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System Primus Line

Innovative Einsatzmöglichkeiten überzeugen

Rädlinger, Kanal- und Verbautechnik, Rohr- und Leitungsbau

Das Montageteam bei der Installation von Primus Line in dem unwegsamen Gelände.

Cham (ABZ). – Alternde Leitungsnetze stellen Netzbetreiber auf der ganzen Welt vor wachsende Herausforderungen. Wie groß der Bedarf an flexiblen Sanierungslösungen ist, zeigt die Vielzahl von Aufträgen, die bei der Rädlinger primus line GmbH aus zahlreichen Ländern eingehen. Über die klassischen Einsatzgebiete hinaus dringt das System Primus Line mit vielfältigen neuen Anwendungsmöglichkeiten in bisher unbekanntes Terrain für Schlauchliner vor.

Die Liste der Länder, in denen Primus Line zum Einsatz kommt, wächst immer weiter. Im vergangenen Geschäftsjahr realisierten Wasserversorger unter anderem in Australien, Belgien, Israel, Italien, Kanada, Portugal, der Türkei und den USA Projekte mit dem System zur grabenlosen Sanierung von Druckleitungen. Die Technologie aus der Oberpfalz zeichnet sich durch flexible Druckschläuche mit Einzugslängen von bis zu 2500 m, speziell entwickelte Hochdruckverbinder sowie kurze Installationszeiten aus. Es erfüllt mit Zertifizierungen nach der australischen Norm AS/NZS 4020, der KTW-Leitlinie (Leitlinie zur hygienischen Beurteilung von organischen Materialien in Kontakt mit Trinkwasser) und den technischen Regeln der deutschen DVGW, der israelischen Norm SI 5452 und der US-amerikanischen Norm NSF/ANSI 61 die Anforderungen der weltweit anspruchsvollsten Trinkwasser-Regelwerke.

Sein Debüt auf dem australischen Kontinent gab die Technologie im März 2016 in Lismore im Nordosten des Bundesstaats New South Wales. Die Lismore City Council stellte in einer ihrer Hauptwasserleitungen zahlreiche Leckagen fest, die zu einer starken Beeinträchtigung der Wasserversorgung führten. Da die Leitung teilweise bis zu 3,8 m tief liegt und von Hochspannungsleitungen umgeben ist, war eine offene Sanierung wenig kosteneffizient. Damit kamen nur grabenlose Methoden in Frage. Diese reduzieren aber generell den Innendurchmesser der Leitung. Um die Wasserversorgung der Anwohner mit der DN 225 Leitung mit einem Druck von 16 bar sicherzustellen, durfte der Innendurchmesser deshalb nicht zu klein werden. Hier spielte Primus Line mit seiner geringen Wandstärke von 6 mm bei gleichzeitig hoher Stabilität und dem Sonderdurchmesser DN 203 seine Vorteile aus. Im Vergleich zum alternativ angedachten Sliplining mit DN 180 HDPE-100-Rohren bot der Primus Liner mit 191 mm einen rund 30 % größeren Innendurchmesser. Daraus ergibt sich eine um 68 % höhere hydraulische Kapazität.

Die Montage führte das Installationsteam – unterstützt von Primus Lines Supervisor Christian Pollak – in nur zwei Arbeitstagen durch. Mit seiner hohen Bogengängigkeit überwand der Schlauchliner zwei starke Gefälle mit mehreren 15°-Bögen bei einer Einzugsgeschwindigkeit von ca. 4 m/min: Während der erste Leitungsabschnitt auf 170 m bergab bei 35 m Höhenunterschied verläuft, zieht sich der zweite Leitungsabschnitt auf einer Länge von 290 m bergauf und endet wieder 50 m höher. Der geringe Maschineneinsatz bei dem Verfahren machte sich in diesem Projekt besonders bezahlt. Die Verwendung großer Baumaschinen hätte in dem schwer zugänglichen Gelände hohe Kosten nach sich gezogen.

Entwickelt wurde Primus Line für die Sanierung alter, maroder Rohrleitungen. Einige Projekte der letzten Zeit verdeutlichen aber, dass die Einsatzmöglichkeiten des Systems darüber weit hinausreichen. Ein schwerer Erdrutsch in der Nähe von Messina schnitt die Wasserversorgung der sizilianischen 240 000-Einwohner-Stadt Ende 2015 vollständig ab. Ein Bypass aus drei DN 300 PrimusLinern, der den zerstörten Teil der DN 1000 Stahlleitung überbrückte, schuf innerhalb weniger Tage Abhilfe für die Bewohner. Das Aramidgewebe zwischen der Innen- und Außenschicht des Liners agiert als selbsttragende Schicht und ermöglicht die Nutzung vollkommen ohne ein umgebendes Rohr.

Einen völlig anderen Anwendungsfall erprobt gegenwärtig HakaGerodur. Ineiner gemeinsam mit Primus Line entwickelten Erdwärmesonde testet das Schweizer Unternehmen den Einsatz von Primus Linern statt der üblichen HDPE-Rohre. In diesen Sonden sind größere Temperaturunterschiede erreichbar, die Effizienz und Leistung erhöhen.

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