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Transportbeton-Industrie

Weniger Absatz für 2021 erwartet

Der Absatz von Transportbeton könnte im kommenden Jahr um einen mittleren einstelligen Prozentsatz sinken. Davon geht der Bundesverband der Deutschen Transportbetonindustrie e. V. aus.

Düsseldorf (ABZ). – Insgesamt 53,15 Millionen Kubikmeter Transportbeton haben die rund 535 Transportbetonunternehmen in Deutschland im Jahr 2019 produziert. Gegenüber dem Vorjahr ist die Produktion damit um 0,9 Prozent gestiegen. Für das kommende Jahr erwartet der Bundesverband der Deutschen Transportbetonindustrie e. V., dass der Absatz zurückgeht.

Das stärkste Wachstum ist den Zahlen des Bundesverbandes der Deutschen Transportbetonindustrie e. V. zufolge 2019 in den Bundesländern Sachsen-Anhalt, Sachsen und Hessen erzielt worden. Rückgänge bei der Produktion habe es hingegen in Schleswig-Holstein und Hamburg gegeben.

Auch der Umsatz hat sich nach Verbandsangaben im zurückliegenden Jahr erhöht, um 7,4 Prozent auf 4,12 Milliarden Euro. Dies entspricht einem Zuwachs von 6,4 Prozent je verkauftem Kubikmeter Transportbeton. Die Bezugskosten für Bindemittel sind im gleichen Zeitraum um 4,2 Prozent, für Gesteinskörnungen um 4 Prozent und für Personalkosten um 3,1 Prozent gestiegen, teilte der Verband weiter mit. Einen Rückgang gab es bei den Kosten für Dieselkraftstoff: Diese sanken in 2019 um 1,5 Prozent und seitdem bis Juli 2020 um weitere 11 Prozent.

Die Bauindustrie sei bisher vergleichsweise wenig von den Auswirkungen der Pandemie betroffen, erklärte Thomas Hoffmann, Geschäftsführer Wirtschaft des Bundesverbandes Transportbeton. Dies liege nicht zuletzt an dem hohen Bestand an Aufträgen, der Ende 2019 einen neuen Rekordwert in Höhe von 52 Milliarden Euro erreichte. Zumindest im laufenden Jahr erwartet der Verband daher noch keinen Rückgang der Bautätigkeit und der Produktion von Transportbeton. Allerdings werde sich die Pandemie mittelfristig wohl auch auf die bislang noch stabile Bauwirtschaft auswirken, prognostiziert Hoffmann. Aufgrund dessen könnte der Absatz von Transportbeton 2021 um einen mittleren einstelligen Prozentsatz sinken.

Grund dafür sei, dass die Nachfrage im Wirtschaftsbau voraussichtlich zurückgehen werde. Der Wirtschaftsbau könnte vielleicht sogar massiv einbrechen. Durch umfassende Konjunkturpakete würden zwar die öffentlichen Bauinvestitionen voraussichtlich steigen, und im Wohnungsbau seien zumindest keine erheblichen Rückgänge zu erwarten. Doch es sei unsicher, ob dies den Einbruch des Wirtschaftsbaus ausgleichen könne.

Dieser Artikel erschien in der Ausgabe Allgemeine Bauzeitung 38/2020.

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