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Trotz Corona-Pandemie

Zahl der Ausbildungsverhältnisse am Bau gestiegen

Wiesbaden (ABZ). – Trotz der Corona-Pandemie hat sich der Bauausbildungsmarkt 2020 positiv entwickelt. Das zeigen aktuelle Zahlen der Sozialkassen der Bauwirtschaft (Soka-Bau). Nach einem leichten Rückgang im Jahr 2019 stieg die Zahl der Ausbildungsverhältnisse demnach im laufenden neuen Ausbildungsjahr um 3,4 Prozent gegenüber dem Vorjahr auf rund 14 150 an (Stand: 30.11.2020). Die Zahl aller Auszubildenden nahm mit einem Plus von 3,4 Prozent genauso stark zu, rund 41 000 junge Bauarbeitnehmer befinden sich in der Ausbildung.

Laut Soka-Bau sei es zu einem regelrechten Schlussspurt am Ausbildungsmarkt gekommen. So seien insbesondere im Oktober und November noch zahlreiche Ausbildungsverträge geschlossen worden. Ein möglicher Grund für den Aufschub der Vertragsabschlüsse könnte die Unsicherheit aufgrund der Corona-Pandemie gewesen sein. Bis Ende September sei noch ein Rückgang der Bewerberzahlen sowie der Ausbildungsstellen zu verzeichnen gewesen. Während sie deutschlandweit über alle Ausbildungsberufe und Branchen hinweg gleich stark um jeweils rund 7,5 Prozent sanken, war der Rückgang im Hoch- und Tiefbau mit einem Minus von rund 5 Prozent schon da weniger stark ausgeprägt, erklärt die Soka-Bau. Die angebotenen Ausbildungsstellen waren nach Zahlen der Bundesagentur für Arbeit nur um 3 Prozent gesunken beziehungsweise im Tiefbau konstant geblieben.

"In der Krise zeigt die Bauindustrie ihre Stärke!", kommentiert Dieter Babiel, Hauptgeschäftsführer des Hauptverbandes der Deutschen Bauindustrie (HDB), die Zahlen der Soka-Bau. "Während die Ausbildungszahlen deutschlandweit insgesamt stark rückläufig sind, stellen unsere Unternehmen weiter auf hohem Niveau ein. Insbesondere in den Monaten Oktober und November gab es noch einmal ein deutliches Plus bei den neu geschlossenen Ausbildungsverträgen." Ungeachtet des fortgeschrittenen Ausbildungsjahres suchen die Unternehmen der Baubranche immer noch händeringend nach weiteren Auszubildenden. "Im Hoch- und Tiefbau kommen auf 100 Ausbildungsstellen aktuell gerade einmal 50 Bewerber/innen", so Babiel weiter.

Wie bereits in der Finanzkrise habe sich die Bauindustrie auch in der Corona-Pandemie als äußerst stabile Branche mit Zukunft gezeigt. "Alle diejenigen, die noch auf der Suche nach einem Ausbildungsplatz sind oder sich überlegen, welches Studium sie wählen wollen, haben weiter hervorragende Job- und Verdienstaussichten in der Bauindustrie", so Babiel.

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