Troldtekt erweitert Portfolio an Akustikplatten

Negativer CO2-Fußabdruck steht im Fokus

Tranbjerg/Dänemark (ABZ). – Troldtekt A/S stellt jetzt Akustikplatten vor, deren Zementanteil vollständig aus dem patentierten Zementtyp FUTURECEM von Aalborg Portland besteht.
Akustik Dämmstoffe
Die neuen Troldtekt-Akustikplatten nehmen laut Unternehmen mehr CO2 auf, als sie bei ihrer Herstellung abgeben. Foto: Troldtekt

Die neuen Troldtekt-Akustikplatten nehmen laut Unternehmen mehr CO2 auf, als sie bei ihrer Herstellung abgeben. Die akustischen Eigenschaften, die natürliche Festigkeit und der Brandschutz lägen demnach auf dem gleichen Niveau wie bei den Akustikplatten mit herkömmlichem Zement.

Es sei ein wichtiger Meilenstein in Troldtekts Nachhaltigkeitsarbeit, dass das Holz in den bekannten Akustikplatten künftig mit FUTURECEM statt mit herkömmlichem Zement gemischt wird. FUTURECEM sei eigenen Angaben zufolge ein patentierter Zementtyp, der die Synergie zwischen kalziniertem Ton und Kalkfüllstoffen nutzt.

Dadurch lasse sich ein erheblicher Teil des gebrannten Klinkers in der Produktion bei Aalborg Portland ersetzen. Das Ergebnis sei somit ein Zement mit einem um 30 % kleineren CO2-Fußabdruck. Troldtekt-Akustikplatten auf Basis von FUTURECEM werden ab Februar 2022 ausgeliefert.

"Fast der gesamte CO2-Fußabdruck einer Troldtekt-Akustikplatte stammt vom Zement. Deshalb bringt es enorm viel, dass wir jetzt auf einen klimafreundlicheren Zementtyp umsteigen. Wir haben eine Ökobilanz erstellen lassen, die zeigt, dass Troldtekt-Akustikplatten auf Basis von FUTURECEM sogar mehr CO2 aufnehmen als sie abgeben, wenn wir die Phasen der Herstellung betrachten", erklärt Peer Leth, CEO von Troldtekt A/S.

"Wir arbeiten kontinuierlich daran, unseren Beitrag zur Kreislaufwirtschaft zu verstärken und unseren CO2-Fußabdruck zu verringern, und Troldtekt auf Basis von FUTURECEM ist ein großer Schritt nach vorn.

Der starke Fokus auf kreislauffähige Lösungen und das Ziel, die Verarbeitung von neu gewonnenen Rohstoffen zu begrenzen, führt zu strengeren Anforderungen hinsichtlich eines vermehrten Einsatzes von Recyclingmaterial am Bau. Für uns bedeutet das, dass wir parallel dazu in der Produktentwicklung nach neuen, grünen Alternativlösungen für Bindemittel suchen", so Leth.

Holz, der zweite Rohstoff der Troldtekt-Akustikplatten, absorbiert CO2 während des Wachstums in den dänischen Wäldern. Das im Holz eingelagerte CO2 ist insgesamt mehr als die Menge, die bei der Produktion von FUTURECEM ausgestoßen wird.

Und weil die Herstellung der Akustikplatten im Werk Troldhede mit 97,7 % erneuerbarer Energie erfolgt, sinkt die CO2-Gesamtbilanz für die Produktion ins Minus. Dieses Minus wird während der Nutzung noch größer, denn der Zementanteil der Troldtekt-Platten nimmt durch den chemischen Karbonisierungsprozess mit der Zeit weiteres CO2 auf.

"Der Zement verleiht den Akustikplatten von Troldtekt ihre Festigkeit, Langlebigkeit und Feuerbeständigkeit, ohne den Einsatz schädlicher Chemie. Diese Vorteile wären mit anderen Bindemitteln schwer zu erreichen. Deshalb freuen wir uns sehr, dass Aalborg Portland das Produkt FUTURECEM entwickelt hat. Dieser neue Zement ermöglicht uns, sowohl das Klima zu schonen als auch alle bekannten Vorteile der Akustikplatten beizubehalten", sagt Leth.

Er fügt hinzu, dass Troldtekt an verschiedenen Recyclingmethoden arbeitet, damit so wenig wie möglich von dem eingebetteten CO2 durch Verbrennung freigesetzt wird, wenn die Akustikplatten nach mindestens 50 bis 70 Jahren Nutzungsdauer ausgedient haben. Schon heute werden Materialabfälle aus der Produktion als Sekundärrohstoff in der Zementproduktion genutzt.

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