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Ton

Effizientes Schichtmineral macht Karriere

Emoton, Baustoffe, Ökologisches Bauen

Ton steht uns bereits seit Jahrtausenden als Baustoff zur Verfügung. Die Spezialisten von Emoton haben ihn nun auch für das moderne Bauen und Sanieren ertüchtigt. Foto: Emoton

SULZBURG/ÖSTERREICH (ABZ). - Ton ist das natürliche Bindemittel in Lehmbaustoffen und der für das Raumklima ausschlaggebende Bestandteil. Je höher der Tonanteil eines Lehms, desto höher seine Fähigkeit, Raumluftfeuchte zu puffern und leichtflüchtige Luftschadstoffe (VOC) zu eliminieren. Derart wohngesund veranlagt findet Ton auch als Baustoff Verwendung.

Reiner Ton entsteht in einem geologisch komplexen Verwitterungsprozess aus Graniten, oder genauer, aus feldspathaltigen Gesteinen. Nennenswerte Vorkommen sind selten, zumeist tritt er als Lehm in einer Mischung mit Sanden verschiedener Korngrößen auf. Die innere Struktur reinen Tons erklärt die einmaligen Sorptionseigenschaften: Schichten aus Aluminiumsilikat und kristallinem Wasser erzeugen eine große innere Oberfläche. Diese agiert zusätzlich zur porösen oder kapillaren Sorption und potenziert dadurch die Aufnahmefähigkeit für Wasserdampf und gasförmige Schadstoffe.

Ton steht uns Menschen einerseits seit Jahrtausenden als Baustoff zur Verfügung. Ihn jedoch für das moderne Bauen und Sanieren zu ertüchtigen, bedeutet, seine baubiologischen Eigenschaften mit Wirtschaftlichkeit und Verarbeitungssicherheit zu verbinden. Dahinter stehen ein Jahrzehnt akribischer Entwicklungsarbeit und beträchtliche Investitionen. Der österreichische Tonputzhersteller Emoton bietet jetzt ein komplettes System für den baubiologisch hochleistungsfähigen und dabei wirtschaftlichen Innenausbau an: die Trockenbauplatte EmoCell, Spezial-Innenputze sowie ein breites Spektrum an Design-Spachtelungen. Dabei spielt der Baustoff seine natürlichen Stärken voll aus.

Luftreinigung: Die Bestandteile der Atemluft stehen über die Lungen im direkten Austausch mit unserem Blut und den Körperzellen. Je leichtflüchtiger ein Stoff ist, desto kürzer ist der Weg in den Körper und desto kritischer ist er einzustufen. Der "Klassiker" unter den Luftschadstoffen, das besonders leichtflüchtige Formaldehyd, wurde daher aktuell von der EU heraufgestuft und als besonders kritisch beurteilt. Formaldehyd kann durch Rückreaktion mit Luftfeuchtigkeit über Jahre aus Holzwerkstoffen ausgasen, sowie vorübergehend von Farben und Lacken freigesetzt werden. Insgesamt ist es nach wie vor der am häufigsten anzutreffende Störenfried im Innenraum.

Als weitere wichtige VOC-Stoffklassen sind zu nennen: Alkane, aromatische Kohlenwasserstoffe, Terpene und Ester. Es sind tausende verschiedener Substanzen im Gebrauch. Sie können aus Klebern, Kunststoffoberflächen, Möbeln, Farben und Lacken, Löse- und Reinigungsmitteln und sogar aus Duftölen ausgasen. Die leichtflüchtigen Innenraumschadstoffe haben ganz unterschiedliche Molekülgrößen und Ladungseigenschaften. Deshalb gibt es kaum einen Baustoff, der das ganze Spektrum wirksam aus der Raumluft eliminieren kann. Für Ton konnte dies von der Holzforschung Austria jedoch in beeindruckender Weise nachgewiesen werden. Alle Sorptionswerte lagen um das vielfache über den aktuellen baubiologischen Orientierungswerten.

Stabile Luftfeuchtigkeit: Ton leistet eine entsprechend hohe Sorptionsfähigkeit auch für dampfförmiges Wasser. Überschüssige Luftfeuchtigkeit wird jedoch nicht einbehalten, sondern in Phasen von Trockenheit schnell wieder an den Innenraum abgegeben. Die Raumluftfeuchte in einem stabilen mittleren Bereich zu halten, ist bekanntermaßen wichtig für die körperliche Widerstandskraft und für die Werterhaltung der Bausubstanz.

Ton als Wand-Oberfläche verhindert zudem eine elektrostatische Aufladung der Wände, wie sie permanent durch vorbeistreichende Luft geschieht. Das Resultat ist eine geringere Staubbildung, deutlich weniger schwebender Staub und eine gesundheitlich günstige Ionisation der Luft.

Nicht zuletzt ermöglicht Ton durch seine hohe Wärmespeicherkapazität in der Heizperiode warme Oberflächen, sowie im Holzbau und Dachausbau einen erhöhten sommerlichen Hitzeschutz.

Ton ist 100 % frei von Ausdünstungen, absorbiert Gerüche, ist ideal geeignet für Allergiker und hat eine hervorragende Ökobilanz. Das Material ist selbstbaufreundlich und sehr langlebig.

Emoton produziert im oberösterreichischen Mühlviertel traditionell Spezialputze und Design-Spachtelungen aus Ton. Seit Herbst 2013 ist das Ton-Trockenbausystem EmoCell auf dem Markt, das erstmalig reinen Ton, hier im hochfesten Verbund mit Zellulose, für den Trockenbau verfügbar macht.

Die Platte und die dazugehörigen Systemprodukte wurden auf wirtschaftliche Verarbeitung und ein gutes Preis-Leistungsverhältnis entwickelt und sind so in einen akzeptablen Abstand zu konventionellen Trockenbau-Produkten gerückt. Verarbeitet werden die 15 mm starken Tonbauplatten im Grunde wie eine herkömmliche Gipskartonplatte. Nach dem Errichten oder Auskleiden der Wände entsteht durch eine nur 3 mm dünne Tonspachtelung die fertige Wandoberfläche.

Alternativ kann Ton in unterschiedlichen Rezepturen als Spezial-Innenputz verarbeitet werden, auch maschinell. Die Anforderungen an den Untergrund sind gering: Ziegelmauerwerk, Kalksandstein, Porenbeton, vorhandene Altputze und Mischuntergründe sind möglich.

Die Emoton-Oberflächen sind Design-Spachtelungen, die in Schichtstärken von 1-3 mm verarbeitet werden. Sie können vielfältig farbig gestaltet oder ganz schlicht in weiß ausgeführt werden, rustikal oder puristisch-modern. Der kreativen Fantasie sind beim Gestalten der Wände kaum Grenzen gesetzt. Der Hersteller bietet hierzu eine ausführliche Beratung an, sowie kurzweilige Verarbeitungs-Workshops mit Urlaubs-Flair in der Firmenzentrale im österreichischen St.Veit (Nähe Linz).

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