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Starke Unterschiede bei Azubi-Gehältern

Auszubildende im Baugewerbe verdienen mit Abstand am meisten

Düsseldorf (dpa). - Wenn es ums Geld geht, ist Ausbildung nicht gleich Ausbildung: Je nach Branche und Region verdienen Azubis während ihrer Lehrjahre extrem unterschiedlich viel Geld. Das geht aus einer aktuellen Auswertung von 20 Branchen mit Tarifverträgen hervor, die das Wirtschafts- und Sozialwissenschaftliche Institut (WSI) der gewerkschaftsnahen Hans-Böckler-Stiftung jetzt veröffentlicht hat. Auszubildende im Baugewerbe gehören demnach zu den Topverdienern unter den Nachwuchskräften.

Je nach Branche und Region haben sich in der Auswertung teils drastische Unterschiede in der Ausbildungs-Vergütung gezeigt. Nach wie vor verdienen Berufsanfänger in Westdeutschland etwas mehr Geld als in den neuen Bundesländern. Besonders gut sind die Azubi-Gehälter am Bau. So können Baugewerbe-Azubis im Westen gegen Ende ihrer Lehre bis zu 1580 Euro bekommen. Im Vergleich dazu verdienen angehende Friseurinnen und Friseure im ersten Lehrjahr durchschnittlich gerade einmal 325 Euro im Monat.

Ausbildungen im Öffentlichen Dienst werden der Auswertung zufolge im ersten Lehrjahr meist mit mehr als 1000 Euro pro Monat vergütet. Dort habe man sich in den vergangenen Jahren um mehr Attraktivität der Stellen bemüht, heißt es von den WSI-Experten. Auch Lehren bei Versicherungen, Banken, in der chemischen oder Metall- und Elektroindustrie gehören eher zu jenen mit höheren Vergütungen. Schlechter bezahlt wird weiterhin im Floristik- oder Friseurhandwerk, wo der Lohn regional teilweise sogar unter der für das erste Lehrjahr gesetzlich festgelegten Mindestausbildungsvergütung von 515 Euro im Monat liegt. Die Mehrzahl der Betriebe zahlt im ersten Ausbildungsjahr jedoch zwischen 700 und 900 Euro.

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