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Strakon 2021

Fertigteil-Planungssoftware erweitert

Strakon 2021 unterstützt Open-BIM-Prozesse mit einer zertifizierten IFC-4.0-Schnittstelle.

Köln (ABZ). – Mit der neuen Version 2021 wurde die Tragwerks-, Bewehrungs-, Ortbeton- und Fertigteil-Planungssoftware Strakon von Dicad in den Bereichen BIM, Architektur- und Brücken-Planung erweitert. Eigentlich kommt Strakon aus der Schal- und Bewehrungsplanung. Kundenwünsche und die Tatsache, dass immer mehr Büros komplette Planungsleistungen anbieten, haben dazu geführt, dass sich die CAD- und BIM-Software inzwischen zu einem umfassenden Werkzeug entwickelt hat.

Deshalb nutzen Strakon zunehmend auch Unternehmen, die neben Tragwerken in Beton, Stahl, Holz und anderen Materialien auch die Architektur planen. Weiterhin unterstützt Strakon 2021 mit dem neuen "Projektmodell"-Modus, das Arbeiten in Teams an einem Modell auch von unterschiedlichen Standorten aus.

Die Notwendigkeit der parallelen Planung mehrerer Mitarbeiter an einem Projekt wird immer wichtiger, nicht nur im Zusammenhang mit BIM. Mit dem neuen Arbeitsmodus "Projektmodell" kann jeder Teilnehmer auf das Gesamtmodell zugreifen und hat dadurch zu jedem Zeitpunkt einen Überblick über die gesamte Planung. Das parallele Arbeiten an einem Modell, auch von verschiedenen Standorten aus, wird Herstellerangaben zufolge dadurch erheblich vereinfacht. Damit mehrere Projektpartner gleichzeitig an einem Modell arbeiten können, regeln Teilmodelle die Rechtevergabe. Teilmodelle ermöglichen auch ein schnelles Aus- und Einblenden von Modellbereichen.

Auch geschossübergreifende Änderungen von einem Bearbeiter in verschiedenen Teilmodellen sind möglich. Darüber hinaus unterstützt Strakon 2021 nun auch das buildingSMART-Standardformat BCF, das die Kommunikation zwischen Projektpartnern vereinfacht. Per BCF können Nachrichten über Problempunkte im Projekt an alle betroffenen Projektpartner gesendet werden. Neben Informationen zum Absender und dem Nachrichteninhalt enthält eine BCF-Nachricht auch die Projektkoordinaten der beschriebenen Stelle im Modell sowie ein Bild von der Situation. Das biete gegenüber herkömmlichen Kommunikationsmitteln wie Telefon, Fax oder E-Mail Vorteile, weil zu besprechende Details nicht mehr im Modell gesucht werden müssten oder verwechselt werden könnten, erklärt Dicad. Die kooperative Zusammenarbeit an einem Projekt werde verbessert, Fehlerquoten würden gesenkt. Mit dem integrierten BIM-Modell-Checker, der BCF-Kommunikation und der Prüfung auf geometrische Konflikte können Modell-Checks und die gesamte Kommunikation innerhalb von Strakon, ohne zusätzliche Programme, abgewickelt werden.

Mit der neuen Version des Brücken- und Tunneldesigners bietet Strakon 2021 inzwischen auch ein ausgereiftes und effizientes Werkzeug für die dreidimensionale BIM-Brückenplanung. Werden 2D-Trassen und -Gradienten digital oder manuell eingelesen, erzeugt Strakon daraus automatisch eine 3D-Trasse. Nach der Eingabe des Regelquerschnitts werden die Parameter zwischen den Stationsebenen definiert. Sowohl Brückenüberbauten als auch Unterbauten können geplant werden. Das dabei entstandene BIM-Brückenmodell lässt sich jederzeit anpassen und dient als Grundlage für die Planerstellung mit automatisierten Kurven-, Längs- und Querschnitten. Auch Höhentabellen oder Abstecklisten mit Weltkoordinaten werden automatisch erzeugt. Strakon 2021 verfügt auch über eine neue Führungskurven-Funktion. Folgen beispielsweise einige Kanten des Überbaus nicht der Gradiente, lassen sich damit Vouten und gebogene Brücken automatisiert und mit weniger Aufwand erzeugen. Auch nicht orthogonale Stationsebenen werden nun optimal angebunden.

Mit der neuen Cube-Bewehrung, der 3. Generation der Bewehrungsplanung aus dem Hause Dicad, lässt sich die Bewehrung direkt im 3D-Modell eingeben, was die Bewehrungsplanung beschleunigt. Eine Besonderheit stellt dabei die Funktion "Bewehrung kopieren" dar. Damit lassen sich nicht nur mehrere Bewehrungen in andere Objekte oder Objektbereiche kopieren. Die Bewehrung passt sich zudem auch automatisch an die Objektgeometrie an und beim Kopieren von Verlegfeldern werden Aussparungen automatisch angepasst. Neben geraden Eisen können auch Standardbiegeformen verlegt werden. Maximale Lieferlängen werden ebenso berücksichtigt, wobei Übergreifungs- und Stablängen individuell einstellbar sind.

Strakon enthält bereits im Standard-Lieferumfang eine Vielzahl von 3D-Einbauteilen namhafter Hersteller. Mit der neuen Version sind weitere Hersteller hinzugekommen. Ergänzt wurde der Einbauteilkatalog durch rund 14 000 Isokörbe und zahlreiche Tronsolen von Schöck, Einbauteile von Halfen, Pfeifer und Ancotech sowie Holzverbinder von Simpson. Um Performance-Einbußen zu vermeiden, wurden komplexe Einbauteile vereinfacht. Neben dem 3D-Bereich wurde auch die Plangrafik erweitert. Schließlich sind Ergebnis jeder BIM-Planung nicht nur 3D-Modelle, sondern auch 2D-Pläne. Bei der Weiterentwicklung von Strakon wurde deshalb Wert auf gut les- und prüfbare Pläne sowie eine attraktive Plangrafik gelegt. Mit der neuen Version können alle 3D-Sichten wie Grundrisse, Ansichten oder Schnitte mit im 3D-Modell verwendeten Texturen plastischer dargestellt werden, sodass Pläne ohne Zusatzaufwand mehr Tiefe und Informationsgehalt erhalten.

Strakon 2021 unterstützt Open-BIM-Prozesse mit der neuesten IFC-Generation. Da die neue IFC-4.0-Schnittstelle von Strakon durch Building Smart zertifiziert wurde, kann Strakon in allen Projekten eingesetzt werden, in denen vom Auftraggeber zertifizierte BIM-Software für eine Auftragserteilung vorausgesetzt wird. Strakon gehört damit zu den wenigen BIM-Systemen für Tragwerksplaner, welche den OpenBIM-Prozess aktiv und zertifiziert in Version IFC 4 unterstützen. IFC-Dateien können auf unterschiedlichen Wegen in Strakon eingebaut werden: sie können direkt ins 3D-Modell als Objekte, Flex-Bauteile oder als Einbauteile integriert werden. Damit gibt es praktisch keinen Unterschied zu selbst erzeugten 3D-Objekten. IFC-Daten können aber auch als Referenz in Strakon integriert werden, was den Vorteil hat, dass man sie schnell wieder austauschen kann, sobald man von Projektpartnern eine neue Version erhält.

Mit dem erweiterten Treppenhausmodul lassen sich komplette Standard-Treppenhäuser mit geraden oder gewendelten Treppenläufen, Podesten und Einbauteilen inklusive Cube-Bewehrung planen. Strakon 2021 rationalisiert damit die Konstruktion von Standardtreppenhäusern. Dazu wird einfach der Treppenhaus-Typ gewählt und die Lage der Treppenläufe bestimmt. Podeste werden automatisch gesetzt, im Treppenlauf werden auch Standardschalungen mit fester Lauflinie berücksichtigt. Auch die Eingabe einer Cube-Bewehrung ist möglich. Diese wird bei Geschosskopien automatisch mitkopiert und beispielsweise bei Anpassungen der Kopfhöhe aktualisiert. Automatische Schal- und Bewehrungssichten dienen der automatisierten Plangenerierung. Im weiteren Planungsprozess können zum Beispiel die 3D-Treppenläufe als Grundlage für das optionale Strakon-Schalungsmodul dienen, mit dem der Schalungsbau über Fünfachs-Fräsen automatisiert werden kann.

Zusammen mit der Tochtergesellschaft bauBIT entwickelt Dicad derzeit eine neue Lösung für Halbfertigteile, basierend auf der Cube-Technologie. Damit bildet Strakon nun den kompletten CAD-Planungsprozess ab. Alle bauBIT-Module für Werkseinstellungen, Einzelblätter, Stapelung, Palettierung und Produktionsansteuerungen werden dabei an Strakon angeschlossen. Da man nun in einem Modell alle Produktgruppen wie Doppelwände, Elementdecken, Balkone oder Treppen wahlweise anzeigen oder ausblenden kann, lassen sich Abstimmungsfehler vermeiden. Bearbeiter können sich auf ihre jeweilige Produktgruppe konzentrieren, Projektleiter behalten alle Produktgruppen im Blick. Das unterstützt eine einfache und wirtschaftliche Planung und Produktion von Halbfertigteilen.

Dieser Artikel erschien in der Ausgabe Allgemeine Bauzeitung 05/2021.

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