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Seminar- und Konferenzräume verkleidet

Messehalle überzeugt mit guter Akustik

Der Eingang Süd und die Messehalle 1 der Düsseldorfer Messe sind neu gebaut worden. Der Entwurf dazu stammt von dem Düsseldorfer Büro slapa oberholz pszczulny architekten.

Düsseldorf (sow). – Bis 2030 will die Messe Düsseldorf gemäß des Masterplans "Messe Düsseldorf 2030" ihr Gelände modernisieren. Zentrale Aspekte dieses Plans sind eine multifunktionale Nutzbarkeit und mehr Raum für Konferenzen und Kongresse. Dieser Plan war im Jahr 2000 gestartet, und bis zum Herbst 2016 waren bereits elf der 19 Hallen neu errichtet oder komplett renoviert. Vergangenes Jahr sind auch der Eingang Süd und die Messehalle 1 neu gebaut worden. Der Entwurf dazu stammt vom Düsseldorfer Büro slapa oberholz pszczulny architekten.

Am neuen Eingang Süd heißt nun ein 7800 m² großes und etwa 20 m hohes, 170 m langes und 93 m breites transluzentes beleuchtetes Vordach die Besucher willkommen. Auf mehr als 2000 m² Fläche ist hier Platz für Services wie Kassen oder Garderoben. Im ersten Obergeschoss schiebt sich ein verglaster Konferenzraum in das Foyer.

Auf ganzer Breite schließt die neue Halle 1 an das Eingangsfoyer an. Sie ist 158 m lang, 77 m breit und hat mehr als 12 000 m² Fläche. Sie wird über sieben Tore erschlossen. Für Fußgänger ist die Halle über eine Brücke im ersten Obergeschoss mit dem CCD Süd verbunden. Neben der Anbindung an die Hallen 3 und 4 führt eine Magistrale vom Südeingang auf das übrige Messegelände. Im ersten Obergeschoss der Halle gibt es sechs Konferenzräume mit 200 m² für jeweils 198 Personen. Alle Räume können in der Mitte geteilt werden. Die Halle selbst kann – außerhalb von Messezeiten – ebenfalls für Veranstaltungen genutzt werden.

Oberhalb der Ausstellungsfläche erblicken die Besucher im ersten Obergeschoss ästhetische Wand- und Deckenverkleidungen von BER aus nachhaltiger Holzproduktion mit optimalen Akustik- und Brandschutzeigenschaften.

Während der Planungsphase für die Messehalle 1 mit dem darin integrierten Konferenzbereich hatten sich die Architekten an das Hövelhofer Unternehmen BER Deckensysteme gewandt, da sie Akustik- und Brandschutzlösungen für die sechs Seminar- und Konferenzräume im zum Atrium auskragenden ersten Obergeschoss und für die wichtigen Fluchtwege suchten. In Zusammenarbeit mit dem Architekturbüro wurden dafür Verbundverkleidungen aus PEFC-zertifizierter Furnier-Eiche gewählt. Alle Verkleidungen haben eine Schallabsorption nach DIN EN ISO 354:2005 und sind somit für unterschiedliche Kommunikationsräume und größere Menschenmengen geeignet. Die Verbundsysteme von BER gewährleisten auf einer Fläche von annähernd 4000 m² eine steuerbare und individuelle Akustik, teilt BER dazu mit. Gleichzeitig verhindern die Produkte, dass Schall aus der Atriumhalle mit der Ausstellungsfläche eindringt. Die Teilnehmer von Konferenzen können daher abseits des Messetrubels ungestört miteinander kommunizieren.

Zusätzlich sind die BER-Produkte in den Konferenzräumen entsprechend den Bauvorschriften nach DIN EN 13501-1 zertifiziert. Sie haben das Attribut "schwer entflammbar". Die Akustikverkleidungen in den Flucht- und Flurbereichen sind sogar nach DIN 4102 geprüft und als Baustoffklasse A2 "nicht brennbar" zertifiziert. Damit können sie in allen öffentlichen Gebäuden eingesetzt werden. "Die Produkte von BER verkleiden diese Schutzeigenschaften in einem eleganten Holzdesign", beschreibt der Hersteller. Für einen hellen und warmen Holzton hätten die Produkte einen Weißanteil von 4 %. Der auch als Flucht- und Rettungsweg konzipierte Flur zwischen den Seminareinheiten oder ins Freie wird durch den gleichmäßigen Lochanteil in der Verkleidung horizontal gegliedert.

"Mit dem Ergebnis der hochwertigen Raumverkleidung sind wir sehr zufrieden", so Jörg Bredenbröcker, Projektleiter und Assoziierter bei sop architekten. Die in den Konferenzflächen der Neuen Messe Süd eingesetzten Wandverkleidungen würden sowohl die genauen ästhetischen Vorgaben als auch die akustischen und brandschutztechnischen Anforderungen erfüllen. Auch Nachhaltigkeit war ein Aspekt bei der Auswahl des Produkts gewesen.

Dieser Artikel erschien in der Ausgabe Allgemeine Bauzeitung 38/2020.

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