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Tabellenkalkulation

Neue Software macht Building Information Modeling komfortabler und schneller

Stuttgart/Berlin/Wiesbaden (ABZ). – Mit dem Plugin Tables für die BIM-Planungssoftware Revit von Autodesk hat Planworks UG eine neue, zu 100 % Microsoft-Excel-kompatible IT-Lösung in den Markt eingeführt. Tables kann an jedem Revit-Arbeitsplatz entlang der Wertschöpfungskette des Bauens eingesetzt werden, verspricht Planworks UG. Die Lösung gelte als direkter Mittler zwischen Autodesk Revit und Microsoft Excel. Architekten, Ingenieure, BIM-Modellierer, -Koordinatoren und -Manager, die mit Planung, Projektsteuerung oder Facility Management betraut sind, könnten von dieser neuen, in Revit integrierten Tabellenkalkulation profitieren. Sie könnten Bauteilinformationen aus Autodesk Revit exportieren und importieren und eigene, komplexe Tabellen direkt im nativen MS-Excel-Format (xlsx) erstellen. Im Gegensatz zu anderen Tools für den Austausch von Informationen zwischen Revit und Excel erfordere die neue Software keinen separaten Export nach Excel, beschreibt Planworks. Sie könne Bauteile ohne Cut zeitgleich in beiden Programmen anzeigen. Mit Tables könnten Anwender auch parallel, bidirektional arbeiten. Die Lösung vereinfache Aufgaben in der Qualitätssicherung und Kostenplanung. Anwender könnten auch mit Projektpartnern, die nicht mit 3D-BIM-Softwaresystemen arbeiten, transparent kommunizieren.

Das in Stuttgart und Berlin ansässige Planungsbüro Vielmo Architekten und das Ingenieurbüro Julius Berger International GmbH aus Wiesbaden setzen die neue Lösung ein. Zu den Aufgaben von Nicolai Neumann, verantwortlicher BIM-Manager bei Vielmo Architekten, gehört es, Daten direkt aus dem Revit-Gebäudeinformationsmodell zu generieren. Während Autodesk Revit Benutzern nicht selbstverständlich die Verwendung aller Informationen innerhalb der Datenbank gewähre, ermögliche es Tables von Planworks, kategorienübergreifend auf alle Parameter zuzugreifen, beschreibt Planworks. Anwender könnten zudem Listen von möglichen Verbindungen und Verknüpfungen erstellen.

Das Architekturbüro begann im ersten Schritt mit Softwarelizenzen für die Mitarbeiter, die Daten aus dem Modell auswerten. Doch da sich das System im Planungsbüro schnell etablierte, war Tables bereits nach kurzer Zeit in nahezu jedem Bereich im Einsatz. Während der Anwender in Revit – beispielsweise beim Erstellen von Plänen – vieles händisch erledigen müsse, sei er mit Tables durch intelligente Automatisierung schneller, sagt Neumann. Ein großer Vorteil sei der Austausch mit Planworks. "Die Software wird von echten BIM-Anwendern für BIM-Anwender entwickelt", lobt der BIM-Manager. Das sei ein Alleinstellungsmerkmal. Im Gegensatz zu großen Softwarehäusern liefere der Stuttgarter Hersteller nach Kundenfeedback regelmäßig Updates und Upgrades mit neuen Funktionen.

Die neue Software überzeugte bei Vielmo zum Beispiel bei den Türlisten. "Türen sind bei uns die Objekte mit den meistens Informationen", erklärt Neumann. Es gebe mehr als 170 Parameter. Mit Tables könnte das Unternehme diese vollständig mit MS-Excel-kompatiblen Formeln und Regeln bestücken. Die in Planworks Tables generierten Türlisten würden sich gut eignen, um mit Fachplanern zusammenzuarbeiten, auch mit Büros, die nicht dreidimensional mit BIM planen. Sie erhielten die zu 100 % MS-Excel-kompatiblen Tabellen aus Tables und könnten diese in MS Excel bearbeiten und ergänzen. "Wir lesen diese mit den entsprechenden Anpassungen am Ende wieder mittels Tables in Revit ein", so Neumann. Es gingen keine Informationen verloren. Die Tables-Lösung sei zudem vorteilhaft für interne Abstimmungen, etwa mit Projektsteuerern, die nicht aktiv am 3D-Modell mitarbeiten. Durch die übersichtlichen Tabellen erhielten sie Einblick in Projektinformationen.

Mit Hilfe von Tables könnten Modelle direkt verknüpft werden. Der Vergleich von Durchbrüchen mit TGA- und Elektroplanern erfordere es, zwei Modelle zu koordinieren, die nicht miteinander kompatibel seien. Neumann und sein Team erstellten spezielle Formeln in Tables, die ihnen halfen, die Modelle zu vergleichen. "Hierbei haben wir enorm viel Arbeit eingespart", berichtet der BIM-Manager. Die bei einer Baumaßnahme innerhalb von Tables erstellten Arbeitsmappen könnten für weitere Aufgaben erneut verwendet und an neue Projekte adaptiert werden, einschließlich der Formatierungen, lobt der Experte.

Bei Julius Berger International arbeiten rund 20 Personen in Architektur und Tragwerksplanung mit dem neuen Tool von Planworks. Das Ingenieurbüro schätzt an Tables, dass die Mitarbeiter damit in den BIM-Prozess eingebunden werden können. "Architekten beispielsweise pflegen in Tables bequem Materialinformationen ein, die wir als Parameterwerte rückwirkend wiederum in Revit übertragen", berichtet Christian Löffler aus dem Bereich Structural Design. Er ist als BIM Manager im Unternehmen tätig. Tables sei selbsterklärend und flexibel. Da nahezu alle Mitarbeiter mit Tabellenkalkulationssystemen vertraut seien, fänden sie sich schnell darin zurecht. Als "Bauteillistenprogramm XXL" hat die Software im Hause Julius Berger International überzeugt. Löffler und seine Kollegen schätzen die Möglichkeiten der Arbeit mit in Revit erstellten BIM-Modellen. Mit Parametern und Filterfunktionen könnten Tragwerksplaner und Architekten komplexe, genau an die Anforderungen des Unternehmens angepasste Bauteillisten erzeugen. Sie könnten Kategorien individuell zusammenstellen, beispielsweise aus Stützen und Wänden in Kombination.

Ein Mehrwert sei es auch, Diagramme zu erzeugen und Bilder einzubauen. Die Bauteillisten könnten als Vorlagen für alle weiteren anstehenden Planungsaufgaben verwendet werden. Mit einem Klick seien die Tables-Listen mit Informationen neuer Projekte bestückt, inklusive Formatierungen und Layout.

Die Software von Planworks sei bei Julius Berger International in fast allen Phasen der Planung wichtig. Tables unterstütze JBI beispielsweise bei der Angebotsbearbeitung. Tabellen mit den Bruttogeschossflächen und Summen der Wandflächen seien Basis für die erforderliche Anzahl an Plänen für die Schal- und Bewehrungsplanung in jedem Projekt. Diese Listen könnten ohne Aufwand in neue Projekte übertragen werden. Innerhalb von Tables erzeugte Parameter für die Ober- und Unterkanten von Bauteilen würden helfen, Höhenniveaus für deren anschließende Definition zu ermitteln. Die automatisierte Erstellung von Revit-Ansichten in Tables könne als Grundlage für weitere Projekte verwendet werden. Auf diese Weise unterstütze die Software bei der Einrichtung von Modellen. Wie bei Vielmo Architekten verbessert der Modellvergleich mit der Planworks-Lösung die partnerschaftliche Zusammenarbeit im BIM-Prozess und ermöglicht mehr Transparenz. "Von technischen Gebäudeausstattern erstellte Anpassungen im Modell für Rohre oder Elektroinstallationen sind im Plan oft nur schwer zu erfassen", erläutert Christian Löffler. "Mit Tables können wir sämtliche Änderungen der Partner fortan in den Plänen optisch hervorheben, sodass diese auf einen Blick ersichtlich und nachvollziehbar sind." Die Software stelle dar, was auf welche Weise geändert wurde.

Auch bei der Qualitätssicherung habe die neue Software Vorteile. Bei sämtlichen Bauteillisten zeige Tables auf einen Blick, ob die im Unternehmen vorgegebenen Konventionen und Regeln eingehalten wurden. Tables könne Abweichungen anzeigen, sodass die Verantwortlichen sie anpassen könnten.

Christian Löffler und sein Team berichten, dass Tables in allen Planungsphasen Zeit spare. Neue Mitarbeiter könnten zum Beispiel schneller eingearbeitet werden. Die partnerschaftliche Zusammenarbeit mit anderen fachplanerischen Disziplinen sei ein weiterer Gewinn. Den größten zeitlichen Vorteil sehen die Planer im Hause Julius Berger International darin, dass Tables-Listen und -Pläne als Basis für weitere Aufgaben verwendet werden können. "Tables spart uns alles in allem sehr viel händische Arbeit ein", fasst Löffler zusammen.

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