Swecon-Stützpunkt

Neue Vertriebs-Niederlassung im Norden

Die 1000 m² große Swecon-Werkstatthalle soll dazu beitragen, dass der Vertrieb, die Vermietung und der Service in Norddeutschland künftig noch effektiver abgewickelt werden.

Die Swecon Baumaschinen GmbH handelt mit Baumaschinen aus dem Hause Volvo Construction Equipment und zwar am Stammsitz in Ratingen sowie an 17 weiteren Standorten in Deutschland. Der im Süden Hamburgs beheimatete Standort wurde nun wegen der besseren Autobahnanbindung in den Nordosten der Hafenstadt verlegt.

Hamburg-Siek. – Als Händler sowie Importeur von Volvo-Baumaschinen sieht sich Swecon im Hinblick auf die Logistik und die Bevorratung mit schnelldrehenden Artikeln oder Ersatzteilen künftig großen Herausforderungen gegenüber, für die sich die Halle am Großmoorbogen 13 als zu klein erwiesen hat. "Auch schien die Lage des bisherigen Standorts nicht mehr geeignet zu sein, um uns als einem von 17 deutschen Swecon-Standorten das umfassende Potenzial für weiteres Wachstum in unserem nördlichen Vertriebsgebiet erschließen zu können", sagte Swecon-Geschäftsführer Falk Bösche anlässlich der Eröffnung des neuen Standorts. Angestrebt werde eine optimale Erschließung des Raums in und um Hamburg, der Region Schleswig-Holstein und das nordöstliche Niedersachsen. Mitten im Gewerbegebiet Siek – genau genommen in der Jacobsrade 63 – hat Swecon nach dem Spatenstich im Mai vergangenen Jahres nun Ende März 2017 ein neu gebautes Gebäude auf einem 7000 m² großen Grundstück bezogen. Dessen Besonderheit liegt in einer 1000 m² umfassenden Werkstatthalle. "Die Werkstatthalle beinhaltet vier Reparaturkammern, mit deren Hilfe wir bis zu zehn Maschinen jeglicher Größe gleichzeitig warten und ggf. reparieren können", betont Bösche.

Die feierliche Eröffnung des Standorts wurde dadurch abgerundet, dass Falk Bösche (links im Bild) symbolisch ein rotes Band zerschnitt.

Swecons neue Adresse im Norden ist über die A 1, A 20, A 21 oder A 24 zu erreichen.

Für das Unternehmen sei es von Vorteil, dass sich der neue Standort innerhalb eines neu erschlossenen, aufstrebenden Industriegebietes befindet, und, dass eine Verkehrsanbindung über die Autobahnen A 1, A 20, A 21 und A 24 gegeben ist. "Da wir uns hier im Nordosten befinden, kann der Hamburger Elbtunnel jetzt elegant umfahren werden", freut sich Bösche. Darüber hinaus nutzte der Swecon-Geschäftsführer bei der Einweihung die Gelegenheit, sich insbesondere bei Projektleiter Klaus Petersen sowie 40 Kollegen zu bedanken, die fortan als Außendienstmonteure sowie Werkstatttechniker, Verkäufer und in der Verwaltung am neuen Standort für Swecon aktiv sind.

Mit Blick auf die Verfügbarkeit von Ersatzteilen haben Kunden heute häufig andere Erwartungshaltungen als noch vor ein paar Jahren, weiß Kundendienstleiter Michael Hinrichs: "Mehr Teile müssen schneller verfügbar sein." Am neuen Stützpunkt stehe im Ersatzteillager deshalb ein Paternoster-Lagersystem zur Verfügung, das auf engen räumlichen Verhältnissen hohe Lagerkapazitäten für mehr als 3000 unterschiedliche Ersatzteile bietet. "Unser Lagerlift ist mit 10 m Höhe der größte unseres Unternehmens und ermöglicht eine perfekte Auslastung des vorhandenen Stauraums", unterstreicht Hinrichs. Darüber hinaus überzeuge das neue Gebäude mit weiteren technischen Details, denn alle gültigen Merkmale bzgl. Umweltschutz und Energieeffizienz seien umgesetzt worden. Z. B. habe das Unternehmen die Beleuchtungen des Gebäudes, des Hofs sowie der Werkstatt durchgängig mit LED-Lampen ausgestattet. Zum Auffangen von Brauchwasser für das Waschen der Maschinen sei eine Regenwasserzisterne errichtet worden. "Wir besitzen auch einen Ölabscheider nach neuesten Vorgaben und verfügen über eine Arbeitsgrube von 23 m Länge", erklärt Hinrichs. Zudem gehöre ein 8-t-Kran zur Werkstatt-Ausstattung, damit Monteure schwere Baugruppen – wie Getriebe und Antriebsstränge – leichter und zeitsparender bewegen können. Zusätzlich gebe es eine neue Möglichkeit zur Durchfahrt für den Lastwagenverkehr auf dem Gelände, die der Kundendienstleiter so beschreibt: "Die Lkw fahren durch das Eingangstor, laden oder entladen die Maschinen auf der Rückseite des Gebäudes und fahren durch die Ausfahrt wieder hinaus." Das Rangieren entfalle somit in Siek.

Zur Eröffnungsfeier geladene Kunden und Besucher konnten ihre Fähigkeiten persönlich am Baggersimulator auf dem Außengelände testen oder die Ausstellung von Baumaschinen und Zubehör auf dem gesamten neuen Firmengelände in Augenschein nehmen. Nach der Besichtigung der Werkstatthalle stand es Gästen zudem offen, sich in Kurz-Vorträgen über "Neues aus der Volvo-Welt" zu informieren:

Dabei stellte Oliver Fischer, Gruppenleiter des Produktmarketings bei Swecon am Stammsitz in Ratingen, unter dem Titel "Swecon-Fahrerschulungen und Sicherheitsaspekte" vor, dass acht Mitarbeiter seines Fachbereichs u. a. für die permanente Aus- und Weiterbildung des eigenen Vertriebsteams und der Teams von Kunden verantwortlich sind. Fischer nannte mehr als 500 Maschinenvorführungen, 50 Kundenschulungen (Tendenz steigend) und mehr als 500 Maschinenumbauten – um einen Eindruck davon zu vermitteln, wie die Angebote pro Jahr angenommen werden. Dies sei auch auf die moderne Kommunikationstechnik zurückzuführen, die in die Baumaschinenwelt Einzug hält. Anforderungen an Bediener würden stetig steigen – umgekehrt lasse sich jede Maschine auch auf die Anforderungen des Fahrers einstellen. Wie genau, können Anwender z. B. bei einem "Produktivitätsseminar Kompaktmaschinen/Großmaschinen" der Swecon-Akademie erfahren. Solche Schulungen sollen sich positiv auf die Arbeitssicherheit auswirken, weil Gefahren für Bediener und ihre Umwelt nur ausgeschlossen werden können, wenn diese die eigenen Grenzen und die Möglichkeiten der Maschine kennen.

Die Werkstatthalle beinhaltet insgesamt vier Reparaturkammern.

Eine Einführung in "Volvo Co-Pilot & Assist Services" gab Detlef Löhden, der als Produktspezialist Radlader/Dumper technische Unterstützung für Swecon leistet. Bei den für die Maschinen verfügbaren und in die Maschinenelektronik integrierten "Dig"-, "Compact"- oder "Load"-Assist-Services handle es sich um die künftige Basis für fokussierte Fahrer-unterstützende Dienste in der Kabine. Damit soll es gelingen, das jeweils aktuelle Gewicht in der Schaufel exakt zu ermitteln und Über- oder Minderbeladungen zu vermeiden. Die Besonderheit liege darin, dass sich durch das dynamische System mit einer Genauigkeit von ± 2 % arbeiten und sich eine Überlast-Warnung im Menü einstellen lässt. Das Schnellzugriffsmenü erlaube, auf Aufträge, Ziele und Materialien zuzugreifen sowie einzustellen, dass die Rückfahrkamera automatisch bei jeder Rückwärtsfahrt aktiviert wird. Arbeitsauftrags-Details können in Dateien gespeichert und für den Endkunden auf einem lokalen Computer bearbeitet werden. Zur Weiterverarbeitung lassen sich die Daten in Excel übertragen. Der Co-Pilot sei allerdings nur verfügbar, wenn eine neue Maschine ab Werk bestellt wird.

Oliver Osten, Service- und Ersatzeilexperte aus der Swecon-Niederlassung Bochum, rückte die speziell für Volvo-Maschinen entwickelten Filter in den Mittelpunkt seines Vortrags. Dabei sensibilisierte er seine Zuhörer für die Beachtung des Abscheidegrads. Dieser müsse so hoch sein, dass Filter den Motor, das Getriebe, die Hydraulikanlage und auch den Fahrer unter allen Einsatzbedingungen schützen können. Auch sollte der Filter unbedingt eine solche Kapazität aufweisen, dass er lange Betriebszeiten überstehen kann, ohne ständig ausgetauscht werden zu müssen. Dies sei immer eine Gratwanderung, bei der ein Konstrukteur in der Fahrzeug- und Filtertechnik gleichermaßen bewandert sein und die Einsatzzwecke der Maschinen kennen müsse. Das Filtermaterial in Bypass-Filtern von Volvo werde mit synthetischen Fasern armiert, um eine hohe Haltbarkeit zu gewährleisten. Imprägniert werde das Filtermaterial mit Harz, damit es gegen Feuchtigkeit, Chemikalien und Öl beständig ist und anschließend in einem kleinteiligen Muster geprägt sowie gefaltet. Durch die Faltung wachse die Filterfläche und es erhöhe sich der Abscheidegrad. Zudem diene ein Volvo-Sicherheitsluftfilter als Reserve für den Schutz des Motors bei unentdeckten Schäden am Hauptluftfilter. Wenn der Hauptluftfilter beschädigt sei, müsse der richtige Sicherheitsluftfilter eingebaut sein. Denn plötzlich eindringende Schmutzpartikel könnten das Aus für den Motor bedeuten. Die Einhaltung der Serviceintervalle garantiere hingegen die volle Ausnutzung des Reinigungsvermögens und der Kapazität des Filters, ohne Schäden am Motor zu riskieren. Neben Herausforderungen, die aus technischen Rahmenbedingungen resultieren, gibt es für Swecon aber auch eine handfeste – den Fachkräftemangel. Davon bleibt Swecon – wie andere Unternehmen in der Baubranche – nicht verschont, doch blickt Geschäftsführer Falk Bösche auch unter diesem Aspekt positiv in die Zukunft: "Beim Wettbewerb ,Hamburgs Auszubildender des Jahres 2016' kam Hans Jörn Rüpcke, unser angehender Land- und Baumaschinenmechatroniker, jüngst auf den dritten Platz." Er wünscht sich, dass weitere Auszubildende dem 22-Jährigen folgen.

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