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Standortschließung in Plauen

Zitterpartie für MAN-Mitarbeiter geht weiter

Plauen (dpa). – Nachdem voriges Jahr Pläne des Nutzfahrzeugbauers MAN zu Stellenabbau und Werkschließungen bekannt geworden sind, befürchtet die IG Metall in den kommenden Monaten ein endgültiges Aus für das Werk im Vogtland. "Wir versuchen weiter, den Industriestandort in Plauen zu erhalten", sagte der Geschäftsführer der IG Metall Zwickau, Thomas Knabel, der Deutschen Presse-Agentur. Trotzdem könne die endgültige Werkschließung schon im ersten Halbjahr dieses Jahres beschlossen werden. Eigentlich sollte das Ergebnis der entsprechenden Verhandlungen bereits Ende 2020 vorliegen. Im vergangenen Jahr hatte der zum VW-Konzern gehörende Hersteller von Nutzfahrzeugen angekündigt, rund 9500 der 36 000 Stellen zu streichen und die Werke in Plauen, Wittlich und im österreichischen Steyr zu schließen.

Knabel: "Der Vorstand blieb in Gesprächen mit uns hart und uneinsichtig und ist nicht bereit, den Standort in Plauen fortzuführen, gegen jegliche wirtschaftliche Vernunft." Die 150 qualifizierten Plauener Mitarbeiter und ihr Wissen im Bereich Bus-Umbau seien nicht durch eine Werksverlegung ins Ausland zu ersetzen, wie von MAN geplant. "Wir wollen für jeden Kollegen eine Lösung finden", so Knabel. Saki Stimoniaris, Konzernbetriebsratsvorsitzender von MAN Truck & Bus SE und Traton SE in München, kritisierte die Pläne: "Das hat mit einer zukunftsorientierten Neuausrichtung nichts zu tun. MAN war immer ein solider, verlässlicher Partner und hat davon profitiert, dass an den Standorten regionale Strukturen gewachsen sind", betonte er auf Anfrage. "Das gilt für Plauen ebenso wie für alle Standorte." Ein Termin beim Amtsgericht München Mitte Januar zur gütlichen Einigung zwischen Betriebsrat und Unternehmen sei ergebnislos geblieben, man habe ein Verfahren eingeleitet, weil MAN die Vereinbarungen zur Standort- und Beschäftigungssicherung aufgekündigt habe, betriebsbedingte Kündigungen seien nun möglich.

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