Trendwende geschafft

Mehr Sozialwohnungen gebaut

Berlin (dpa). – Die Zahl neu gebauter Sozialwohnungen ist deutlich gestiegen. Im Jahr 2016 wurden bundesweit insgesamt 24 550 solcher Wohnungen errichtet – rund 10 000 mehr als im Jahr zuvor, wie die "Rheinische Post" aus einem Bericht des Ausschusses für Stadtentwicklung, Bau- und Wohnungswesen von Bund und Ländern berichtete. Nordrhein-Westfalen war demnach mit 9301 neu gebauten Sozialwohnungen mit Abstand Spitzenreiter im Ländervergleich. Auf Platz zwei und drei folgten Bayern und Berlin. Dem Bericht zufolge setzten Bund und Länder 2016 für die soziale Wohnraumförderung 3,4 Mrd. Euro ein – über 1 Mrd. mehr als im Vorjahr. Insgesamt erhielten damit 61 832 Wohnungen eine Förderung, 20 % mehr als im Vorjahr. Neben dem Neubau wurden u. a. auch Modernisierungen finanziert.

Bundesbauministerin Barbara Hendricks (SPD) sagte der Zeitung: "Durch die Erhöhung der Bundesmittel haben wir eine Trendwende beim sozialen Wohnungsbau geschafft." Einige Länder seien schnell aufgewacht und hätten umgesteuert, andere müssten noch mehr tun. Insgesamt ist die Zahl der Sozialwohnungen über die Jahre deutlich gesunken. Dies geht aus einer im Februar veröffentlichten Übersicht der Bundesregierung hervor. Sozialwohnungen werden in Deutschland in der Regel von kommunalen Wohnungsunternehmen, Genossenschaften oder privaten Investoren gebaut. Diese bekommen gute Darlehensbedingungen oder einen Zuschuss. Dafür sind die Wohnungen dann mietpreisgebunden, also relativ günstig. Sie dürfen nur an einen bestimmten Personenkreis vermietet werden, etwa Geringverdiener.

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Dieser Artikel erschien in der Ausgabe Allgemeine Bauzeitung 20/2017.

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