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Stauvermeidung während Vollsperrung

Mit LED-Anzeigen den Verkehr bei Vollsperrungen adäquat entzerren

Straßenbau und Verkehrswesen

Die Stromversorgung aller LED-Tafeln erfolgte über eine Kombination aus Solarmodulen und Energiespeichern.

Hamburg (ABZ). – Etwa zwei Jahre wird es dauern, bis die Bundesautobahn A 1 den Fluss Düte und eine Bahnstrecke bei Osnabrück endlich auf einem neuen Brückenbauwerk überqueren kann. Doch zunächst legte eine Vollsperrung die A 1 im Bereich der Brücke ein Wochenende lang komplett lahm. LED-Anzeigen an 18 Standorten von Oldenburg über Bremen bis Hamburg halfen dabei, die Verkehrssituation zu entlasten. Die im Jahr 1968 eröffnete Dütebrücke der A 1 ist den Anforderungen des Verkehrs schon länger nicht mehr gewachsen. Aufgrund ihrer begrenzten Tragfähigkeit wurde die Nutzung bereits 2010 von drei auf zwei Fahrstreifen pro Richtung eingeschränkt. Der Abriss und Neubau der Brücke durch die Straßen.NRW-Regionalniederlassung Münsterland ist jedoch kein einfaches Vorhaben. Denn anders als die meisten Autobahnbrücken besteht die Dütebrücke nicht aus zwei getrennten Hälften, von denen eine zur Überführung des Verkehrs genutzt werden könnte, während die andere Hälfte abgerissen wird. Um diese Möglichkeit zu eröffnen, wurde das einteilige Bauwerk während der Vollsperrung der BAB A 1 bei Osnabrück vom 12. bis zum 15. Januar der Länge nach durchgeschnitten.

Zur Entspannung der Verkehrssituation während der Vollsperrung sollten Verkehrsteilnehmer aus dem Norden großräumig über Hannover ins Ruhrgebiet umgeleitet werden. In enger Abstimmung mit der Regionalniederlassung Münsterland, der Niedersächsischen Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr und der Straßen.NRW-Verkehrszentrale mit Sitz in Leverkusen erarbeitete Zeppelin Rental ein Konzept zur Informierung der Verkehrsteilnehmer.

Insgesamt 18 LED-Tafeln an verschiedenen Standorten in Bremen, Hamburg und Niedersachsen wurden durch Zeppelin Rental installiert. "Ziel war es, Verkehrsteilnehmer aus dem Norden frühzeitig auf die Vollsperrung aufmerksam zu machen. Das bedeutete zum einen, dass sie bereits ab dem 5. Januar über die bevorstehende Sperrung informiert werden sollten. Sobald diese eingerichtet war, sollten Autofahrer auf dem Weg ins Ruhrgebiet, zum anderen bereits in den Großräumen Hamburg und Bremen auf die Sperrung hingewiesen werden, um noch rechtzeitig auf die Autobahnen A 28, A27, A 7 und A 2 ausweichen zu können", erzählt Haiko Bollmann, Leiter Kompetenz-Center Baustellen- und Verkehrssicherung in Hamburg-Schnelsen. Diese Anforderungen spiegelten sich in zwei verschiedenen Schaltszenarien für die 18 LED-Tafeln wider, die mithilfe einer Fernüberwachung gesteuert werden konnten. Die Energieversorgung der LED-Tafeln erfolgte mithilfe einer Kombination aus Solarmodulen und Energiespeichern. Da tagsüber mehr Strom von den Solarmodulen produziert wurde als die LED-Anzeigen verbrauchten, wurde die überschüssige Energie in Akkus zwischengespeichert. Nachts oder bei schlechtem Wetter wurden die LED-Tafeln dann mit gespeicherter Sonnenenergie betrieben. Damit entfielen Akkuwechsel auf den viel befahrenen Autobahnen.

Eine besondere Herausforderung für die Verkehrssicherer von Zeppelin Rental bestand in der überregionalen Verteilung der Informationstafeln. "Aufgrund der Eigenständigkeit der Stadtstaaten Bremen und Hamburg mussten die Standorte der LED-Tafeln mit Verkehrsbehörden über die Landesgrenzen hinweg koordiniert werden", erklärt Bollmann.

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Dieser Artikel erschien in der Ausgabe Allgemeine Bauzeitung 11/2018.

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