Tarifverhandlungen auf August vertagt

Mainz (dpa). – Die Tarifverhandlungen für die rund 890.000 Beschäftigten der deutschen Bauwirtschaft sind bei der letzten Sitzung überraschend abgebrochen worden. Die Arbeitgeber hatten die auf zwei Tage angelegte zweite Verhandlungsrunde in Mainz für beendet erklärt und der IG Bauen Agrar Umwelt einen dritten Gesprächstermin im August angeboten. IG-BAU-Verhandlungsführer Carsten Burckhardt zeigte völliges Unverständnis und unterstellte der Gegenseite ein Zeitspiel: "Sie wollen lediglich die Verhandlungen in die Länge ziehen mit dem Hintergedanken, dass es solange auch keine Tariferhöhungen gibt." Die Arbeitgeber ihrerseits kritisierten, dass die Gewerkschaft erneut über die Frage sprechen wollte, wie Arbeiter für die oftmals sehr langen Wegstrecken zu den Baustellen entschädigt werden könnten. Dies sei mit anderen Themen bereits in moderierten Spitzengesprächen unter dem Schlichter Rainer Schlegel nach der vorherigen Tarifrunde erörtert worden. Ein entsprechendes Abschlusspapier liege den Gremien zur Beratung vor. "Leider hat die Gewerkschaft immer wieder von der eigentlichen Diskussion der Entgeltfrage abgelenkt", sagte der Verhandlungsführer Uwe Nostitz vom Zentralverband Deutsches Baugewerbe. Die Gewerkschaft fordert in der trotz Corona boomenden Branche neben dem Wegegeld 5,3 Prozent mehr Lohn und Gehalt. Die Arbeitgeberseite hatte in der ersten Runde ein erstes Angebot vorgelegt.

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