Anzeige

Technik-Seminar

Arbeitsvorbereitung und digitaler Wandel

Gladbeck (ABZ). – Das Technik-Seminar des Güteschutzverbandes Stahlgerüstbau e. V. mit dem aktuellen Thema "Arbeitsvorbereitung und digitaler Wandel" fand am 10. März 2017 im Glad-becker Hotel Van der Valk statt. Dieses Seminar diente als Auftaktveranstaltung und allgemeine Einführung zum Jah-resthema "Gerüstbau 4.0/digitaler Wandel" – ein Thema, das in weiteren Veranstaltungen vertieft wird, z. B. bei der diesjährigen Bundesfachtagung vom 11. bis 13. Mai in Salzburg und bei dem Groß-Seminar am 10. und 11. November 2017 in Hannover.

In der Produktfertigung ist der kontinuierliche Prozess der digitalen Weiterentwicklung nach Angaben des Güteschutzverbandes Stahlgerüstbau bereits sehr weit fortgeschritten und Industrie 4.0 bringt mit modernen Informations- und Kommunikationstechniken einen erneuten Innovationsschub für industrielle Prozesse. Auch das Gerüstbauer-Handwerk in der Dienstleistung stelle sich nicht erst in der Zukunft, sondern bereits heute digitalen Herausforderungen. Vor allem in der Arbeitsvorbereitung, die bereits in der Kalkulationsphase wie auch nach Auftragserteilung enorm wichtig für den Erfolg oder auch Misserfolg von Projekten ist, bringe der digitale Wandel Chancen für den Gerüstbau.

Das Technik-Seminar 2017 des Güteschutzverbandes Stahlgerüstbau e. V. bot Teilnehmern Gelegenheit, sich im Rahmen des Seminares von erfahrenen Fachleuten informieren zu lassen. Die Inhalte wurden von den Referenten durchgehend anhand von konkreten und interessanten Projekten vermittelt, was den praktischen Nutzen sichergestellt hat. Den Seminarteilnehmern sei sehr bewusst geworden, dass durch die laufende Digitalisierung verschiedenste Veränderungen und Innovationen auf das gesamte Gerüstbaugewerbe zukommen, z. B. in der Baulogistik: Durch die Abbildung der digitalen Prozesse und BIM durchlaufe diese seit einiger Zeit tiefgreifende interdisziplinäre Prozesse, um letztendlich Zeit einzusparen und damit die Kostenseite zu entlasten. Digitale Ausschreibungen werden in naher Zukunft der Regelfall sein, d. h. Angebote müssen entsprechend in digitaler Form bearbeitet, "abgegeben" und versendet werden können. Die Botschaft aus den Vorträgen im Rahmen des Seminares war u. a., dass der analoge Austausch von Daten zwischen dem Gerüstbauer und bspw. dem Statiker im Planungs-, Konstruktions- und Nachweisprozess nach dieser Prägung nicht mehr funktionieren wird und Termine so nicht mehr zu leisten sind. Um letztendlich einen Zeit- und ggf. Marktvorteil zu erreichen, müsse man die Umstellung auf digitale Prozesse vornehmen.

Dieser Artikel erschien in der Ausgabe Allgemeine Bauzeitung 12/2017.

Ausgewählte Unternehmen

Die Anbieterprofile sind ein Angebot von llvz.de
Anzeige

Weitere Artikel