen Doppelsteckmuffen mit Safety-Lock-Dichtung für eine schnelle und dauerhaft dichte Bindung. Die Doppelsteckmuffen sind so ausgeführt, dass ein Kabeleinzug von beiden Seiten möglich ist. Für die grabenlose Verlegung (HDD-Spülbohrverfahren) werden Rauguard-HV-Rohre mit größeren Wandstärken in glattendiger Ausführung zum Stumpfschweißen empfohlen.

Diese bieten eine optimierte Zug- und Beulfestigkeit und sind im Vergleich zu Rohren aus PE mit reduziertem Zeitaufwand stumpfschweißbar. Die Wandstärkenbemessung erfolgt jeweils projektbezogen. Die speziell für diese Anwendung entwickelte reibungsarme und abriebfeste Innenschicht ("Teflon-Effekt") gewährleistet einen problemlosen und schonenden Kabeleinzug bei großen Einzugslängen und Trassen mit vielen Richtungsänderungen. Dies ist insbesondere bei den anstehenden HGÜ-Trassen quer durch Deutschland von großer Bedeutung. Da durch die größeren Einzugslängen die Anzahl der Muffenstellen reduziert und somit die Ausfallwahrscheinlichkeit der HGÜ-Verbindung erheblich reduziert werden kann.

Rauguard-HV-Schutzrohre sind Vollwandrohre aus 100 % Neumaterial ohne Füllstoffe und deshalb vollständig recycelbar. Durch die Lebensdauer von größer 100 Jahren kann eine mit Rauguard HV erstellte Stromtrasse auch mehrmals mit neuen Kabeln belegt werden und stellt somit ein werthaltiges Asset der Netzbetreiber dar und vermeidet erneute Tiefbauarbeiten für den zukünftigen Kabelaus-tausch, was wiederum Energie- und Ressourcen schont.

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