Umbau der Emscher

Sulzer liefert Pumpen für größtes Wasserbauprojekt

Sulzer Pumpentechnik Kleingeräte und Werkzeuge
Alle 19 gelieferten Sulzer Pumpen gehören zu den Baureihen XFP und AFLX. Im Vordergrund steht eine der fünf großen AFLX-Pumpen mit einem Gewicht von ca. 4,9 t. Foto: Sulzer

Gelsenkirchen (ABZ). – Im Rahmen des Umbaus der Emscher und deren Nebengewässer entsteht in Gelsenkirchen am Hüller Bach eine mehrstöckige unterirdische Anlage mit drei Pumpwerken. Sulzer liefert die dafür benötigten 19 Tauchmotorpumpen. Die Anlage wird im Frühsommer 2018 ihren Betrieb aufnehmen. In dem europaweit einzigartigen Bauwerk mit Tauchmotorpumpen stehen die unterirdischen Bauteile und damit auch die Pumpen teilweise dauerhaft unter Wasser und sind nur noch schwer zugänglich. Die Emschergenossenschaft als Bauherrin stellte daher hohe Anforderungen an die Pumpen, welche die 19 Sulzer-Tauchmotorpumpen am besten erfüllten. Die max. Motorantriebsleistungen betragen bis zu 400 kW. Die Förderhöhen liegen zwischen 7 und 23 m, der max. Förderstrom erreicht knapp 2000 l/s. Zehn Pumpen sind als Rohrgehäusepumpen in Nassaufstellung ausgeführt. Rafael Lellesch, Leiter kommunales und industrielles Abwasser bei Sulzer, sagt: "Aufgrund unserer großen Produktpalette und der breiten Leistungsbereiche der Aggregate konnten wir der Emschergenossenschaft alle Pumpen mit der jeweils optimalen Auslegung aus einer Hand anbieten."

Dank ihrer Konstruktion sind diese Pumpen sowohl überflutungssicher als auch platzsparend zu installieren. Im Gegensatz zu trocken aufgestellten Pumpen ist kein begehbarer Maschinenraum nötig. Dadurch amortisieren sich eventuelle Mehrkosten der Tauchmotorpumpen bereits ab der ersten Betriebsstunde.

Da extrem große Regenwassermengen nur sehr selten auftreten, werden für die größten Pumpen nur ca. 100 und für die kleineren Pumpen ca. 500 jährliche Betriebsstunden erwartet. Dies ist auch ein Grund, warum bei den Spitzenlastpumpen auf die Rückschlagklappen verzichtet wurde. Schalten die Pumpen ab, reinigt das zurücklaufende Wasser die Pumpe und den Pumpensumpf. Eine Rücklaufsperre schützt die Pumpen vor unkontrollierten Betriebszuständen. Der Kugeldurchgang von mehr als 165 x 100 mm stellt sicher, dass die Pumpen das abgeleitete Schmutzwasser auch mit Faser- und Feststoffanteilen sicher fördern. Alle Pumpen sind mit Überwachungs- und Auswertungseinrichtungen ausgestattet.

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