Anzeige

Sprengung Kraftwerk Knepper

Übrig bleiben 9500 Tonnen Stahlschrott

Bei der zweiten Sprengung kamen Kühlturm und Schornstein zu Fall.

Dortmund (ABZ). – Am 17. Februar wurde das Kesselhaus des Krafwerkes Knepper mit angrenzendem Treppenhaus/Fahrstuhlschacht gesprengt. Das teilt die Unternehmensgruppe Hagedorn mit, die das Grundstück 2017 erworben hatte. Rd. 8 kg gelatinöser Sprengstoff und eine geringe Menge plastifizierter Sprengstoff haben bei der Sprengung den Angaben zufolge bis zu 63 mm Stahldicke durchtrennt. So lag nach 4 Sek. das Gebäude passgenau in dem dafür vorbereiteten Fallbett. Übrig bleiben 9500 t Stahlschrott. Um diese Präzision zu erreichen, wurden im Vorfeld einige Probesprengungen zu Messzwecken durchgeführt. Bei der zweiten Sprengung kamen Kühlturm und Schornstein zu Fall. Dank rd. 60 kg gelatinösem Sprengstoff, der in rd. 900 Bohrlöchern versenkt wurde und mit Unterstützung von Kippgelenken zur Richtungspräzision, lag der Schornstein nach gut 12 Sek. genau an der dafür vorgesehenen Stelle am Boden.

Der Kühlturm wurde mit rd. 150 kg Sprengstoff, verteilt auf gut 600 Bohrlöcher, zu Fall gebracht und lag bereits nach 3 Sek. am Boden. Hier kommen mit beiden Gebäuden gut 19 000 t Stahlschott/Bauschutt zusammen. Der Rückbau der gesprengten Objekte wird dem Unternehmen zufolge über drei Monate andauern. Dazu werden gut 30 Großgeräte und ungefähr 60 Mann im Einsatz sein. Das mineralische Abrissmaterial, welches den Großteil ausmacht, verbleibt direkt auf dem Gelände und wird für die Nachnutzung verwendet. Die übrigen Materialien werden der Prozesskette wieder zugeführt. Unter der Einbeziehung von Statikern, Gutachtern und Sachverständigen von Polizei, Feuerwehr und THW gingen der Sprengung in den letzten Monaten umfassende Sicherheitsplanungen voraus. Mit der Sprengung beauftragt wurde die Deutsche Sprengunion – ein Unternehmen der Hagedorn-Gruppe. Der Sprengmeister André Schewcow (39) ist nach eigener Aussage zufrieden und blickt bereits mit Spannung auf die nächsten Projekte der Deutschen Sprengunion

Nach erfolgter Sanierung und Revitalisierung sollen die Flächen durch renommierte Projektentwickler, den Industrieimmobilien-Konzern Segro, vermarktet und an neue Eigentümer übergeben werden. Das neue Nutzungskonzept sieht auf der Fläche einen Logistik- und Gewerbepark vor. Es werden bis zu 3500 neue Arbeitsplätze entstehen.

https://jobs-in-gruen-und-bau.de/index.php?id=123&tx_patzerboerse_paboeplugin[unterthemen]=201++168&no_cache=1

Dieser Artikel erschien in der Ausgabe Allgemeine Bauzeitung 11/2019.

Anzeige

Weitere Artikel