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TDK-Branchentreff

Frisches Turmdrehkran-Wissen angeeignet

Thorsten Schneider, Koordinator der TDK-Interessenvertretung (r.), bereitete das Plenum auf Informationen von Wolfgang Heinisch, Obmann des TDK-Lenkungskreises (l.), sowie auf Themen der darauf folgenden Referenten vor.

Wilhelmshaven (mm). – 108 Fachspezialisten sind kürzlich zum Turmdrehkran(TDK)-Branchentreff nach Wilhelmshaven gekommen, zu dem die TDK-Interessenvertretung des Verbandes der Baubranche, der Umwelt- und Maschinentechnik e. V. (VDBUM) eingeladen hatte. Das Ziel der Veranstaltung bestand darin, Hilfestellungen zur Lösung von Problemen in der Praxis zu bieten – z. B. mit einem Kran-Steuerungssystem. 

Zur Begrüßung stellte Thorsten Schneider, Leiter der VDBUM-Akademie und Koordinator der TDK-Interessenvertretung, gegenüber den anwesenden TDK-Betreibern, -Vermietern, -Händlern sowie Sachverständigen/befähigten Personen heraus, dass Berufserfahrene gerade aus dem praktischen Teil der Akademie-Schulungen viel Wissen mitnehmen. Daher sei der Veranstalter dem Konzept treu geblieben: Im Vorfeld des Branchentreffs hat der TDK-Lenkungskreis getagt und als Vorprogramm hat eine Werksbesichtigung stattgefunden – diesmal bei der vor Ort ansässigen Manitowoc Crane Group.

Am Vormittag des Hauptveranstaltungstages machte Wolfgang Heinisch, Obmann des TDK-Lenkungskreises im VDBUM, auf Fachinformationen zu Rechtsgrundlagen und Betriebssicherheitsvorschriften für den sicheren Einsatz von TDK aufmerksam: Dazu werden Handlungsempfehlungen für Mitglieder der TDK-Interessenvertretung erstellt, die sich zeitnah auf einer Homepage abrufen lassen sollen. Ergebe sich einmal eine Herausforderung, sobald ein Antrag auf eine Ausnahmegenehmigung bei einer Aufsichtsbehörde gestellt wird, soll dort auch ein Katalog mit bereits häufig geäußerten Fragen und dazu passenden Handlungshilfen bereitgestellt werden.

Lutz Walldorf, Referent von Manitowoc, gab einen Überblick über die firmeneigene CCS-Kran-Steuerung, die sich als rechnergestützte, modulare Steuereinheit in Mobilkranen der Marke Grove, in Turmdrehkranen der Marke Potain, in Raupenkranen der Marke Manitowoc und in Aufbaukranen der Marke National Crane einsetzen lässt. Ziel der Lösung sei es, eine produktübergreifende Standardisierung von Steuerelementen in Manitowoc-Kranen zu erreichen. Die Kransteuerung könne durch Zusatzmodule erweitert werden: Am Potain-Turmdrehkran verdeutlichte Walldorf z. B., dass optional ein über CAN Bus angesteuertes Modul zur Übertragung von Betriebs- und Service-Daten in Echtzeit zur Anwendung kommen kann: Mithilfe von "Crane Star" könne die Kranarbeit kontrolliert werden.

Michael Lochthofen, Berater von Unternehmen beim Aufbau einer rechtssicheren Organisationsstruktur im Bereich der Elektrotechnik, sprach als Fachdozent der Mebedo Akademie u. a. über die Leistungsermittlung für die Dimensionierung des elektrischen Krananschlusses. Darüber hinaus beleuchtete Lochthofen für die Teilnehmer die Baustelleneinrichtung (Elektro-BE), den Blitzschutz am Turmdrehkran sowie die Schnittstelle TDK – Elektro-BE und Ursachen für Kranstörungen im Zusammenhang mit der Kran-Spannungsversorgung.

Andreas Waibel, Technischer Leiter im Geschäftsfeld Seile und Anschlagmittel bei der Pfeifer Seil- und Hebetechnik GmbH, stellte Stahldrahtseile an Turmdrehkranen in den Mittelpunkt. In seinem Vortrag sensibilisierte er Teilnehmer dafür, typische Seilschäden sowie Funktionsprobleme – wie Ermüdungsbrüche und Brüche durch Schwingungsrisskorrosion – zu erkennen. Letztere können von fehlendem Korrosionsschutz verursacht worden sein, weshalb auf die regelmäßige Schmierung der Seile zu achten sei.

Abschließend widmete sich Dr. Rudolf Saller, Rechtsanwalt der Kanzlei Jehle & Kollegen, dem Begriff der unteilbaren Ladung bei Kran-Transporten.  Am 23. Januar 2018 wird die Veranstaltung in Ottobeuren – mit einer Werksbesichtigung bei der Firma Pfeifer Seil- und Hebetechnik am Vortag – wiederholt. Das Angebot zweier Termine soll künftig beibehalten werden.

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