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TRBS 2121-1 und der Peri Up Gerüstbaukasten

Zukunft wird modular und serviceorientiert

Der Informationsaustausch ist für den Gerüstbau immer wichtiger geworden. Peri hat hierfür ein umfangreiches Schulungs- und Seminarprogramm entwickelt.

Peri Up Gerüstbaukasten: Je weniger Bauteile mit gleichbleibenden Verbindungsstellen ein Baukastensystem hat, desto kürzer sind die Aufbauzeiten.

Weißenhorn (ABZ). – Die Neufassung der technischen Regel für Betriebssicherheit (TRBS) 2121-1 verdeutlicht, wie sehr die Verbindung von Sicherheit und Wirtschaftlichkeit vom technischen Konzept eines Gerüstsystems abhängt. Darauf weist das Unternehmen Peri alsHersteller für Schalungs- und Gerüsttechnik hin. Technische Schutzmaßnahmen hätten eindeutig eine Führungsrolle bei der Vermeidung bzw. Verringerung von Unfällen. Es sei verhaltenspsychologisch begründet, dass v. a.(Sicherheits-Technik), deren Einsatz mit einem höheren Aufwand verbunden sei, oft vermieden werde.

Die oftmals geäußerte Meinung, dass eine Verringerung der Absturzunfälle am besten durch die Intensivierung der Persönlichen Schutzmaßnahmen im Verbund mit flächendeckenden Baustellenkontrollen zu erreichen sei, müsse hinterfragt werden. Bei rd. 219 000 Baugenehmigungen allein im bundesweiten Hochbau für das Jahr 2018 ließen sich Baustellen auch künftig nur stichprobenartig kontrollieren.

Hinzu komme ein Sachverhalt, auf den Prof. Dr. Christoph Bördlein (Experte und Autor des Standardwerkes "Verhaltensbasierte Arbeitssicherheit – Behavior Based Saftey") in seinem Buch "Einführung in die Verhaltensanalyse" hinweise. Er schreibe, dass gegenwärtig in Deutschland noch die Wissenskompetenz und die personellen Ressourcen fehlen würden, um das Konzept der verhaltensbasierten Arbeitssicherheit in Betrieben und Unternehmen im großen Maßstab umsetzen zu können.

Gerüsthersteller in der Pflicht

In der Sicherheitsforschung sei schon lange bekannt, dass sich Unfälle am besten durch eine Optimierung der Sicherheitstechnik verringern bzw. vermeiden ließen. Erst dann folgten organisatorische und zuletzt verhaltensorientierte Maßnahmen. Diese Hierarchie (Technische Maßnahmen, organisatorische Maßnahmen, persönliche Maßnahmen) wird abgekürzt TOP-Prinzip genannt.

Diesem TOP-Prinzip sei Peri gefolgt, als der Hersteller 1998 ein fundamental anderes Konzept für ein Arbeits- und Schutzgerüstsystem vorstellte. Schon in der ersten Generation sei das Peri Up Gerüst ein Baukastensystem gewesen, bei dem im vertikalen wie im horizontalen Aufbau die Rahmen- mit den Modulbauteilen kombinierbar waren, erläutert das Unternehmen.

Die integrierte, selbsttätig sichernde Verbindungs- und Anschlusstechnik bei den Horizontalriegen und Belägen von Peri Up sei bahnbrechend gewesen. Der entscheidende Sicherheitsfortschritt aber sei der T-Rahmen als Vorläufer des heutigen Easy-Rahmens.

Durch seine zweiseitig geöffnete, asymmetrische Bauform habe der längsseitige Seitenschutz schon damals vorlaufend auf-, um- und abgebaut werden können. Nur wenig später sei das auch mit dem zugehörigen Peri Up Stirngeländer möglich gewesen.

Was heute Stand der in der System- und Sicherheitstechnik sein könne, verdeutliche der Peri Up Gerüstbaukasten in seiner aktuellen Version. Mit ihm könne der Gerüstersteller im Regelaufbau den systemintegrierten, vorlaufenden Seitenschutz nicht nur mit dem Easy-Rahmen ausführen, sondern auch mit dem Easy-Stiel. Beide Ausführungsvarianten würden keine Zusatzbauteile benötigen, die im Auf-, Um- und Abbau den Zeitaufwand für bestimmte Arbeitsvorgänge erhöhen würden.

Risiken bei Investition verringern

Sowohl Peri Up als auch Variokit seien als modulare Baukastensysteme darauf ausgelegt, mit einem Minimum an Standardbauteilen ein Maximum an unterschiedlichen Gerüstaufbauten im Hoch-, Ingenieur- und Industriebau umsetzen zu können. Dabei ließen sich die meisten Konstruktionen aus Arbeits-, Schutz- und Traggerüst bis zu mehr als 85 % aus mietbaren Standardbauteilen herstellen. Während konventionelle Rahmen- und Modulgerüste die immer weiter steigenden Ansprüche im Bauwesen durch immer mehr neue Ergänzungs- und Sonderbauteile auffangen müssten, umfasse der aktuelle Peri Up Gerüstbaukasten weiterhin weniger als 500 Bauteile – obwohl er mit seinen Easy- und Flex-Bauteilen die Rahmen- und Modulbauweise zu einem System vereint habe.

Die Baupraxis könne so Vorteile bei Sicherheit, Leistung und Wirtschaftlichkeit erzielen. Zudem habe Peri für seine Gerüstbaukunden verschiedene Finanzierungsmöglichkeiten entwickelt. Diese könnten zwischen Neukauf, Miete oder Gebrauchtkauf wählen.

Partnerschaftliche Kooperation

Auch wenn weiterhin die Auftragsbücher gefüllt seien: Im Markt der Ein-, Zwei- und Mehrfamilienhäuser stehe der Gerüstbau unvermindert unter hohem Wettbewerbsdruck. Für eine Vielzahl von Betrieben werde es in Zukunft wichtig sein, ihr Tätigkeitsfeld um anspruchsvolle Gerüstprojekte aus dem Nichtwohnbau und Bestandsbau erweitern zu können.

Dieser Schritt in eine höhere Qualifizierung oder Spezialisierung sei für einen Gerüstbaubetrieb nicht nur eine Frage des Potenzials der vorhandenen Gerüsttechnik. Fast noch wichtiger sei für diese Entscheidung, ob und inwieweit ein Gerüsthersteller ihn als Kunden dabei aktiv unterstützen wolle und könne. Denn durch die heutigen Bauanforderungen sei die Planung, Berechnung und Ausführung von Gerüstkonstruktionen immer anspruchsvoller geworden.

Peri habe ein umfassendes Programm aus planenden und baubegleitenden Ingenieurdienstleistungen und Services aufgebaut, um seine Kunden in diesem Zusammenhang zu unterstützen. Zudem biete Peri ein breites Spektrum an Produktschulungen und individuellen Fortbildungsseminaren, damit Gerüstbaubetriebe ihre baubetrieblichen und kaufmännischen Aufgaben effizient und rechtlich abgesichert planen und abwickeln könnten. Das Gleiche gelte für das Thema Digitalisierung und BIM. Bereits heute biete Peri vielfältige digitale Werkzeuge an, um die Planung, Arbeitsvorbereitung, Logistik und Ausführung von Gerüstbauprojekten effizient und komfortabel durchführen zu können. Hierzu zählen bspw. CAD-Programme wie CP-Pro Scaffolding, scaffmax oder Peri CAD, mit denen sich im Gerüstbau unterschiedliche Planungsaufgaben souverän bewältigen ließen – von Standardlösungen bei einfacher Bauwerksgeometrie bis zur Ausarbeitung von hochkomplexen Industriegerüsten. Hinzu kämen digitale Werkzeuge wie webbasierte Konfiguratoren, um projektspezifische Kennwerte bei Stütztürmen und Traggerüsten zu berechnen. Bei allen Softwareentwicklungen achte Peri darauf, dass keine herstellerspezifischen Insellösungen entwickelt würden – Stichwort BIM. Vor allem dort seien offene, übergreifende Standards in Zukunft ein Muss.

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