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Systemsicherheit

Abdichtung am Fensteranschluss erfolgt aus einer Hand durch den Holzbauer

Gutex, Bauen mit Holz, Fenster

Das Gutex Implio Fensteranschluss-System.

Waldshut-Tiengen (ABZ). – Der Trend zum Holzhausbau ist ungebrochen. Viele Verarbeiter interessieren sich daher für optimale, durchdachte, nachhaltig ökologische Systemlösungen, die sie bei verschiedenen Bauanfragen immer wieder nutzen und einsetzen können, unabhängig von Hausbautyp und optischem Gesamtkonzept der Bauanfrage. Gutex entwickelt seit über 80 Jahren Holzfaserdämmplatten. Systemlösungen für Wärmedämmverbundsysteme, vorgehängte Fassadenerneuerungen sowie das gewerkeübergreifende Thema Fensteranschlusslösungen bieten Verlässlichkeit und Sicherheit für die Verarbeiter.

Gutex Implio, das Fensteranschluss-System, besteht aus verschiedenen Komponenten, die gerne auch in Verbindung mit dem Fassadensanierungs-System Gutex Durio zur Anwendung kommen. Die Entwicklung hat sich hier insbesondere Gedanken über die Abfolge der notwendigen Arbeitsschritte gemacht und diese optimiert. Der Holzbaubetrieb kann so das Bauteil Fenster regensicher an nachfolgende Gewerke wie Maler und Stuckateur sowie Blechner (Spengler) übergeben.

Zum System gehören kaschierte Laibungs- und Keilplatten mit integriertem Putzabschlussprofil. Die Kaschierung besteht aus einem diffusionsoffenen mineralischen Glasvlies, welches einen guten Witterungsschutz darstellt. Weitere Systembestandteile sind ein Fensteranschlussprofil, ein pastöser Dichtkleber, ein Buthylklebeband mit vorgefertigten Ecken, ein Bordprofil aus Aluminium oder Kunststoff, sowie bei Bedarf ein Raffstore- und Rollladenkasten.

Wird ein Raffstore- oder Rollladenkasten eingebaut, ist dieser als erstes über dem Fenster zu montieren. Danach wird das Fensteranschlussprofil abgelängt und auf dem Fensterblendrahmen aufgeklebt. Es dient zur Aufnahme der Laibungsplatten und ggf. der Sturzplatte, wenn kein Raffstore- oder Rollladenkasten vorgesehen ist. Anschließend werden die Sturzplatte und Laibungsplatten mit Dichtkleber am Untergrund und im Fensteranschlussprofil angeklebt. Als nächstes wird die Keilplatte ebenfalls mit Dichtkleber aufgeklebt und die umlaufende 3 mm breite Fuge zu den Laibungsplatten und zum Fensterrahmen mit Dichtkleber abgesiegelt. Über diese Fuge wird nun noch das Butylklebeband mit den zugehörigen Ecken gesetzt, um diesen sensiblen Bereich mit maximaler Sicherheit abzudichten. Vor dem Verputzen werden nun noch die Bordprofile in die Ecken gesetzt. Sie dienen zur Aufnahme der Fensterbank und stellen einen Abstand zwischen Fensterbank und Keilplatte sicher. Die Fensterbank kann jetzt, oder beliebig später, zweckmäßig nach Abschluss der Putzarbeiten montiert werden.

Die Abdichtung am Fensteranschluss erfolgt nun aus einer Hand, nämlich durch den Holzbauer und wird problemlos in die Montage der Dämmung integriert. Die Fensterbankmontage ist von der sonstigen Abdichtung des Fensters komplett entkoppelt. Sie kann nach der Putzbeschichtung erfolgen – die Fensterbank ist also vor Beschädigung und Verschmutzung geschützt. Weiterer Vorteil für die Bauzeit: die Fensterbrüstung ist durch eine dämmende Keilplatte sicher vor Feuchteeintritt über die Stirnseiten der Dämmung geschützt. Eine Durchfeuchtung hinter dem WDVS (KVH und Gefachdämmung) durch die Bewitterung von außen, ist nicht mehr zu erwarten.

Zum System können bei Bedarf Raffstorekästen geliefert werden. Diese Kästen bestehen wie die umgebende Dämmung aus Holzfaser und können somit problemlos in diese integriert werden. Die problematische Kombination verschiedener Putzträgerplatten entfällt somit. Die Kästen verfügen über eine eingebaute Aluhalteleiste zur Aufnahme aller gängigen Raffstoren. Sie können in den Maßen sehr variabel auf die individuellen Kundenwünsche angepasst werden und sind in der Länge durch die Aneinanderreihung mehrerer Segmente praktisch unbegrenzt. Sonderlösungen wie z. B. Eckelemente sind nach Absprache auch möglich.

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