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Tradition meets Innovation

Sanierung von "Big Ben" hat begonnen

Bei den Gerüstbauarbeiten für die Sanierung des berühmten Londoner Wahrzeichens "Elizabeth Tower" sollte die Rüst- und Projektzeit so kurz wie möglich gehalten werden. Die Verantwortlichen entschieden sich deshalb entgegen der englischen Gerüstbautradition mit Rohren und Kupplungen für das im Markt bekannte, schnelle und wirtschaftliche Layher Allround Lightweight. Wenige und leichte Grundbauteile sowie die selbstsichernde Keilschlossverbindung AutoLock ohne Verlierteile sorgten nicht nur für eine schnelle Montage der fast 24 000 Gerüstbauteile, sondern auch für die Sicherheit von Gerüstbauern und Passanten.

London/Großbritannien (ABZ). – Ein traditionsreiches Projekt hat einen wichtigen Meilenstein erreicht: Mit dem Richtfest – eine Tradition, die bis ins 14. Jh. zurückreichen soll – wurde der Abschluss der Gerüstbauarbeiten am berühmten Londoner Wahrzeichen "Elizabeth Tower" gefeiert. Festlich untermalt mit traditioneller Dudelsackmusik. Hintergrund für die Einrüstung ist die umfassende Sanierung des bekannten Glockenturms aus viktorianischer Zeit, der im Volksmund – nach der größten seiner fünf Glocken – auch liebevoll "Big Ben" genannt wird und heute zu den häufigsten Instagram-Motiven gehört.

Doch während seine Glocken traditionell die 18-Uhr-Nachrichtensendung von BBC ankündigen, bleiben diese – fast 160 Jahre nach dem ersten Läuten – im Zuge der vierjährigen Renovierung erst einmal stumm. Jetzt werden u. a. die Kalksteinfassade und das gusseiserne Dach ausgebessert. Voraus gingen komplexe Gerüstbauarbeiten, die alle Bereiche des rd. 96 m hohen Turms für die Steinmetze und Sanierungsexperten sicher zugänglich machen sollten. Um die Rüst- und Projektzeit so kurz wie möglich zu halten, entschieden sich die Verantwortlichen entgegen der englischen Gerüstbautradition mit Rohren und Kupplungen für das im Markt bekannte, schnelle und wirtschaftliche Layher Allround Lightweight. Durch den Einsatz höherfester Stahlsorten, neuen Fertigungsprozessen und konstruktiven Verbesserungen ist es Layher gelungen, das Gewicht der Grundbauteile des AllroundGerüsts zu minimieren – bei gleichbleibend hoher bzw. erhöhter Tragfähigkeit. Durch ein geringeres Bauteilgewicht können Gerüstbauunternehmen ihre Transportkosten reduzieren und ihre Auf- und Abbauleistung steigern.

Festlich untermalt mit traditioneller Dudelsackmusik wurde der Abschluss der Gerüstbauarbeiten am berühmten "Elizabeth Tower" in London gefeiert.

Die selbstsichernde Keilschlossverbindung AutoLock ermöglicht darüber hinaus den schnellen Anschluss von Riegeln aus der gesicherten Lage – ohne Verlierteile. Dies war bei diesem Projekt im Hinblick auf Montageschnelligkeit – notwendig waren fast 24 000 Einzelbauteile – und die Sicherheit von Gerüstbauern und Passanten ein klarer Vorteil gegenüber Rohren und Kupplungen. Verschiedene Standardlängen und passende Ausbauteile ermöglichen zudem flexible Geometrieanpassungen und eine breite Anwendungsvielfalt.

Für ein sicheres Arbeiten sollten alle vier Seiten des "Elizabeth Towers" eingerüstet werden. Da er aber an drei Seiten an benachbarte Gebäudeteile angrenzt, stand der Boden nur an einer Seite als Gerüstaufstellfläche zur Verfügung. Von britischen Gerüstbauspezialisten wurde deshalb eine spezielle Stahlkonstruktion entworfen, um die angrenzenden Dächer zu überspannen. Von dieser soliden Basis aus konnte das Gerüst bis auf die geforderten 98 m für die Dachsanierung weitergebaut werden. Da auf eine Verankerung am historischen Bauwerk verzichtet werden sollte, sorgten die Gerüstbauer mittels Horizontalverbänden und Druckabstützungen für die notwendige Standsicherheit.

Auch weitere Baustellenanforderungen konnten mit passenden Ausbauteilen wirtschaftlich umgesetzt werden – z. B. Allround-Konsolen zur Reduzierung des Wandabstands an der strukturierten Fassade mit zahlreichen Schmuckelementen, Gitterträger zum Überbrücken der Uhren und ein Allround-Treppenturm als Baustellenzugang.

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Dieser Artikel erschien in der Ausgabe Allgemeine Bauzeitung 43/2018.

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