Trotz hoher Investitionen

Brandenburg ringt mit maroden Straßen

Potsdam (dpa). – Trotz hoher Investitionen zur Verbesserung des Straßennetzes in Brandenburg ist der Zustand teilweise unbefriedigend. Seit 2015 seien etwa 1,9 Mrd. Euro für die Verbesserung von Straßen, Radwegen und Brücken im Land investiert worden, sagte Infrastrukturministerin Kathrin Schneider (SPD) kürzlich in Potsdam. In diesem Jahr kommen demnach weitere 618 Mio. Euro für Bau und Unterhalt hinzu. 460 Mio. Euro stellt der Bund bereit, der Rest kommt vom Land. Notwendig seien stabile Investitionssummen, sagte Schneider. Dann könne man eine Trendwende erreichen. Der Zustand von mehr als einem Drittel (39 %) des sogenannten Grundnetzes - das sind Landstraßen, die größere Orte miteinander verbinden - ist nach Schneiders Angaben schlecht. Bei den Ortsdurchfahrten seien es 60 %.

Das 2016 gestartete 100-Mio.-Euro-Projekt für Ortsdurchfahrten werde fortgesetzt. Dabei werden auch Radwege und Straßenbeleuchtungen angelegt sowie Wasser- und Telefonleitungen erneuert. In diesem Jahr stehen unter anderem sechs Orte auf dem Programm: Darunter Ruhlsdorf (Potsdam-Mittelmark), Briesen (Spree-Neiße) oder Vetschau (Oberspreewald-Lausitz). Seit 2015 wurden 48 Projekte fertig, 15 sind im Bau, 13 in der Planung. Durch große Baumaßnahmen auf den Autobahnen stiegen die Investitionen in diesem Jahr nach Angaben von Schneider auf einen Rekordwert. Größte Projekte sind die achtstreifige Autobahn 10 auf dem südlichen Berliner Ring bei Michendorf und die Havellandautobahn zwischen dem Autobahndreieck Pankow und der Anschlussstelle Neuruppin.

Außerdem gehen auch in diesem Jahr die Arbeiten zur Beseitigung des sogenannten Betonkrebs weiter. Aktuell bestehe auf 226 von insgesamt 1600 km Richtungsfahrbahnen der Verdacht auf derartige Schädigungen, sagte Schneider. In diesem Jahr werden demnach zwölf Baustellen eingerichtet. Dafür sind 60 Mio. Euro eingeplant. Seit 2005 wurden 209 km Fahrbahn saniert: für 189 Mio. Euro. Den Baubetrieben wird dabei die Rezeptur für den Baustoff vorgegeben. In der Regel werden 8 bis 32 cm der alten Schicht abgenommen. Wenn der Unterbau noch in Ordnung ist, wird anschließend der neue Belag aufgebracht.

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