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Steigende Miet- und Immobilienpreise vertreiben Handwerk aus Städten

Berlin (dpa). - Steigende Mieten und Immobilienpreise machen zunehmend dem Handwerk in Großstädten zu schaffen. "In gentrifizierten Quartieren verschwinden Bäcker, Fleischer, Schuster oder Änderungsschneider aus den Straßen, weil sie sich die Miete der Geschäftsräume nicht mehr leisten können", sagte der Generalsekretär des Zentralverbands ZDH, Holger Schwannecke, der "Stuttgarter Zeitung" und den "Stuttgarter Nachrichten". "Vielerorts erleben wir einen Rückzug von Handwerkern aus den Innenstädten und Wohnvierteln an die Ränder der Stadt, da spielt sich ein echter Verdrängungswettbewerb ab", sagte Schwannecke. Als Beispiele nannte er Kfz-Betriebe oder Tischlerwerkstätten, die dem Wohnungsbau weichen müssten. Außerdem nähmen Konflikte mit Nachbarn zu, etwa wegen Lärms oder der Immobiliennutzung. Expansionsmöglichkeiten gebe es vielerorts nur noch am Stadtrand. Der Zentralverband des Deutschen Handwerks (ZDH) stützt sich dabei auf eine aktuelle Umfrage unter 5000 Betrieben. Demnach will fast jeder zehnte Betrieb in den kommenden beiden Jahren seinen Standort wechseln. In den Innenstädten sei es fast schon jeder fünfte Betrieb.

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