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Seminare

Fachfrau für das Gerüstbauer-Handwerk werden

Köln (ABZ). – Eine Seminarreihe speziell für Frauen im Gerüstbauer-Handwerk veranstaltet die Bundesinnung für das Gerüstbauer-Handwerk seit 2011. Das Programm richte sich zum Beispiel an mitarbeitende Partnerinnen, Unternehmerinnen, Personalleiterinnen, Mitarbeiterinnen mit gehobener Verantwortung und die "rechte Hand des Chefs", erläutert die Innung. Sie will zum Beispiel Frauen unterstützen, die durch den Quereinstieg in den Büroalltag oder die Unternehmensführung "hineingerutscht" sind.

Die Fortbildung soll Hilfestellung bieten und die Stellung im Unternehmen stärken. Die Seminarreihe wird jedes Jahr exklusiv für Mitgliedsunternehmen der Bundesinnung beziehungsweise des Bundesverbands Gerüstbau angeboten und gliedert sich in sechs Module, die grundlegende Themen im Büroalltag behandeln. Im Modul 1 geht es um Büroorganisation und Marketing, in Modul 2 um den Erhalt der Leistungsfähigkeit im Führungsalltag. Baurecht und Vertragsabwicklung sind Themen des dritten Moduls. Um Sozialkassenverfahren und Arbeitsrecht geht es im vierten Modul. Im fünften Modul lernen die Teilnehmerinnen Betriebswirtschaft und im Modul 6 geht es um Gerüstbau-Technik. Seit 2011 gibt es das Fortbildungsprogramm für die Fachfrauen im Gerüstbauer-Handwerk. Die Seminarreihe wurde auf Basis vieler Anregungen von Mitgliederfrauen entwickelt, schreiben Geschäftsführerin Sabrina Luther und Veranstaltungsmanagerin Christiane Fröhlich in einem Vorwort des Programmheftes.

Die Seminarreihe wird fortlaufend angeboten. Jede Teilnehmerin kann einen individuellen Zeitplan für die sechs Module erstellen. Nach Teilnahme an allen Modulen können sich die Frauen "Fachfrau für das Gerüstbauer-Handwerk" nennen. Die Module können aber auch einzeln und zur gezielten oder vertiefenden Weiterbildung genutzt werden. Die Innung wünscht sich, dass die Teilnehmerinnen ein Netzwerk bilden und sich austauschen. Dies werde durch Zusatzseminare wie dem "Praxisseminar Gerüstbau" unterstützt, heißt es in einer Ankündigung. Neu sei in diesem Jahr ein Workshop zu "Grundlagen der Lohn- und Gehaltsabrechnung im Gerüstbau". In dem nächsten Termin der Seminarreihe geht es am 29. November in Bremen um "Basics des Baurechts" wie Ausschreibung, Gerüstbauvertrag und Nachträge. Es vermittelt Teilnehmerinnen juristisches "Rüstzeug" zur Bewältigung von Alltagsproblemen in der Vertragsabwicklung. Fallstricke bei dieser werden aufgegriffen und es werden gemeinsam Lösungsansätze entwickelt. Neben Grundsätzen der öffentlichen Vergabe nach VOB/A und der Abwicklung des Gerüstbauvertrages nach BGB und VOB wird das Nachtragsmanagement thematisiert. Die Referenten Rechtsanwältin Laura Wegewitz und Rechtsanwalt Tobias Barth werden Fragen wie: "Wie fülle ich Verdingungsunterlagen richtig aus? Welche Vorteile hat die VOB? Was setzt eine Nachtragsforderung voraus? Welche Druckmittel habe ich, um meine eigenen Ansprüche zu stärken?" anhand von Praxisbeispielen beantworten. Anmeldeschluss für dieses Seminar ist der 24. Oktober. Am 6. und 7. Dezember geht es in Siegburg in einem Seminar um das Thema "Leistungsfähigkeit im Führungsalltag bewahren". Dies soll das persönliche, individuellen "Standing" der Teilnehmerinnen in problematischen Situationen und gegenüber problematischen Personen verbessern. Referentin Dr. Susanne Dietz will dies durch Diskussionen, Fallbeispiele, praktische Übungen und Anregungen erreichen. Unter anderem geht es dabei um eine professionelle Kommunikation mit schwierigen Gesprächspartnern, um Selbst- und Mitarbeiterführung, um den Umgang mit Belastungsspitzen und die Vermeidung von dauerhaften Belastungsphasen.

Weitere Seminare und mehr Informationen dazu, unter anderem den Anmeldeschluss, finden Interessierte im aktuellen Seminarheft. Dieses können sie von der Internetseite www.geruestbauhandwerk.de/leistungen/seminare-und-... herunterladen. Fragen können interessierte Frauen an Christiane Fröhlich, Mailadresse: c.froehlich@geruestbauhandwerk.de, senden.

Dieser Artikel erschien in der Ausgabe Allgemeine Bauzeitung 40/2019.

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