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Steuerzahlerbund rechnet mit Belastungen durch Grundsteuerreform im Südwesten

Stuttgart (dpa). - Der Bund der Steuerzahler rechnet bei dem neu geplanten Modell für die Grundsteuer im Südwesten mit massiven Belastungen für Bewohner von Ein- und Zweifamilienhäusern. Landeschef Zenon Bilaniuk sagte in Stuttgart, es sei zu befürchten, dass es bei der Reform zahlreiche Verlierer geben werde. Der Eigentümer zahlt die Steuer, die er dann auf die Mieter in der Regel umlegt. Bilaniuk verwies auf aktuelle Beispielberechnungen des Verbands für zehn Kommunen im Land.

Die grün-schwarze Landesregierung setzt auf ein sogenanntes modifiziertes Bodenwertmodell. Es sieht vor, dass die Grundstücksfläche und der Bodenrichtwert die Grundlage für die künftige Berechnung sein sollen. Dabei soll den Angaben zufolge über die Höhe der Steuermesszahl erreicht werden, dass Eigentümer von Wohngebäuden nicht übermäßig belastet werden. Der Gesetzentwurf befinde sich in der Abstimmung, sagte eine Sprecherin des Finanzministeriums.

Nach Angaben des Verbands schnellt nach dessen Berechnung in Böblingen die Grundsteuer von bisher 127,76 auf 926,45 Euro in die Höhe, was ein Plus von 625,15 Prozent ergibt. In Leonberg steigt der Betrag von 329,48 auf 1823 Euro an (plus 453,30 Prozent) oder in Mannheim von 500,34 Euro auf 693,21 Euro (plus 38,55 Prozent). Nur in Loffenau bei Rastatt muss demnach weniger gezahlt werden. Hier sinke die Grundsteuer von 593,05 auf 219,53 Euro, ein Rückgang um 59,28 Prozent.

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