Thermoisolierung für Sattelkipper

Gewichtsreduzierung im Mittelpunkt

Schmitz Cargobull Nutzfahrzeuge
Eine hohe Nutzlast bietet die Alu-Kastenmulde von Schmitz Cargobull, die auch mit Vollisolierung angeboten wird (Halle B4, Stand 213). Fotos: Schmitz Cargobull

Horstmar/Gotha (ABZ). – Für die Transporteure im Fernstraßenbau gelten seit Anfang 2015 gestiegene Anforderungen im Asphalttransport. Ziel ist die langfristige Qualitätsverbesserung im Oberbau für eine höhere Belastbarkeit der Verkehrswege. Um eine Abkühlung des Einbaumaterials während des Transports zu verhindern, ist somit eine Thermo-Isolierung der Mulde notwendig. Bei der Übergabe des Asphalts muss die Qualität der Lieferung mit einer Temperaturmessung nachprüfbar sein. Die Vorgaben für Bundesfernstraßen in Deutschland werden – von aktuell für Großbaustellen mit einer Asphaltdecke ab 18.000 m² – schrittweise bis 2019 auf alle Bauabschnitte ausgedehnt. Neufahrzeuge werden dann mit einer fest installierten Messtechnik ausgestattet sein.

Zur bauma präsentiert Schmitz Cargobull (Halle B4, Stand 213) eine neuentwickelte Thermoisolierung für die Stahl-Rundmulde. Dabei wurde ein besonderes Augenmerk auf die Gewichtsreduzierung gelegt. Das Ergebnis sind 200 kg mehr Nutzlast für den Kunden beim Sattelkipper S.KI mit Stahlrundmulde (SR 7.2/ Bordwandhöhe 1460 mm). Durch die Neugestaltung des Aufbaus der Isolierung, bei dem das Isoliermaterial und das Außenblech nicht mehr miteinander verbunden sind, wird eine segmentierte Isolierung der Seitenwand möglich. Der Vorteil ist: Bei Beschädigung, z. B. durch seitliches Anfahren von Radladern, können die einzelnen Segmente einfach ausgetauscht werden.

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Schmitz Cargobull Nutzfahrzeuge
Das Modellprogramm Stahlrundmulde (SR) von Schmitz Cargobull mit Thermoisolierung umfasst Varianten verschiedener Systemlängen. Je nach Bedarf stehen verschiedene Boden- und Seitenwand-Kombinationen zur Auswahl. Außerdem kann der Kunde zwischen unterschiedlichen Rückwandklappenvarianten und Verdeck-Systemen wählen.

Als Isoliermaterial kommt ein wasserresistenter, elastomerer Schaumstoff auf Kautschukbasis zum Einsatz, der natürlich die geforderten Werte entsprechend Einsatzankündigung des Bundesministeriums für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI) sowie den Standard der geplanten DIN-Norm erfüllt. Ein weiterer Vorteil des segmentierten Aufbaus ist die einfache Demontage der Isolierung vor Schweißarbeiten in der Mulde (z. B. dem Einschweißen eines Verschleißbleches), so dass eine Beschädigung des Isoliermaterials vermieden wird. Aufgrund der Anpassung im Bodenbereich der Mulde ist es nun möglich, den gewohnt niedrigen Schwerpunkt auch für die isolierte Ausführung beizubehalten. Die neue Isolierung erlaubt zudem eine größere Variantenvielfalt, so dass auch Mulden für andere europäische Märkte darstellbar sind, z. B. Systemlänge SR 8.2 für den belgischen Markt. Das Modellprogramm Stahlrundmulde (SR) mit Thermoisolierung umfasst die Varianten der Systemlänge SR 7.2 für die Volumen von 24 und 27 m³ (Bauhöhe 1460 und 1660 mm) sowie die Systemlänge SR 8.2 für das Volumen von 27 m³ (Bauhöhe 1460 mm). Je nach Bedarf stehen verschiedene Boden- und Seitenwand-Kombinationen zur Auswahl (Seitenwände 3,2/4/5 mm, Boden 4/5/6 mm). Außerdem kann der Kunde zwischen verschiedenen Rückwandklappenvarianten und Verdeck-Systemen wählen. Parallel zur Stahlrundmulde wird auch die Alu-Kastenmulde mit einer Vollisolierung angeboten. Diese gewichtsoptimierte Transportlösung erfüllt ebenso die geforderten Isolierwerte und sorgt mit einem Eigengewicht von lediglich 5,1 t für eine hohe Nutzlast. Die Isolierung ist am Boden bündig eingelassen und verringert an den Seitenwänden nur geringfügig das Muldenvolumen. Da die äußeren Abmessungen der Mulde sich dadurch nicht wesentlich ändern behält der Sattelkipper seinen tiefen Schwerpunkt und kann z. B. mit allen Optionen für die Muldenabdeckung aus dem Standardprogramm kombiniert werden. Alle Mulden sind für die Ausrüstung der Mess-Sensorik vorbereitet.

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