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Talbrücke Heidingsfeld

Brückenbesichtigungswagen gebaut

Teupe, Baustellen, Gerüstbau, Brückenbau

Teupe entwickelt im hauseigenen technischen Büro objektbezogene und bedarfsbezogene Brückenuntersichtgeräte sowie Permanent-Befahranlagen aller Art.

Würzburg (ABZ). – An vielen Ingenieurbauwerken wie z. B. Brücken sind regelmäßige Prüfungen der Bausubstanz erforderlich. Auch an schwer zugänglichen Stellen, die mit herkömmlichen Verfahren nicht zu erreichen sind, muss eine sichere Besichtigung der Bauwerke möglich sein.

Teupe entwickelt im hauseigenen technischen Büro objektbezogene und bedarfsbezogene Brückenuntersichtgeräte sowie Permanent-Befahranlagen aller Art. Darüber hinaus bietet das Unternehmen für temporäre Anlagen ein Baukasten-Sortiment von miteinander kombinierbaren Antriebssystemen, Bühnenelementen und Steuerungen an. Weiterhin leistet Teupe für bestehende Brückenuntersichtgeräte einen Retrofit-Service. Dabei werden ältere Anlagen sowohl steuerungstechnisch als auch mechanisch geprüft und können bei Bedarf generalüberholt, ergänzt und/oder erneuert werden.

Im Zuge des Ausbaus der A 3 bei Würzburg wird die Talbrücke Heidingsfeld neu gebaut. Die neue Brücke wird 630 m lang und auf bis zu 45 m hohen Pfeilern gelagert; sie erhält zwei getrennte Überbauten mit einer Gesamtbreite von mehr als 40 m. Der Baustart der Brücke erfolgte im Juli 2014; die Gesamtübergabe bzw. Fertigstellung des Bauwerks ist für Ende 2019 vorgesehen.

Teupe GmbH Hebe- und Fördertechnik wurde mit der Konstruktion und Herstellung eines permanent am Bauwerk verbleibenden Brückenbesichtigungswagens beauftragt. Der Auftrag umfasst die maschinenbautechnische Konstruktion und Fertigung inklusive der Erstellung einer prüffertigen Statik, Elektrik und Steuerung sowie der Inbetriebnahme der Anlage nach Fertigstellung des Bauwerks. Die Ausführung erfolgt auf Grundlage der Maschinenbaurichtlinie 2006/42/EG und beinhaltet alle relevanten Normen einschließlich CE-Zeichen. Weiterhin erfolgt eine Baumusterprüfung einer zertifizierten Stelle. Der Brückenbesichtigungswagen hat ein Eigengewicht von ca. 30 t, seine Untersichtbühne kann bis auf 27 m elektrisch austeleskopiert werden und ist mittels eines Drehkranzes um 180° schwenkbar. Zusätzlich ist für die Überprüfung der Brückenkappen eine elektrisch betriebene Hubbühne vorgesehen. Mit der Fertigung der Anlage beginnt Teupe voraussichtlich 2017.

Die 690 m lange Rheinbrücke Leverkusen ist als Schrägseilbrücke mit zwei Pylonen konstruiert. Sie trägt mit einer Nutzbreite von ca. 37 m die sechs Fahrspuren der Autobahn BAB 1 sowie beidseitig einen Rad- und Fußweg. Das Bauwerk aus der ersten Hälfte der 1960er Jahre weist in allen Bereichen so erhebliche Schäden auf, dass es seit einigen Jahren unter Dauerbeobachtung durch Brückenfachleute steht. Die zulässige Geschwindigkeit wurde im Mai 2013 für alle Fahrzeuge auf 60 km/h begrenzt; für den Lkw-Verkehr ab 3,5 t ist die Brücke gesperrt.

Teupe erhielt den Auftrag für die Konstruktion von zwei Permanent-Brückenbesichtigungswagen. Der Auftragsumfang umfasste alle Arbeiten von der Konstruktion und der Anfertigung der Ausführungszeichnungen über die Erbringung aller prüffähigen statischen Nachweise und Baumusterprüfung bis hin zur Fertigung, Lieferung und Montage der beiden Brückenbesichtigungswagen ober- und unterstromseitig. Für die Ausführung von Befundungs-, Wartungs- und Unterhaltungsarbeiten sind beide Anlagen an der kompletten Brückenunterseite horizontal und vertikal verfahrbar.

Seit der Inbetriebnahme der beiden Brückenuntersichtgeräte führt Teupe auch deren elektrische sowie mechanische Wartung vollumfänglich aus.

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Dieser Artikel erschien in der Ausgabe Allgemeine Bauzeitung 10/2016.

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