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Umbaumaßnahmen im Dresdner Kulturpalast

Konzertsaal mit Gitterträgern überspannt

Scafom-rux, Baustellen, Gerüstbau, Modernisierung und Sanierung

Der gesamte Konzertsaal des Dresdner Kulturpalastes mit einer aufwendigen Gitterträgerkonstruktion überspannt, um zeitgleich an der Akustikdecke und dem Ausbau des unteren Bereiches arbeiten zu können.

Dresden (ABZ). – Der seit 2008 unter Denkmalschutz stehende Dresdner Kulturpalast unterliegt zzt. einigen Umbaumaßnahmen zur Neugestaltung des gesamten Gebäudes. Wo seit 1969 Musik- und Tanzveranstaltungen die Säle mit den schönsten Klängen und Rhythmen füllten, dürfte man aktuell eher handwerkliche Betriebsamkeit vernehmen. Mit der denkmalgerechten Erneuerung soll wieder an den Ursprung des Gebäudes angeknüpft werden. Ein zentraler Treffpunkt für Jung und Alt, wie schon im Jahre 2011 als der Kulturpalast für den Evangelischen Kirchentag als Veranstaltungsort genutzt wurde. Der neue weinbergförmige Saal wird Platz für 1785 Besucher bieten und soll zu einem reinen Konzertsaal umgebaut werden. Das Baudenkmal wird bis Ende 2017 restauriert, um den gewachsenen Ansprüchen in modernen Konzertsälen zu entsprechen.

Seit Oktober 2013 werden die ersten Sanierungsarbeiten ausgeführt. Als Hersteller von Innenbausystemen für Decke, Boden und Wand und als Komplettdienstleister im Bereich Trockenbau stellte sich die Lindner AG der Herausforderung und begann mit dem Ausbau des gesamten Gebäudes. Eine aus Modulgerüsten sowie systemfreien Gerüsten entstandene Arbeitsebene des Herstellers Scafom-rux dient zur Unterstützung der Ausbauarbeiten. Vor allem, um den späteren Einbau der Akustikdecke im Saal ermöglichen zu können war die etwa 1500 m² umfassende Gerüstplattform von großem Nutzen. Sie wurde direkt unter der Rohbaudecke errichtet. Um die Baufreiheit für den Saalausbau unter diesem Gerüst zu ermöglichen, wurde der gesamte Konzertsaal mit einer aufwendigen Gitterträgerkonstruktion überspannt. Diese war an den senkrechten Wänden aufgehängt und nur auf einige wenige Standgerüste im Saal aufgelagert.

Die Einrüstung des Kulturpalastes wurde von der Lindner Brasausky GmbH durchgeführt. Obwohl ihr Hauptaktionsradius vor allem im Industrie- und Offshore Gerüstbau liegt, wurde nicht gezögert, diese einzigartige Aufgabe anzunehmen und sich dieser interessanten Herausforderung zu stellen. Für die Einrüstung wurden nur 18 Tage benötigt, mit der Unterstützung von acht Gerüstbaumonteuren und zwei Industriekletterern. In den ersten 48 Std. wurden ca. 110 t Gerüstmaterial in den Konzertsaal gebracht, darunter 2000 lfm Schwerlastgitter, 5000 lfm Gerüstrohr, 5000 Kupplungen und 1500 m² Gerüstbeläge.

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Dieser Artikel erschien in der Ausgabe Allgemeine Bauzeitung 29/2016.

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