Anzeige

Stabiles Gerüst für künftiges Wachstum

Produktionshalle für Bio-Verpackungen entsteht

3-D-Visualisierung der künftigen Bio-Lutions Produktionsstätte in Schwedt/Oder.

Schwedt (ABZ). – Das Unternehmen Bio-Lutions stellt unter anderem Einweggeschirr und Verpackungen aus Agrarresten her, die weder als Nahrung noch für die Energiegewinnung genutzt werden. Die Produkte können vollständig kompostiert werden. Hintergrund dafür ist, dass Mitte kommenden Jahres eine EU-Verordnung in Kraft tritt, die es verbietet, Einweg-Besteck und Einweg-Geschirr aus Plastik zu nutzen. Bis dahin will Bio-Lutions Produkte aus Schwedt liefern können.

Aktuell entsteht dort eine Produktionsstätte, in der Bio-Lutions dann für den europäischen Markt produzieren wird. Konzept, Planung und Ausführung des mehrere Bauabschnitte umfassenden Projekts liegen in den Händen von Freyler Industriebau Berlin/ eeBrandenburg. "Der Zeitplan ist eng gesteckt", erklärt Eduardo Gordillo, Firmengründer von Bio-Lutions. Die erste, etwa 1830 m² große Produktionshalle soll im Frühjahr 2021 fertig sein.

Sie wird durch ihr Stahl-Tragwerk eine Spannweite von 27 m besitzen. Innenliegende Sandwichpaneel-Wände unterteilen sie in drei Bereiche. Etwa 40 Mitarbeiter sollen hier arbeiten. Weitere Bauabschnitte werden folgen, unter anderem mit einer etwa 15 000 m² großen Halle sowie 700 m² Bürofläche. Eduardo Gordillo erwartet, dass die Belegschaft auf bis zu 200 Mitarbeiter wächst. "Insgesamt wollen wir künftig in zwölf Produktionslinien etwa 72 000 Tonnen unseres Bio-Materials verarbeiten", führt er weiter aus.

Prof. Dr. Jörg Steinbach, Wirtschaftsminister des Landes Brandenburg, richtete bei der Grundsteinlegung ein Grußwort an die Gäste.

Auf dem 7841 m² großen Grundstück ist zudem noch Platz für eine weitere Halle und ein Bürogebäude. Diese sollen bis 2022 in zwei weiteren Bauabschnitten realisiert werden.

Die Forschung von Bio-Lutions ist bereits seit einigen Jahren mit einer Testproduktion in Schwedt angesiedelt und hat unter anderem die Fasertechnologie mitentwickelt, auf deren Basis jetzt die nachhaltigen Einwegprodukte produziert werden. Vor zwei Jahren eröffnete die erste Fabrik in Indien, mit Schwedt folgt nun der zweite Produktionsstandort. Nicht nur mit seinen Lösungen schont Bio-Lutions die Umwelt, auch bei der Produktion: Es wird eine spezielle Technik eingesetzt, die kaum noch Wasser im Produktionsprozess benötigt.

Bio-Lutions ist Teil des Innovation Campus Schwedt, einem Zentrum für Zukunftstechnologie in Brandenburg. Mit mehr als 1,5 Milliarden Produkteinheiten, die Bio-Lutions jährlich herstellen will, würden mehr als 30 000 t Plastikmüll vermieden.

Ausgewählte Unternehmen

Die Anbieterprofile sind ein Angebot von llvz.de
Anzeige

Weitere Artikel