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Umsatz stieg trotz stagnierender Preise

Betonbauteile verzeichnen weiterhin Zuwächse

Neu-Ulm (ABZ). – Der sich in den letzten zwei Jahren abzeichnende Aufwärtstrend bei der Produktion von vorgefer-tigten Betonbauteilen konnte fortgesetzt werden. Die stabile gesamtwirtschaftliche Lage und die milden Wetterverhältnisse zum Jahresende trugen zu dieser positiven Entwicklung bei. Für das Jahr 2016 rechnet die Branche mit einem Umsatz von etwa 5,75 Mrd. Euro, was einem Plus von 4 % entspricht. Dies wurde anlässlich der Pressekonferenz der 61. BetonTage in Neu-Ulm bekanntgegeben.

Auch wenn die endgültige Jahresstatistik 2016 noch nicht vorliege, würden die amtlichen Zahlen der ersten drei Quartale diese Tendenz belegen, so Friedrich Gebhart, Präsident des Fachverbandes Beton- und Fertigteilwerke Baden-Württemberg e. V. (FBF). Positive Impulse gingen vom Wohnungsbau aus, so seien rund 300 000 Wohneinheiten neu erstellt worden, ein Plus von etwa 12 %. Die steigenden Auftragseingänge in diesem Segment hätten sich auch bei den Herstellern von vorgefertigten Decken- und Wandbauteilen mit jeweils plus 11 % sowie von Mauersteinen und –blöcken mit plus 8 % bemerkbar gemacht. Gleichzeitig habe sich der Wirtschaftsbau stabiler als im Vorjahr gezeigt. Den Herstellern von konstruktiven Fertigteilen wie Balken, Stürzen und Bindern wären die steigenden Ordereingänge in diesem Bereich zugute gekommen. Sie verzeichneten im Betrachtungszeitraum Umsatzzuwächse von 8 %.

Bei den Betonerzeugnissen für den Straßen-, Garten- und Landschaftsbau sei der Umsatz um 4 % gestiegen. Ähnlich bei den Herstellern von Entwässerungsbauteilen wie Rohren und Schächten aus Beton mit ebenfalls plus 4 %. Nach wie vor werde der öffentliche Tiefbau dem dringenden Bedarf an Sanierungs- und Erneuerungsmaßnahmen jedoch nicht gerecht. Im Vergleich zu den Umsatzzahlen würden die Preisindizes in der Branche eine andere Sprache sprechen: hier sei fast nichts bei den Herstellern von Rohbauprodukten im Fertigteilbau hängen geblieben. So seien Pflastersteine mit plus 2 % und Rohre mit plus 1,6 % bereits in der Spitzengruppe, während Wandbauteile mit plus 0,6 % und Deckenelemente mit plus 0,1 % nahezu stagnierten. Konstruktive Fertigteile seien mit minus 0,1 % sogar im Preis zurück.

Für 2017 würden die Auftragseingänge und die Baugenehmigungen eine weiter leicht wachsende Tendenz zeigen, vor allem der Wohnungsbau dürfte Gebhart zufolge nochmals zu einer Verstetigung der Bautätigkeit beitragen. Im Zusammenhang mit der Diskussion um die rasche Erstellung bezahlbaren und zugleich qualitätsvollen Wohnraums berge die Branche mit der seriellen Vorfertigung ein enormes Potenzial. Für 2017 rechnet die Betonfertigteilindustrie nochmals mit Umsatzsteigerungen von bis zu 3 %.

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