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Stadtwerke Solingen bauen Kita in Modulbauweise

Erfahrung zahlt sich aus

Vorgezogene Dach- und Wandscheiben bieten zur Gartenseite hin nicht nur guten Witterungsschutz, sie sorgen auch für eine angenehme Verschattung der Räume im Sommer.

Solingen (ABZ). – Mehr als 50 Betreuungseinrichtungen für Kinder aller Altersgruppen hat das Unternehmen Alho im In- und Ausland bereits realisiert. Die Alho Modulbauweise wurde sogar bereits von der Deutschen Gesellschaft für Nachhaltiges Bauen für seine ökologische, technische, ökonomische und soziokulturell-funktionale Qualität im Bereich Bauen für Kinder ausgezeichnet. Auch die Stadtwerke Solingen GmbH realisierte als Investorin kürzlich eine viergruppige, städtische Kita in Alho Modulbauweise. Der lichtdurchflutete Neubau bietet insgesamt 80 Kindern beste Voraussetzungen zum Spielen und Lernen. Von der Auftragserteilung bis zur Übergabe gingen gerade einmal fünf Monate ins Land. Exakt zwei Tage vor Beginn der Modulmontage lag die Baugenehmigung vor, berichtet Martina Kopplow, die als Betriebsleiterin bei der Parisozial Solingen und deren Tochtergesellschaft Kompass die Baumaßnahme auf Betreiberseite von Anfang an begleitete. Doch dank der Erfahrung durch über 50 Kita-Neubauten können die Alho-Mitarbeiter auch bei terminlich knapp kalkulierten Baumaßnahmen klaren Kopf behalten und alle Baubeteiligten so koordinieren, dass es zu keinem Engpass kommt, teilt dazu das Unternehmen Alho mit.

"Die Zusammenarbeit mit Alho war wunderbar", bestätigt Martina Kopplow. "Alles hat von Anfang an richtig gut geklappt. Unsere Fragen wurden schnell und kompetent beantwortet und wir profitierten sehr von der hohen Fachkenntnis, die Alho beim Bau von Kindertagesstätten mitbringt."

Das bestätigt auch Marc Nothen, Leiter Facilitymanagement bei der Stadtwerke Solingen GmbH: "Alho zeigte besondere Kompetenz gerade bei der Umsetzung der einschlägigen Vorschriften und Anforderungen, die an einen Kita-Bau gestellt werden. Die stets sehr gute Erreichbarkeit aller Verantwortlichen im Alho Team, die enge Zusammenarbeit und die offene und transparente Kommunikation mit uns hat zu einem – wie wir finden – sehr guten Ergebnis geführt."

Für den zweigeschossigen Neubau wurde in regelmäßigen Planungstreffen mit Bauherrnvertretern und Betreibern ein Mustergrundriss für Kita-Bauten in Alho Modulbauweise den tatsächlichen Gegebenheiten und individuellen Anforderungen der Nutzer angepasst. So wünschten sich die Erzieher, die auf der Bruttogeschossfläche von 876 m² künftig mehr als 80 Kinder betreuen sollten, das passende Raumprogramm für ihr Konzept einer sogenannten "teiloffenen Kinderbetreuung". Dieses sah vor, dass jeweils 20 Kinder zwischen zwei und sechs Jahren eine altersgemischte Kita-Stammgruppe bilden. Jede Gruppe – in Solingen gibt es vier Gruppen – sollte ihren eigenen Gruppenraum mit rd. 47 m² bekommen, ergänzt um einen knapp 18 m² großen Nebenraum und den obligatorischen Bereichen Garderobe, Abstellraum und Sanitärzone. Jeweils zwei Gruppen haben Zugang zu einem Schlafraum. Gemeinsame Räume wie der große Spielflur können je nach Differenzierungsangebot von den Kindern nach Lust und Laune aufgesucht werden. So ist gewährleitet, dass sich alle einer bestimmten Gruppe zugehörig fühlen und dadurch Sicherheit erfahren, dennoch aber genug Gelegenheit finden, Selbstständigkeit und Entscheidungsfreude zu üben.

Neben dem großzügigen Treppenhaus gibt es auch einen Aufzug.

Der Grundriss ist darum so aufgebaut, dass der Spielflur die Mittelzone bildet, an die alle anderen Zonen andocken. Zur einen Seite sind das alle dienenden Räume, wie Haupteingang, Treppenhaus, Küche und Personalräume im Erdgeschoss sowie Mehrzweckraum und Therapieraum im Obergeschoss, während jeweils die gegenüberliegenden Seiten in beiden Geschossen den insgesamt vier Gruppenbereichen vorbehalten sind. Diese sind Rücken an Rücken gespiegelt angeordnet, teilen sich in der Mitte einen gemeinsamen Schlafraum und wenden sich mit großen Fensterflächen zum Garten hin. Über eine Aufzugsanlage ist das gesamte Gebäude barrierefrei erschlossen. Im Erdgeschoss ist zudem eine behindertengerechte Dusche mit WC untergebracht. Die nötigen Fluchtwege sind über eine zweite Tür am Ende des Flures und über die außenliegende Treppe aus dem Obergeschoss gegeben.

Zwar hatte die Stadtwerke Solingen GmbH bis dato noch keine Erfahrung mit modularen Bauten, doch die positiven Berichte anderer Modulbaunutzer in Solingen und das eigene enorm enge Zeitfenster für den Neubau sprachen eindeutig für die schnelle Bauweise in hoher Qualität. Von den insgesamt fünf Kindertagesstätten, die von der Parisozial Solingen bzw. von Kompass in Solingen betrieben werden, war ebenfalls noch keine in einem Modulgebäude untergebracht. Umso größer die Neugier bei den Mitarbeitern, mit eigenen Augen zu sehen, wie ein Gebäude aus 18 im Werk vorgefertigten Raummodulen in kürzester Zeit entsteht.

"Jetzt sind alle begeistert von den hellen und lichtdurchfluteten Räumen, der klaren Struktur und der angenehmen Übersichtlichkeit im Gebäude", erklärt Martina Kapplow. "Gerade für kleine Kinder ist es sehr wichtig, sich im Gebäude leicht zu orientieren, damit sie sich frei und selbstbestimmt bewegen können. Darum haben wir zusammen mit Alho zusätzlich ein Farbkonzept erarbeitet, das den Innenausbau und die Inneneinrichtung einbezieht", so die Betriebsleiterin weiter. Jedes Kind erkennt durch die seiner Gruppe zugeordnete Farbe an Türen und Böden, wo es hingehört, welche Bereiche es betreten darf und wo es den Zugang erst mit den Erziehern besprechen muss. Große Fenster und Fenstertüren lassen viel Tageslicht in die Räume, der obere Spielflur wird zusätzlich über zwei Oberlichter erhellt. "Die Räume sind so wunderbar hell, dass wir während der Öffnungszeiten über das gesamte Jahr verteilt kaum elektrisches Licht in Anspruch nehmen müssen", schwärmt Martina Kopplow. "Das freut uns auch deshalb, weil uns mit den Stadtwerken als Investor die Themen Energie und Energieeinsparung natürlich sehr am Herzen liegen – durchaus auch didaktisch."

Ganz im Sinne eines modernen Energieversorgers wurde das Bauwerk mit einer modernen Luft-Wasser Wärmepumpe ausgestattet, die über eine Ansauganlage im Garten mit Luft versorgt wird. Die Technik ist platzsparend in einem kleinen Raum im Erdgeschoss untergebracht, der nur von außen zugänglich ist. Übertragen wird die Wärme im Gebäude durch eine Fußbodenheizung.

Der zweigeschossige Gebäuderiegel mit Flachdach ist in ein großes Grundstück mit Garten integriert. Hier haben die Kinder ausreichend Platz, um an der frischen Luft zu spielen und zu toben. Vorgezogene Dach- und Wandscheiben bieten zur Gartenseite hin nicht nur guten Witterungsschutz, sondern sorgen als starre "Brises Soleils" gleichzeitig für eine angenehme Verschattung der Räume im Sommer, sodass sie trotz ihrer großen Fenster nicht übermäßig aufheizen.

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