Stollen des Brenner-Basistunnels

Fünf Spritzbetonmaschinen beim Bau beteiligt

CIFA Betonpumpen Transportbeton
Der Stollen wird auf herkömmliche Weise und an drei Fronten gleichzeitig ausgehoben. Foto: Cifa

TULFES/AMPASS/ÖSTERREICH (ABZ). - Die Arbeiten an den Stollen des Brenner-Basistunnels, der eines der weltgrößten unterirdischen Infrastrukturbauwerke darstellt, sind nunmehr voll im Gang. Es wird an mehreren Fronten gearbeitet und vor kurzem wurde der Aushub des neuen Loses Tulfes-Pfons in Beisein von Pat Cox, dem europäischen Koordinator für die TEN-Achse, die Helsinki mit La Valletta verbinden wird, offiziell eingeweiht. Das neue Los, das einen Wert von etwa 380 Mio. Euro hat, wurde einer Unternehmensvereinigung, bestehend aus der österreichischen Strabag (51 %) und der italienischen Salini-Impregilo (49 %), zugeschlagen.Das Los Tulfes-Pfons sieht den Bau eines Rettungsstollens (im Los enthalten sind auch die Verbindungstunnel, die Nothaltestelle Innsbruck und der Erkundungsstollen Ahrental-Pfons) für den Brenner-Basistunnel mit einem Querschnitt von 30 bis 40 m² auf eine Gesamtlänge von 9 km vor. Der Stollen wird auf herkömmliche Weise und an drei Fronten gleichzeitig ausgehoben: Von Tulfes wird gegen Westen vorgetrieben und vom Zugangstunnel von Ampass wird sowohl nach Westen als auch nach Osten vorgetrieben.Die Bauzeiten sollten den Abschluss der Arbeiten im Laufe des Sommers 2017 vorsehen. Nach 20 Tagen Aushubarbeiten wurden etwa 50 m Tunnel fertiggestellt, da auf einem sehr unzusammenhängenden Terrain gearbeitet wird, was den Guss einer Konsolidierungsschicht aus Zement auf einem elektrisch verschweißten Metallgitter mittels Spritzbetontechnik erfordert. Der Guss wird für sehr kurze Vorschubabschnitte (etwa 2 m) über das ganze Profil des Tunnels ausgeführt, also nicht nur im oberen Bogen, sondern auch im unteren Abschnitt. Für den Zementguss hat die technische Leitung der Unternehmensvereinigung aus Strabag und Salini-Impregilo die Spritzbetontechnologie von Cifa gewählt, die dem Konsortium fünf Spritzbetonmaschinen der neuen Generation liefert, drei CST 8.20 und zwei CSS3. Zwei der neuen Maschinen sind bereits an der Arbeit an den Vorschubfronten des Brennertunnels.In der Tat wurde seit Kurzem der ersten gelieferten CST 8.20 eine zweite hinzugefügt, die nun gerade an der Vorschubfront des Sicherheitstunnels Tulfes-Pfons arbeitet. Die neue CST 8.20 ist tatsächlich für einen Tunneltyp mit diesen Abmessungen perfekt, da sie eigens dazu ausgelegt wurde, sich in Tunneln mit mittleren und kleinen Abmessungen (bis zu 10 m Höhe) wendig zu bewegen. Die CST 8.20 hat einen neu konzipierten, strapazierfähigen und vielseitigen Arm, der geöffnet und geführt positioniert werden kann, sobald die Maschine die Arbeitsposition erreicht hat.Interessant ist der neue horizontale Drehring, der mit einer einfachen Bewegung des Steuer-Joysticks ermöglicht, dem gesamten Querschnitt des Tunnels von der Sohle bis zur maximalen Höhe zu folgen. Die Wendigkeit ist das Merkmal, das am Fahrgestell der CST 8.20 hervorsticht, mit einem großen Abstand vom Boden (sowohl vorne, als auch hinten) kann sie sich auf sehr unzusammenhängendem Gelände , wie es das des Tunnels Tulfes-Pfons war, wendig bewegen, dies auch dank des Allradantriebs und einer effizienten hydrostatischen Transmission, die von einem leistungsstarken Dieselmotor gespeist wird. Die Kabine mit ihrem Rops-Fops-Schutz gwährleistet den Schutz des Fahrers und hat einen Führersitz, der sich um 180° drehen lässt, was die Manöver auch in den engsten Tunnelröhren maximal vereinfacht.

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