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Status Schlüsselgerät

Universell einsetzbares Mobilbagger-Duo nimmt Betrieb in Oberbayern auf

Caterpillar, Bagger und Lader, Zeppelin, Handel und Verleih

Spalier auf dem Firmengelände.

OBING (ABZ). - Ende 2014 wurden sie angekündigt: die neuen Cat Mobilbagger der Serie F. Längst sind die ersten Geräte in Deutschland angekommen und haben ihren Weg auf die Baustellen gefunden. Ein neues Mobilbagger-Duo hielt in Oberbayern Einzug. Im Landkreis Traunstein, am Firmensitz Obing, nahm die Martin Maier GmbH zwei neue M318F von Marko Gaspar, Verkaufsrepräsentant der Zeppelin Niederlassung München, in Betrieb.

Das Unternehmen arbeitet schon seit Jahren mit Mobilbaggern von Cat – konkret mit Maschinen der C- und D-Serie in Form des Modells M316. Die neuen 18-Tonner treten nun in deren Fußstapfen, nachdem die Vorgänger 10 000 Betriebsstunden erreicht hatten und nun ausgetauscht wurden. Was heute der M318F verkörpert, geht auf den M316D zurück. Wie sich die mobilen Arbeitsgeräte entwickelt haben, hat der Familienbetrieb somit anhand des eigenen Maschinenparks, der mit 15 Baggern bestückt ist, im wahrsten Sinne selbst erfahren. "Verbessert hatten sich damals von der C- zur D-Serie die Einschlagwinkel", ziehen Firmenchef Martin Maier und seine Söhne Martin junior und Florian als Fazit. Nun sind sie gespannt, wie sich das Fahrverhalten bei ihrer Neuanschaffung in Zukunft niederschlägt und welches Urteil die Stammfahrer fällen. Bei dem Mittelständler sind zehn der 25 Mitarbeiter als Maschinisten beschäftigt. Die Mehrzahl zeichnet eine lange Betriebsangehörigkeit aus, in der sie sich Fachwissen und das Gespür aneignen konnten, wie Probleme auf Baustellen gelöst werden.

Wie bei vielen Unternehmen haben auch bei der Martin Maier GmbH Mobilbagger dank der universellen Einsatzmöglichkeiten den Status Schlüsselgerät, mit dem der Erfolg einer Baustelle steht und fällt. Mal sind sie im Erdaushub, mal im Tief-, mal im Straßenbau oder Abbruch gefragt. Darauf ausgerichtet sind sie erstens durch ihren langen Stiel, zweitens durch ihre Werkzeuge, wie Greifer, Tieflöffel sowie Anbauverdichter, und drittens durch den hydraulischen Oilquick Schnellwechsler OQ70. An den Anschlüssen musste nichts verändert werden, sodass die Anbaugeräte auch bei den Neumaschinen uneingeschränkt eingesetzt werden können. Der Schwenkrotator Powertilt erweitert den Arbeitsbereich für die Fahrer, wenn sie einen Graben ziehen, Böschungen anlegen oder gezielt Material aufschütten müssen, indem er einen zusätzlichen Schwenkwinkel von 2 x 70° ermöglicht. Sobald einer der beiden neuen Mobilbagger für Grabarbeiten genutzt werden soll, kann der Fahrer einen Schalter umlegen, woraufhin sich die Achspendelung entsprechend sperrt und die Betriebsbremse angelegt wird. Diese Funktion beugt der Ermüdung des Fahrers vor, denn dieser muss nicht pausenlos das Bremspedal durchtreten. Sobald der Fahrer wieder das Fahrpedal betätigt, wird die Aktivierung der Bremse und Achssperrung automatisch aufgehoben. Außerdem blockiert eine neue, über die Schalttafel aktivierbare Fahrsperre die Arbeitsgeräte und den Oberwagen. Zusätzlichen Komfort bietet die serienmäßige Regelung der Geschwindigkeit. Die Mobilbagger fahren häufig direkt zu den Baustellen im Umkreis von 30 km – sind diese weiter entfernt, steht ein Tieflader bereit, mit dem auch Baumaschinen für Andere befördert werden. Zu den Auftraggebern gehören Kommunen, insbesondere Straßenbauämter, sowie Firmen, aber auch landwirtschaftliche Betriebe. Auch wenn das Aufgabengebiet der beiden M318F so vielseitig ist, haben Anwender wie Martin Maier klare Vorstellungen, was die Mobilbagger innerhalb von 1700 Bh im Einschichtbetrieb im Jahresdurchschnitt können bzw. leisten müssen. Werden Unternehmer wie er nach den Eigenschaften gefragt, auf die es ankommt, fallen fast unisono Kriterien wie hohe Leistung und respektive niedrige Betriebskosten, Qualität und Zuverlässigkeit sowie Fahrerkomfort und Sicherheit. Deswegen baut der M318F auf bewährten Ausstattungsmerkmalen seines Vorgängers auf: SmartBoom, hydraulische Schwingungsdämpfung, Load-Sensing-Hydraulik, separate Schwenkpumpe, Lüfter mit Hydraulikantrieb.

Trotzdem sind die Spuren der Neuentwicklung bereits von außen deutlich sichtbar, die in Form einer neu gestalteten Überrollschutzkabine (ROPS) resultieren. Sie erhielt eine größere Tür mit zusätzlicher Scheibe, eine neue Windschutzscheibe mit parallel geführten Scheibenwischern, neue Spiegel, neue Regenabweiser und Scheinwerferschutzvorrichtungen, ein größeres Dachfenster, eine serienmäßige Rückfahrkamera im neu gestalteten Kontergewicht sowie eine Kamera auf der Seite mit eigenem Monitor in der Kabine.

Herz der neuen Mobilbagger, ist der neue Cat Acert-Motor C7.1 mit 129 kW, sprich 175 PS, Leistung, der die Anforderungen der EU-Abgasnorm der Stufe IV erfüllt. Auch hier hatten die Entwickler von Caterpillar an Verbesserungen gefeilt. So weist er mehr Drehmoment und schnelleres Ansprechverhalten bei Laständerung auf. Dass Harnstoff zugeführt werden muss, ist für den Betrieb kein Neuland – zehn Lkw, darunter Vierachser, Dreiachser, Sattelzugmaschinen und Abroller, die diese Technik teilweise schon länger nutzen, gehören zum Maschinenpark.

Das Unternehmen ist ein Familienbetrieb durch und durch: Mit beiden Söhnen, der eine Maurermeister, der andere Straßenbaumeister, ist somit die dritte Generation bereits an Bord. Rita Maier, Ehefrau des Firmenchefs, kümmert sich um kaufmännische Aufgaben und die Organisation. 1956 hat Martin Maier, der Vater des heutigen Geschäftsführers, den Betrieb gegründet, der schon damals nicht ausschließlich auf Baggerarbeiten ausgerichtet war, sondern er produzierte im eigenen Kieswerk Sand, Riesel und Splitt. Daran hält auch sein Sohn bis heute fest – er stieg 1982 in das Unternehmen ein, das er 1987 in eine GmbH umwandelte. Im selben Jahr eröffnete er eine Kiesgrube am Standort Thalham. 1994 wurde eine Kieswaschanlage installiert. Zwei Jahre später ging eine weitere Kiesgrube am Standort Voglöd in Betrieb. Im Lauf der Jahre wurde der Kies- und Sandabbau um entsprechende Anlagentechnik sowie um weitere Cat-Baumaschinen erweitert, um auch Edelsplitte zu gewinnen. Hinzukommen sind etwa ein Cat Radlader 966K sowie ein Cat Kettenbagger 323DL. Im Abraum und in der eigenen Bauschuttdeponie tätig ist eine weitere Cat Baumaschine in Form des Dozers D5M.

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Dieser Artikel erschien in der Ausgabe Allgemeine Bauzeitung 34/2015.

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