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Soka-Bau

Vorerst keine Anzeichen für Stellenabbau in Bauwirtschaft

Wiesbaden (ABZ). – Die Sozialkasse der Bauwirtschaft (Soka-Bau) sieht derzeit keine Anzeichen für einen geplanten Stellenabbau in der Bauwirtschaft. Zwar habe die Corona-Pandemie die Gesamtwirtschaft in Deutschland zum Teil stark geschädigt. Die Bauwirtschaft sei davon jedoch nur vergleichsweise leicht betroffen.

Umfragedaten deuten darauf hin, dass sich die deutsche Wirtschaft seit dem Ausbruch der Pandemie in der Rezession befindet. Die Daten zeigen allerdings auch, dass die Bauwirtschaft von der Pandemie bisher nur leicht betroffen war. So lag die Produktion im Bauhauptgewerbe im April lediglich 2 Prozent unter dem Niveau im Februar und ist in dem betreffenden Monat kaum noch gesunken. Laut monatlicher Umfrage des ifo-Instituts liegt zwar mittlerweile auch der Teilindex für das Bauhauptgewerbe im negativen Bereich. Ein genauerer Blick zeigt allerdings, dass es bisher allein die Erwartungen der Baubetriebe sind, die negativ ausgeprägt sind. So rechnet (netto) rund ein Drittel der befragten Betriebe mit einer Verschlechterung ihrer Lage in den nächsten sechs Monaten. Damit haben sich die Erwartungen aber jüngst zumindest von ihrem Allzeittief wieder erholt. Die Details der Umfrage deuten darauf hin, dass die Baubetriebe immer noch über ein relativ großes Auftragspolster verfügen.

Die schlechtere Einschätzung der Zukunftsaussichten hat laut Geschäftsklimaindex bisher noch nicht zu grundsätzlichen Änderungen der Personalplanungen geführt. So rechnet immer noch eine kleine Mehrheit der Betriebe (netto 6 Prozent) mit einer Aufstockung der Belegschaft in den kommenden drei Monaten und damit sogar mit etwas mehr als im April. Dies passt auch zu den Ergebnissen der quartalsmäßigen Sonderumfrage nach Produktionsbehinderungen. Darin berichten immerhin 19 Prozent der befragten Betriebe davon, dass nach wie vor Abwerbungen von Arbeitskräften ein Problem darstellen. Der Anteil liegt damit zwar etwas unter den Werten aus den Vorquartalen, aber immer noch deutlich über dem langjährigen Durchschnitt.

Weitere Hinweise auf die Personalplanungen der Betriebe ergeben sich durch die monatlichen Meldungen an die Soka-Bau. So kann die Zahl der neuen Ausbildungsverträge Aufschluss über die Personalplanungen geben. In den Monaten März bis Mai wurden bei Soka-Bau aber knapp 2 Prozent mehr neue Ausbildungsverträge erfasst als im Vorjahr. Eine echte Aussagekraft haben hier sicherlich aber erst die mengenmäßig deutlich stärkeren Sommermonate.

Eine von der Soka-Bau im vergangenen Monat durchgeführte Umfrage unter Ausbildungsbetrieben zeigt, dass die ganz große Mehrheit der Betriebe (86 Prozent) auch in diesem Jahr ausbilden will. Bei denen, die dies in diesem Jahr nicht wollen, spielt die Corona-Krise so gut wie gar keine Rolle, lediglich 10 Prozent der nicht-ausbildenden Betriebe sagen, dass sich ihre Entscheidung durch die Corona-Krise geändert habe.

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