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Transparente Brandschutzelemente

Für Gestaltung von Gebäuden und deren Sicherheit ein Gewinn

Brandschutz

Mit ihren großzügigen Rundbögen und der Sprossenaufteilung entsprechen diese Innenraumfenster im Naturhistorischen Museum vollständig dem Baustil in dem sie ursprünglich geplant wurden. Sie sind aber als Brandschutzelemente ausgebildet.

ADELBERG (ABZ). - Bei den Themen Transparenz, Leichtigkeit und Ästhetik denken viele Planer an Glas. Beim Thema Brandschutz eher an massive Baustoffe, wie Stahl oder Beton. Tatsächlich waren transparente Brandschutzelemente viele Jahrelang ein Wunschtraum zahlreicher Planer und Architekten.

Glücklicherweise hat sich dieser Ende der 1970er-Jahre erfüllt – dank der Entwicklung des Brandschutzglases mit der Feuerwiderstandsklasse F. Bis dahin konnte nur Drahtglas als brandschutztaugliches Glas eingesetzt werden. Dieses brachte jedoch den Nachteil mit sich, dass der Betrachter ständig das Drahtgitter sah und bot nur eingeschränkt Brandschutzsicherheit.

Infolgedessen kann genau genommen erst mit der Erfindung der F-Gläser (Funktionsweise siehe Kasten) tatsächlich von Brand-Schutz-Gläsern gesprochen werden. Denn erst sie blockieren die Hitzestrahlung und verhindern, dass sich auf der feuerabgewandten Seite brennbare Materialien entzünden.

Bandbreite wirdpermanent erweitert

Diese Entwicklung war ein Meilenstein im Brandschutzbereich und ermöglichte es ästhetisch hochwertige Brandschutztüren und -fenster zu bauen. Bis heute wird die Bandbreite der Brandschutzgläser um viele Funktionen erweitert, sodass mittlerweile neben der Brandhemmung auch noch Schutzziele wie Absturzsicherheit oder Beschusshemmung erreicht werden. Zudem sind inzwischen Verglasungen für den Außenbereich mit Anforderungen an den Wärmeschutz genauso möglich wie Verglasungen über Kopf. Einen wesentlichen Anteil an der Entwicklung großflächiger Brandschutzverglasungen hatte Claus Schmid, Geschäftsführer der Firma Holzbau Schmid (Hoba) aus Adelberg. Bspw. stellte er als Erster Feuerschutztüren ohne Verbindungen der Zargen an die umgrenzenden Rahmen frei ins Glasfeld. Eine Montagelösung, die bis dahin noch niemand gewagt hatte. Doch dies allein genügte dem umtriebigen Schwaben nicht. Er arbeitete weitere Konstruktionen aus und sorgte für ihre Zulassung. Hierzu gehört z. B. eine geneigte Verglasung, deren Scheiben nur noch an den Ecken gehalten ist und deren Fugen mittels Silikon verschlossen sind.

Sie wurde erstmalig an der Wirtschaftsuniversität Wien im dortigen Library & Learning Center (LLC) verbaut. Architektin dieses Projektes ist Zaha Hadid, die für ihre extravagante Architektur weltweit berühmt ist. Bereits Mitte 1990 entwickelte Hoba einen Lüftungsflügel, der die Basis für Brandschutzfenster in der Fassade wurde. Und so kam es dazu: Die Mitarbeiter des Architekturbüros Asplan aus Kaiserslautern sahen bei der Planung der Universität Saarbrücken mehrere kleine Leseräume vor, die sich in einer Rotunde befanden und über sechs Vollgeschosse verteilt waren (26 m hoch). Da diese Rotunde frei in der Eingangshalle steht, war ein Feuerwiderstand von 30 min gefordert, der verglast ausgeführt werden sollte. Nun stellte sich die Frage, wie diese Verglasung ohne Hebegeräte gereinigt werden kann. Als Lösung schlugen die Hoba-Mitarbeiter den Architekten eine öffenbare Verglasung vor. Nach erfolgreicher Prüfung wurden diese "Brandschutzfenster" mit Zustimmung im Einzelfall eingebaut. Heute verfügt das Unternehmen über Zulassungen zu dem Produkt bis zur Feuerwiderstandsklasse F90. Die Fenster können als Holz oder Holz-Aluminium-Verbundsystem geliefert werden. Weitere namhafte Objekte, in denen eine Vielzahl von Hoba-Brandschutzfenstern eingebaut wurde, sind z. B. die katholische Hochschule in Berlin oder das Museum der Bayerischen Könige am Fuße von Schloss Neuschwanstein.

Ein wichtiges Einsatzgebiet transparenter Brandschutzelemente sind denkmalgeschützte Gebäude. Hier müssen die Verantwortlichen sowohl die Anforderungen des Brand- als auch des Denkmalschutzes berücksichtigen. Mithilfe der Hoba-Bauelemente lassen sich historische Fenster und Türen derart originalgetreu als brand- und rauchhemmende Bauelemente nachbauen, dass der Betrachter fast keinen Unterschied bemerkt. Dadurch bleibt der architektonische Charakter des alten Gebäudes erhalten und dessen Nutzer und Sachwerte sind im Notfall geschützt. Diesen Vorteil nutzen mehr und mehr kirchliche Einrichtungen, um ihre Klöster und Anlagen bei der Sanierung mit zeitgemäßem Brandschutz zu versehen. Besonders erwähnenswert sind in diesem Zusammenhang das Kloster St. Michael in Bamberg und die Abtei Brauweiler in Pulheim. Ein weiteres Beispiel für die Qualität der Hoba-Bauelemente ist, dass sie in international bekannten Bauwerken, wie z. B. dem Schloss Herrenchiemsee, dem Militärhistorischen Museum in Dresden und im Naturkundemuseum in Berlin zum Einsatz kamen.

Die konsequente Entwicklung ungewöhnlicher Brandschutzelemente im Hause Hoba ist unter anderem der Tatsache geschuldet, dass der schwäbische Brandschutzspezialist bei seiner täglichen Arbeit immer die Anregungen von Architekten und Bauherren in seine Innovationen einfließen ließ. Deshalb ist Hoba bei der Sanierung wertigster Objekte in der Lage, die historische Bausubstanz zu bewahren und den neuesten Bauvorschriften gerecht zu werden – bis zu Feuerwiderständen von 90 min! Diese Vorzüge machen sich auch zahlreiche Planer bei der Sanierung nicht denkmalgeschützter Gebäude zunutze. Ein besonders gelungenes Beispiel hierfür ist die brandschutztechnische Ertüchtigung der Jugendherberge in der Burg Nürnberg.

Hier wurden Brandschutzverglasungen mit Silikonfugen eingebaut und Glastüren mit filigraner Edelstahleinfassung frei im Glasfeld montiert.

Auch bei Neubaugern verwendet

Selbstverständlich ist dieses umfassende Wissen über den gekonnten Einsatz von Brandschutzgläsern nicht auf den Altbaubereich begrenzt. Auch im Neubau ist es sehr hilfreich. Zumal im aktuellen Bauwesen der Baustoff Glas eine wichtige Rolle spielt. Hier wird er dazu genutzt, den Gebäuden ein leichtes, elegantes Erscheinungsbild zu verleihen, und dient sowohl zur natürlichen Belichtung als auch zur Energiegewinnung.

Hoba bietet eine Vielzahl von Systemen an, die den Stil moderner Architektur unterstreichen. Ein Beispiel hierfür ist der Neubau der Rems-Murr-Kliniken in Winnenden bei Stuttgart. In diesem Gebäude der klinischen Oberklasse sind funktionale Anforderungen und zeitgemäße Architektursprache harmonisch vereint. Helle lichtdurchflutete Flure verbinden Verwaltung, Kliniken und Pflege miteinander. Die zentralen Pflegestationsstützpunkte sind allesamt großflächig verglast und mit einem Schiebefenster für Gespräche ausgestattet. Dank den Hoba-Elementen war ein unsichtbarer, 30 min anhaltender Brandschutz bei vollständiger Transparenz möglich.

Um in einem Gebäude Sachwerte und Leben schützen zu können, sind sorgfältige Planung und zuverlässige Bauteile zwingend erforderlich.

Die Holzbau Schmid GmbH & Co. KG aus Adelberg hat sich auf dieses Thema spezialisiert und liefert seit 25 Jahren hochwertige Brandschutzelemente. Hierbei legt das Unternehmen großen Wert darauf, für jedes Bauvorhaben immer eine maßgeschneiderte Lösung zu liefern, die höchsten Qualitäts- und Architekturansprüchen gerecht wird. Dass das Design dabei immer eine große Rolle einnimmt, zeigt sich unter anderem daran, dass eine der Hoba-Türen mit dem internationalen Designpreis RedDot ausgezeichnet wurde.

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