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Solarkraft nutzen

Energie gewinnen mit Klinkersteinen

Hagemeister, Baustoffe, Klinker, BAU München

Fast wie in New York fühlt man sich dank des Wohnturms "900 Mahler im neuen Geschäftszentrum von Amsterdam-Zuidas. Das Hochhaus ist eine Hommage an die imposanten Wolkenkratzer des "Big Apple" der 20er- und 30er-Jahre. Mit seiner sorgfältig komponierten und detailreich gestalteten Klinkerfassade setzt das 22-geschossige Gebäude starke vertikale Akzente. Eigens für dieses Projekt entwickelte das Nottulner Klinkerwerk Hagemeister mit dem planenden Architekturbüro Inbo aus Amsterdam die dunkle Objektsortierung "Ruhrerde". Der dunkle Original-Kohlebrandklinker zeigt zahlreiche Nuancen, von verschiedenen Brauntönen bis hin zu beinahe Anthrazit. In seiner Farbigkeit und Oberflächenstruktur wirkt er dynamisch und taktil. "Der Klinker ist entscheidend für die Erscheinung, Ausstrahlung und Atmosphäre des Gebäudes", sagt Inbo-Projektarchitekt Rik Bakker. "Wir wollten eine besonders massive und gleichzeitig lebendige Wirkung erzielen."

Nottuln (ABZ). – Die Kraft der Sonne nutzen, ganz einfach über die Hauswand – wie das funktionieren kann, will das Nottulner Klinkerwerk Hagemeister auf der Bau 2017 zeigen und die Messe nutzen dem öffentlichen Publikum erstmals seinen Energieklinker vorzustellen, der gemeinsam mit der FH Münster entwickelt worden ist. Mit diesem Klinker wird es demnächst möglich sein, die Energie der Sonne teilweise für die hausinterne Wärmepumpe und die Warmwassererwärmung zu nutzen.

Am Stand 312 in Halle A3 werden Besucher außerdem die neuen Sortierungen des Hagemeister-Portfolios kennenlernen: Während "Leeds" und "Wales" den Bereich der Brauntöne erweitern, erinnern "Wilhelmshaven" und "Büsum" mit ihren rot-blau-bunten Schattierungen an alte Friesenhäuser. Hinzu kommen weitere nordische Sortierungen im Langformat, die die hellen Farben der Sandstrände und Klippen aufgreifen. Vom 16. bis 21. Januar 2017 können Interessierte sich selbst ein Bild von der Gestaltungs- und Farbvielfalt des Hagemeister Klinkers machen.

Mit dem Energieklinker setzt Hagemeister seinen stetigen Weg der Produktinnovation fort. Gemeinsam mit der FH Münster ist ein Energieklinker entwickelt worden, der Bauherren die Möglichkeit gibt, zusätzlich zu den bereits vorhandenen Techniken Photovoltaik und Erdwärme, Energie zu gewinnen und damit Kosten einzusparen. In den Klinkern wird bei der Verarbeitung ein dünnes Rohr verrlegt, in dem eine Flüssigkeit zirkuliert, die von einem Kühlaggregat heruntergekühlt wird. Einmal an der Fassade verlegt, macht sich der Klinker die Sonneneinstrahlung zunutze: Diese trifft auf die Oberfläche und wird in thermische Energie umgewandelt.

Hagemeister, Baustoffe, Klinker, BAU München

Die Langformate der Sortierungen "Langeland", "Österund" und "Farsund" entfalten ihre Wirkung vor allem bei kubusförmigen Gebäuden.

Ein Teil dieser Energie wird wieder an die Umgebung abgegeben, ein anderer führt zur Erwärmung des Klinkers, wird über die Rohre abgeleitet und anschließend der Wärmepumpe zugeführt.

Im Vergleich zu bereits etablierten Techniken sei das System einfacher zu verarbeiten, mit geringerem Kapitalaufwand verbunden, fast vollständig wartungsfrei und verursache keine Folgekosten für Reinigung oder ähnliches, so der Hersteller. "Mit dem Energieklinker gehen wir einen weiteren nachhaltigen Weg", erklärt Geschäftsführer Christian Hagemeister. "Die Nachfrage nach der Beständigkeit eines Produktes ist für Bauherren wichtiger denn je, denn am Ende sorgt sie für niedrigere laufende Kosten."

Große Mustertafeln und Pflasterflächen sind ein weiterer Hingucker am Hagemeister-Stand. Das traditionsreiche Klinkerwerk präsentiert auf 110 m² sein volles Produktspektrum: Meterhohe Klinkerwände vermitteln den Eindruck einer Hauswand, damit Besucher die verschiedenen Schattierungen und Oberflächen begutachten können. In Bodennähe warten großformatige Pflasterflächen, wie sie z. B. in Gartenanlagen oder öffentlichen Räumen zu finden sind.

Hagemeister, Baustoffe, Klinker, BAU München

Ein dünnes Rohr zieht sich durch die Energieklinker-Fassade. Eine spezielle Flüssigkeit sammelt die Wärme, die sich in der Mauer sammelt und gibt sie an die hausinterne Wärmepumpe weiter.

Mit neuen Sortierungen geht Hagemeister auf die individuellen Wünsche seiner Kunden ein: Die Sortierungen "Leeds" und "Wales sorgen mit ihren erdigen Tönen für Ursprünglichkeit. "Leeds" ist dabei eine Hommage an die Landschaft rund um die britische Stadt Leeds, in der sich Täler aus Sand- und Tonschichten mit bewaldeten Hügeln abwechseln, in denen noch heute Schiefer zu finden ist. Diese Reminiszenz schlägt sich in der gräulichen Schiefer-Schattierung von "Leeds" nieder, die teils matte, teils reflektierende Partien besitzt. Die Fassade wird so dreidimensional erlebbar. Bei der Sortierung "Wales" überwiegt die farbliche Ausgeglichenheit: Erdige, miteinander verwandte Töne gehen sanft ineinander über und verschmelzen zu einem ruhigen Bild – so wirkt die Sortierung sofort bekannt und vertraut. Von Nahem präsentieren sich raue, haptisch ansprechende Tonverwerfungen, die an die Moore und Gebirge der britischen Region Wales erinnern.

Im rot- bzw. rot-blau-bunten Bereich zeigen sich die neuen Sortierungen "Büsum" und "Wilhelmshaven." In der Tradition der beliebten Sortierung "Friesland" kommen auch die Neuheiten mit einem friesischen Charme daher. Die Oberfläche erinnert an das raue Wattenmeer und die Fassaden alter Friesenhäuser. Neues Langformat – nordisch angehaucht Ebenfalls nordisch angehaucht ist die Sortierung "Langeland", die im Langformat gearbeitet ist. Farblich ähnelt sie den weißlich-gräulichen Sandstränden auf der gleichnamigen dänischen Insel. Ihre leichte Brandzeichnung erzeugt eine ruhige und angenehme Wirkung, die ein Gebäude zwar hell, aber nicht aufdringlich erscheinen lässt. Die Einsatzmöglichkeiten der verschiedenen Produkte werden auf der Bau von Experten präsentiert, die auch die ökologischen Aspekte des Bauens mit Klinker im Auge haben.

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