Spezial-Tiefenlüfter

Bei hartem Boden gilt Pflegestufe Rot

Wiedenmann GaLaBau
Die Stadt Tampere betreibt den Spezial-Tiefenlüfter Terra Spike XP8 u. a. an Valtra-Traktoren: Alternativ zum Heckdreipunkt ist er auch als gezogene Version erhältlich. Foto: Wiedenmann

Rammingen (ABZ). – Flächenleistung, Robustheit und Eindringtiefe: Diesedrei Merkmale beschreiben Wiedenmanns Tiefenlüfter Terra Spike XP8 für die Rasenpflege recht treffend. Konzipiert ist das Spezialgerät für Betriebe, die anspruchsvolle Böden bearbeiten. Der Her-steller lieferte ein Exemplar jüngst sogar bis nach Finnland. In Tampere, der mit 220.000 Einwohnern drittgrößten Stadt des Landes, sah sich das Grünflächenamt vor der Aufgabe, eine neue Maschine zum Tiefenbelüften und zum Beseitigen von Grasverdichtungen anzuschaffen. Sie sollte von rd. 60 Mitarbeitern in den kommunalen Sportanlagen eingesetzt werden.

Ein gewisser Anspruch für die 15 Fußballplätze war gegeben: Der lokale Club "Tampere United" ist mehrfacher Sieger in Finnlands höchster Spielklasse - das verpflichtet. "Die Rasenflächen werden häufig genutzt und sollen sich schnell regenerieren", teilte Teemu Häkkinen, Rasenspezialist bei NH-Koneet, mit. "Da konnten wir keine Einsteigergeräte anbieten". Der Mehrmarken-Händler weiß um die erschwerten Bedingungen: "Hier sind Temperaturen von 30 °C im Sommer bis –30 °C im Winter möglich". Diese Bandbreite habe Auswirkungen sowohl auf die Rasenpflanze als auch die Bodenbeschaffenheit. "Das bedeutet Pflegestufe Rot fürs Tiefenbelüften – mit herkömmlichem Gerät kommt man da auf Dauer nicht weit", so Häkkinen. Nach umfangreichem Gerätevergleich entschied sich Tampere für die XP8 von Wiedenmann. Dieser Maschinentyp gehört zur Terra-Spike-Baureihe. Mit ihrer Technologie belegt das schwäbische Unternehmen weltweit Spitzenplätze. Montiert wird die XP8 am Heckdreipunkt von Kompakttraktoren oder auf Fahrwagen als Nachläufer. Indes, in Tampere spielt der Boden eine entscheidende Rolle. Denn das vielerorts komprimierte Erdreich erschwert das Wurzelwachstum und den Durchfluss des Regenwassers in tiefere Bodenschichten. Die Niederschlagsmengen liegen in etwa auf deutschemNiveau. Für solche Szenarien ist diese Maschine konzipiert worden. Sie verfügt über eine Arbeitsbreite von 210 cm. Mit Vollzinken ("Spoons"), die es in mehreren Ø von 5 bis 25 mm gibt, sticht sie bis zu 40 cm tiefe Luftkanäle in den Boden. Üblich sind Eindringtiefen von etwa 20 cm. Werden Vollspoons mit 20 mm Ø im quadratischen Lochabstand von 130 mm gewählt, so schafft die Maschine 3063 m²/h. Der Boden wird dabei mit 59 Löchern/m² gelockert. Und das ist erst der Anfang: Auf 236 Löcher/m² lässt sich die Leistung steigern, wenn ein Lochabstand von 65 mm gewählt wird. Zur Verdeutlichung: Danach durchziehen Kanäle von real etwa 90 m Gesamtlänge jeden einzelnen Quadratmeter. "So bietet sich Wurzeln, Wasser, Mikroorganismen und Nährstoffen ein optimaler Entfaltungsraum". Mehr könne man kaum erreichen. Dass das überhaupt möglich sei, gelte als gro-ße Leistung: "Die stark beanspruchte Mechanik fordert die Ingenieure heraus", so Häkkinen.

Der Hersteller hat sich daher einiges einfallen lassen, damit die XP8 diesem Belastungsmarathon standhält. Z. B. ein ausgeklügeltes Dämpfungssystem: Trifft ein Zinken auf ein Hindernis im Boden, so wird der Schlag nahezu vollständig absorbiert, bevor er sich auf Anbaugerät, Traktor und Fahrer übertragen kann. Diese Technologie hat Wiedenmann derart perfektioniert, dass sie auch in anderen Maschinenserien eingebaut wird.

Beim Tiefenlüften harter Böden bis40 cm unter Null geht es auch gar nicht anders: "Je weiter man rein sticht, umso häufiger stoßen die Zinken auf dicke Steine oder kompaktes Erdreich". Überhaupt stand der Anwender bei der Einwicklung der XP8 stets mit im Fokus: Bemerkenswert schnell und einfach lassen sich etwa Anstellwinkel, Eindringtiefe und Lochabstand ändern, die Zinken wechseln oder die Maschine säubern und warten.

Der zuvor verwendeten Lösung eines anderen Markenherstellers trauert Tampere nicht nach. Auch, weil es für die XP8 ein umfangreiches Zubehörprogramm gibt, darunter Multizinkenträger, Schwadbleche, Bürstenwalzen usw. "Tampere ist jetzt auch für künftige Anforderungen gut gewappnet", betont Häkkinen. Die Entscheidung sei dem Kunden nicht zuletzt auch deshalb leicht gefallen, weil man bereits gute Erfahrungen mit einer anderen Maschine des Herstellers gemacht habe.

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