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Temperierte Sanierung in Bayreuth

Backsteinfassade am Festspielhaus erneuert

Anlieferung der mobilen Wärmekomponenten von mobiheat zur effizienten Beheizung der "Fassadenbaustelle" über die Wintermonate 20017/2018. Die mobile und kompakte Heizzentrale MH300F als Anhänger wurde einfach an einer zentralen Stelle zu den Fassadenabschnitten aufgestellt.

Bayreuth (ABZ). – Ein Großteil der Ziegelfassade am Festspielhaus Bayreuth wurde im Winter 2017/2018 durch die Beheizung mit mobilen Komponenten von mobiheat auf Temperatur gebracht. Durch Verzögerungsphasen konnte der zweite Sanierungsabschnitt erst im Herbst 2017 beginnen und machte den durchgehenden Baubetrieb über die Wintermonate erforderlich. Gemäß der bauseitigen Vorgabe musste der Luftraum um die Außenfassaden an der hinteren Gebäudefassade und dem Bühnenturm mindestens 6 °C betragen, damit der Spezialmörtel, mit dem die neuen Ziegel eingesetzt wurden, sicher und zuverlässig verarbeitet werden konnte. Nach dem Abklopfen der gesamten Fassaden mussten mehr als 4500 Fassadenziegel behutsam ausgebaut und neue, mittels eines Spezialmörtels, eingesetzt werden. Der beauftragte Architekt Detlef Stephan hatte gemäß seines Sachstandsberichts zur Sanierung des Bayreuther Festspielhauses, die Fassadensanierung des Festspielhauses, nach dem Bauzeitenplan bis März 2018 eingeplant. Deshalb wurden die Arbeits- und Fassadengerüste mit einer Thermoplane eingehaust. Die "Arbeitsraumbeheizung" erfolgte mit mobilen Heizkomponenten von mobiheat.

Dafür mietete die Servicestation Zeppelin Rental in Bayreuth bei mobiheat ein Heizmobil "mobiheat MH300F" mit 320 kW Heizleistung und sechs mobile Lufterhitzer "mobiheat MHL50" mit je 50 kW Heizleistung inkl. der Zubehörteile an. In diesem speziellen Anwendungsfall griff die Bayreuther Servicestation auf mobiheat zurück, da die Komponenten von mobiheat geringe Abmessungen, geringes Gewicht mit hohen Leistungswerten verbinden. Das kompakte und komplette mobile Heizsystem "MH-300F" ist in einem Container-Pkw-Anhänger witterungs- und vandalismusgeschützt installiert, inkl. einem 1500 l fassenden, doppelwandigem Heizöltank. Inkludiert ist auch das Fernüberwachungsmodul, das alle aktuellen Leistungswerte an die mobiheat-Zentrale meldet und so auch der Tankinhalt jederzeit bekannt ist, um rechtzeitig für eine Nachbetankung zu sorgen.

Über isolierte Verbindungsleistungen, den Vor- und Rücklauf, wurden die sechs mobilen Lufterhitzer "mobiheat MHL50" über einen mobiheat-Verteiler an das Heizmobil angeschlossen. Die Vorteile der warmwassergeführten Lufterhitzer sind u. a., dass sie energieeffizienter leisten als eine reine Warmluftheizung. Außerdem lassen sich die relativ dünnen Verbindungsschläuche besser an die jeweiligen Anwendungs- und Platzverhältnisse anpassen. Sie nehmen weniger Platz in Anspruch, als Warmluftversorgungsschläuche mit einem wesentlich größeren Durchmesser.

Des Weiteren wird mit den wassergeführten Lufterhitzern die Wärmeenergie an mehreren Standorten erzeugt, was zu einer ausgewogenen und großvolumigen Warmluftverteilung führt. Mit diesen Systemkomponenten wurde die Fassadenbaustelle völlig autark mit Warmluft versorgt und konstant auf eine Lufttemperatur ? 6 °C temperiert.

Das Festspielhaus wurde im Jahr 1872 nach Entwürfen des Komponisten Richard Wagner (1813–1883) in Auftrag gegeben und im Stil der hellenistischen Romantik erbaut. Das Gebäude wird ausschließlich in den Sommermonaten während der Bayreuther Festspiele bespielt. In den 1960er-Jahren wurde das ursprüngliche Fachwerk aus Holz in Zuschauerraum und Bühnenhaus bereits durch Beton und Stahl ersetzt. Außen besteht das Gebäude weitgehend aus roten Ziegelsteinen.

2015 hatte der Architekt Detlef Stephan einen Sachstandsbericht zur Sanierung des Bayreuther Festspielhauses vorgelegt, der auch den Umbau- und Sanierungsbedarf im Inneren des Hauses umfasst, vor allem bei der Elektrotechnik und im Hinblick auf die Barrierefreiheit im Zuhörerraum. Die gesamte Sanierung wird nach Einschätzung des kaufmännischen Direktors der Bayreuther Festspiele, Heinz-Dieter Sense, mindestens acht Jahre in Anspruch nehmen, da die Arbeiten nur außerhalb der Festspielzeit und der dafür notwendigen Probenzeit durchgeführt werden können. Bislang haben der Bund und der Freistaat Bayern 30 Mio. Euro für die Sanierung bewilligt.

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