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Umwelt-Produktdeklarationen

Ganzheitliche Nachhaltigkeitsbewertung auf dem Vormarsch

KLB, Baustoffe, Nachhaltigkeit und Innovation, Ökologisches Bauen

Primärenergiebedarf in Megajoule pro Quadratmeter Außenwand mit Uw = 0,23 W/m²K bei einer Wanddicke von etwa 39,5 cm.

ANDERNACH (ABZ). - Selten steht hinter der Worthülse "Nachhaltigkeit" wirklich Messbares. Abhilfe schaffen Gebäudezertifizierungssysteme wie das der Deutschen Gesellschaft für Nachhaltiges Bauen (DGNB). Sie legen harte Kriterien fest, die unter anderem anhand einer ganzheitlichen Ökobilanzierung überprüft werden. Große Bedeutung kommt hierbei den Umwelt-Produktdeklarationen (EPDs) der Baustoffhersteller zu. KLB-Klimaleichtblock (Andernach) verfügt nach eigenen Angaben als einziger deutscher Leichtbeton-Produzent für seine Hochleistungsprodukte mit integrierter Dämmung über diesen Nachweis. "Bei den wichtigen Kenngrößen 'Primärenergiebedarf' und 'Treibhauspotenzial' rangieren unsere Leichtbetonsteine meist weit vor anderen Wandbaustoffen", erklärt KLB-Geschäftsführer Andreas Krechting.

Die Bewertung von Häusern und Quartieren wird in Zukunft um einen entscheidenden Aspekt erweitert: deren nachhaltige Qualität. Entsprechende Modelle zur Zertifizierung existieren bereits und erfreuen sich zunehmender Beliebtheit. Für den Bau öffentlicher Gebäude ist ihr Nachweis schon jetzt häufig verpflichtend. Ökobilanzen geben hierbei stichhaltig Zeugnis darüber ab, welche ökologische Performance Bauteile und Gebäude über ihren gesamten Lebenszyklus zeigen.

Ein wichtiger Faktor für diese umfassende Bilanzierung nach DIN ISO 14040 und 14044 sind die Umwelt-Produktde-klarationen der Baustoffhersteller. Durch seine EPDs kann KLB-Klimaleichtblock (Andernach) nicht nur eine besonders gute ökologische Qualität seiner Leichtbetonsteine nachweisen, sondern bietet Architekten und Fachplanern auch verlässliche Werte, um ganzheitliche Planungsansätze zu realisieren.

Unabhängige Untersuchungen seitens der Life Cycle Engineering Experts GmbH (LCEE) aus Darmstadt beweisen: Einemit gefüllten KLB-Mauersteinen errichtete Leichtbeton-Außenwand weist hinsichtlich der Indikatoren "Primärenergiebedarf" und "Treibhauspotential" teils signifikant bessere Werte auf als gleiche Konstruktionen aus anderen massiven Wandbaustoffen. Hierbei wurden vier baupraktisch übliche Außenwände mit einem Wärmedämmwert (U-Wert) von 0,23 W/m²K zugrunde gelegt. Der Mauerwerksaufbau mit Porenbeton und gefüllten Mauersteinen besteht aus Innenputz, dem Mauerstein sowie dem Außenputz. Die Kalksandstein-Außenwand wurde zusätzlich mit einem Wärmedämm-Verbundsystem (WDVS) ausgestattet, um dasselbe Niveau an Wärmedämmung zu erreichen.

Das Resultat zeigt: Die Leichtbeton-Außenwand weist die besten Werte im Vergleichsfeld auf und liegt in Sachen Primärenergiebedarf beispielsweise rund 44 % unter einer bauüblichen Porenbeton-Außenwand. Hieraus wird ersichtlich, dass KLB-Mauerwerk sowohl bezüglich seiner ökologischen Herstellung als auch seiner faktischen Umweltwirkung besser abschneidet als andere Wandkonstruktionen. Das gleiche Bild ergibt sich im Hinblick auf das Treibhauspotential.

Die nachhaltige Leistungsfähigkeit von Leichtbetonsteinen geht aber über die ökologische Erfassung in dieser "cradle-to-gate"-Analyse ("von der Wiege bis zum Werktor") hinaus: Geringe Lebenszykluskosten, großer thermischer und akustischer Komfort sowie hohe Innenraumhygiene sind nur drei Eigenschaften, die Leichtbeton auch während der Nutzungsphase zu einem nachhaltigen Baustoff machen. In Ergänzung dazu bietet Leichtbeton den Vorteil, gegen Ende seiner Einsatzzeit als sortenreines Material wieder in den Produktionskreislauf zurückfließen zu können.

Für nichtsortenreine Leichtbetonreste steht man vor praxistauglichen Lösungen: Dank eines rein mechanischen Trennungsverfahrens für Stein und Putz, könnten hier zukünftig bis zu 95 % des abgebrochenen Baustoffes in die Fertigung neuer Leichtbetonprodukte eingehen.

"Auf diese Weise gelingt uns eine konsequente Verwirklichung von Stoffkreisläufen, statt einer stofflichen Abwertung innerhalb der Wertschöpfungskette", verdeutlicht Krechting. Dies entspricht dem Gedanken der ganzheitlichen Ökobilanzierung, die wiederum eine wichtige Rolle bei der Gebäudezertifizierung der Zukunft spielen wird.

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